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Der Einfluss rhythmischer Instruktion auf das Bewegungslernen

Angert, Regine :
Der Einfluss rhythmischer Instruktion auf das Bewegungslernen.
[Online-Edition: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6584]
Technische Universität , Darmstadt
[Dissertation], (2017)

Offizielle URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6584

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die vorliegende Studie untersucht am Beispiel einer Schrittfolge aus dem Tanz den Effekt rhythmisch verbaler Kurzphrasen (rvK) auf interne Bewegungsrepräsentationen und Ausführungsleistungen beim initialen Lernen. Es wird angenommen, dass ein positiver Effekt, vorwiegend in Verbindung mit verbaler Instruktion auftritt. Es wurde ein dreifaktorielles Untersuchungsdesign mit Messwiederholung eingesetzt (unabhängige Faktoren: rvK und Instruktion). 80 Versuchspersonen wurden randomisiert einer der vier Versuchsgruppen (VG) (1) Videoinstruktion (VI) + rvK, (2) VI, (3) Textinstruktion (TI) + rvK und (4) TI zugeteilt. Realisierungsversuche (RV) wurden bzgl. struktureller/adaptiver Bewegungsmerkmale und der Bewegungszeiten analysiert. Die Bewegungsrepräsentation wurde mittels instruktionsspezifischer, computerunterstützter Auswahltests (comAT) erfasst und mittels standardisierter Kurzinterviews (KI) erfasst. Zur Erhebung der Veränderung des emotionalen Befindens im Verlauf des Lernexperiments wurden Fragebögen (SBS-BZ) eingesetzt. In der Aneignungsphase absolvierten die Versuchpersonen jeweils dreimal im Abstand von einer Woche die Sequenz Instruktion – comAT – 5 RV – KI – SBS-BZ . Einen Tag später folgte der Retentionstest: comAT – 3 RV – comAT (Crossover Transfer). Die im Rahmen dieser Arbeit ausführlich dargestellten und diskutierten Ergebnisse können die obengenannten Annahmen eines instruktionsspezifischen Effekts rhythmisch verbaler Kurzphrasen nicht bestätigen. Weder bei der Bewegungsrealisierung noch bei der Bewegungsrepräsentation ergibt sich ein differenzieller Effekt der rvK. Auf das emotionale Befinden haben die rvK im Verlauf des Experimentes einen zunehmend positiven Effekt, der aber instruktionsunabhängig ist.

Typ des Eintrags: Dissertation
Erschienen: 2017
Autor(en): Angert, Regine
Titel: Der Einfluss rhythmischer Instruktion auf das Bewegungslernen
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die vorliegende Studie untersucht am Beispiel einer Schrittfolge aus dem Tanz den Effekt rhythmisch verbaler Kurzphrasen (rvK) auf interne Bewegungsrepräsentationen und Ausführungsleistungen beim initialen Lernen. Es wird angenommen, dass ein positiver Effekt, vorwiegend in Verbindung mit verbaler Instruktion auftritt. Es wurde ein dreifaktorielles Untersuchungsdesign mit Messwiederholung eingesetzt (unabhängige Faktoren: rvK und Instruktion). 80 Versuchspersonen wurden randomisiert einer der vier Versuchsgruppen (VG) (1) Videoinstruktion (VI) + rvK, (2) VI, (3) Textinstruktion (TI) + rvK und (4) TI zugeteilt. Realisierungsversuche (RV) wurden bzgl. struktureller/adaptiver Bewegungsmerkmale und der Bewegungszeiten analysiert. Die Bewegungsrepräsentation wurde mittels instruktionsspezifischer, computerunterstützter Auswahltests (comAT) erfasst und mittels standardisierter Kurzinterviews (KI) erfasst. Zur Erhebung der Veränderung des emotionalen Befindens im Verlauf des Lernexperiments wurden Fragebögen (SBS-BZ) eingesetzt. In der Aneignungsphase absolvierten die Versuchpersonen jeweils dreimal im Abstand von einer Woche die Sequenz Instruktion – comAT – 5 RV – KI – SBS-BZ . Einen Tag später folgte der Retentionstest: comAT – 3 RV – comAT (Crossover Transfer). Die im Rahmen dieser Arbeit ausführlich dargestellten und diskutierten Ergebnisse können die obengenannten Annahmen eines instruktionsspezifischen Effekts rhythmisch verbaler Kurzphrasen nicht bestätigen. Weder bei der Bewegungsrealisierung noch bei der Bewegungsrepräsentation ergibt sich ein differenzieller Effekt der rvK. Auf das emotionale Befinden haben die rvK im Verlauf des Experimentes einen zunehmend positiven Effekt, der aber instruktionsunabhängig ist.

Ort: Darmstadt
Fachbereich(e)/-gebiet(e): 03 Fachbereich Humanwissenschaften > Institut für Sportwissenschaft > Bewegungswissenschaft
Hinterlegungsdatum: 20 Aug 2017 19:55
Offizielle URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6584
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-65843
Gutachter / Prüfer: Wiemeyer, Prof. Dr. Josef ; Hänsel, Prof. Dr. Frank
Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 2017
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
The purpose of this study was to investigate the effects of rhythmic teaching methods and internal representations as well as their interactions on motor learning. Previously, these aspects have only been studied separately. A sequence of dancing movements constituted the learning task. The effects of rhythmic verbal cues (VC) on motor performance and internal representations during initial learning were investigated. Assuming that the effects of VC on performance and internal representations depend on the mode of instruction (model instruction (MI)/ verbal instruction (VI)), 80 participants were randomly assigned to one of four experimental groups: MI-plus-VC, MI-only, VI-plus-VC, VI-only. Practice trials were analysed for structural/ adaptive movement form and movement timing. Internal representations were assessed by a computer-aided selection test (CAST). Emotions (E) were assessed by a questionnaire (SBS-BZ). The acquisition phase consisted of two sessions with 3 blocks of 5 practice trials (PT) each separated by an interval of one week. The acquisition phase was structured as follows: instruction phase – CAST – 5 PT – SBS-BZ. The retention test was performed one day later: comAT – 3 RV – comAT (Crossover Transfer). Contrary to the assumptions, verbal cues did not result in differential effects for either performance or internal representations. VC yield positive differential effects on subjects’ positive emotions in the retention phase but independent of the mode of instruction.Englisch
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