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Aus dem Rahmen - ein weisses Gedicht auf 'nem schwarzen Gesicht : Visuelle Repräsentationen Schwarzer Frauen zwischen der deutschen Kolonialzeit und der Weimarer Republik

Kollarz, Anika-Brigitte (2017):
Aus dem Rahmen - ein weisses Gedicht auf 'nem schwarzen Gesicht : Visuelle Repräsentationen Schwarzer Frauen zwischen der deutschen Kolonialzeit und der Weimarer Republik.
Darmstadt, Technische Universität, [Online-Edition: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6862],
[Ph.D. Thesis]

Abstract

Paradiesische Sehnsüchte und koloniales Interesse sorgten zwischen 1880 und 1930 für eine starke Auseinandersetzung mit „dem Fremden“. Bilder, die Schwarze Frauen zeigen, waren zu dieser Zeit in der Populärkultur und den Naturwissenschaften weit verbreitet und erreichten durch massenmediale Verbreitung eine enorme Wirkmacht. Weniger bekannt ist, dass auch in künstlerischen Kontexten viele solcher Arbeiten entstanden. Das vorliegende Projekt fokussiert auf solche visuellen Repräsentationen Schwarzer Weiblichkeit und nähert sich diesen exemplarisch mittels fünf Bildgruppen an. Es handelt sich um Arbeiten von Anton Ažbe und Otto Ubbelohde, Ernst Ludwig Kirchner, Ernst Vollbehr, Georg Tappert sowie Hannah Höch. Dabei wird ein gender- und race-orientierter Differenzansatz verfolgt, der mit Foucaults Diskursanalyse und Butlers Performativitätskonzept gekoppelt ist. Die Untersuchung der visuellen Konstruktionen Schwarzer Weiblichkeit führt zu Fragen nach den Funktionen der Arbeiten: Inwiefern haben die Kunstschaffenden „ein weißes gedicht auf ein dunkles gesicht“ gemalt und was sagt das über sie selbst bzw. ihre Umwelt aus? Blieben sie mit ihren Arbeiten im Rahmen normativer Vorstellungen oder wurden diese auch verschoben oder gar überschritten?

Item Type: Ph.D. Thesis
Erschienen: 2017
Creators: Kollarz, Anika-Brigitte
Title: Aus dem Rahmen - ein weisses Gedicht auf 'nem schwarzen Gesicht : Visuelle Repräsentationen Schwarzer Frauen zwischen der deutschen Kolonialzeit und der Weimarer Republik
Language: German
Abstract:

Paradiesische Sehnsüchte und koloniales Interesse sorgten zwischen 1880 und 1930 für eine starke Auseinandersetzung mit „dem Fremden“. Bilder, die Schwarze Frauen zeigen, waren zu dieser Zeit in der Populärkultur und den Naturwissenschaften weit verbreitet und erreichten durch massenmediale Verbreitung eine enorme Wirkmacht. Weniger bekannt ist, dass auch in künstlerischen Kontexten viele solcher Arbeiten entstanden. Das vorliegende Projekt fokussiert auf solche visuellen Repräsentationen Schwarzer Weiblichkeit und nähert sich diesen exemplarisch mittels fünf Bildgruppen an. Es handelt sich um Arbeiten von Anton Ažbe und Otto Ubbelohde, Ernst Ludwig Kirchner, Ernst Vollbehr, Georg Tappert sowie Hannah Höch. Dabei wird ein gender- und race-orientierter Differenzansatz verfolgt, der mit Foucaults Diskursanalyse und Butlers Performativitätskonzept gekoppelt ist. Die Untersuchung der visuellen Konstruktionen Schwarzer Weiblichkeit führt zu Fragen nach den Funktionen der Arbeiten: Inwiefern haben die Kunstschaffenden „ein weißes gedicht auf ein dunkles gesicht“ gemalt und was sagt das über sie selbst bzw. ihre Umwelt aus? Blieben sie mit ihren Arbeiten im Rahmen normativer Vorstellungen oder wurden diese auch verschoben oder gar überschritten?

Place of Publication: Darmstadt
Divisions: 03 Department of Human Sciences > Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik > Wella-Stiftungsprofessur „Mode und Ästhetik“
03 Department of Human Sciences > Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik > Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik
Interdisziplinäre Forschungsprojekte > Frauenforschungszentrum Darmstadt (FFZ)
03 Department of Human Sciences > Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik
Interdisziplinäre Forschungsprojekte
03 Department of Human Sciences
Date Deposited: 22 Oct 2017 19:55
Official URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6862
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-68625
Referees: Karentzos, Prof. Dr. Alexandra and Pinther, Prof. Dr. Kerstin
Refereed / Verteidigung / mdl. Prüfung: 16 April 2014
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language
Between 1880 and 1930 paradisiacal aspirations and colonial interests caused strong involvement with „the other“. Images of black women were widely shown in popular culture as well as in science and reached heavy impact through mass media circulation. But it's less known that many artistic works arised out of this context, too. The present project focuses on that and approaches the topic exemplarily by use of five image groups. It deals with works of Anton Ažbe and Otto Ubbelohde, Ernst Ludwig Kirchner, Ernst Vollbehr, Georg Tappert as well as Hannah Höch. Following a gender and race orientated difference approach which is linked to Foucaults discourse analysis and Butlers concept of performativity the study of the visual construction of black feminity leads to several questions concerning the function of the works: How far have fine artists portrayed „ein weißes gedicht auf ein dunkles gesicht“ ( a white poem on a dark face) and what does that tell about themselves and their surroundings? Did they stay within the limits of normative beliefs with their works or were they also shifted or even crossed?English
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