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Lesen im beruflichen Handlungskontext : Anforderungen, Prozesse und Diagnostik

Balkenhol, Aileen Deborah :
Lesen im beruflichen Handlungskontext : Anforderungen, Prozesse und Diagnostik.
[Online-Edition: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/5209]
Technische Universität , Darmstadt
[Dissertation], (2015)

Offizielle URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/5209

Kurzbeschreibung (Abstract)

Lesen ist eine der zentralen Kulturfähigkeiten, die ein Mensch braucht, um in der sogenannten Informationsgesellschaft erfolgreich zu sein. Im Alltag und im Beruf ist Lesen unabdingbar, insbesondere in einer technologisch fortschrittlichen Nation wie Deutschland. Dennoch wird von Betrieben regelmäßig konstatiert und auch in Untersuchungen ermittelt, dass die Lesefähigkeiten vieler Schülerinnen und Schülern kaum den Anforderungen der Berufswelt gerecht werden. Kernziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Analyse eines diagnostischen Verfahrens zur Erfassung der Lesekompetenz von Auszubildenden. Dabei werden die spezifischen Anforderungsstrukturen beim Lesen in beruflichen Handlungskontexten in den Blick genommen. Dies erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Leseanlässe und der Repräsentationsformate. Analysen des aktuellen Forschungsstandes zu Leseanforderungen und zur Relevanz von Lesekompetenz im Arbeitskontext ergeben, dass Leseverstehen eine unverzichtbare Kompetenz ist, um in der Mehrheit der Berufe erfolgreich zu sein. Es werden Recherchen im deutschsprachigen wie im anglo-amerikanischen Sprachraum ausführlich erörtert. Lesen im beruflichen Handlungskontext wird kontrastiert zum Lesen im Lernkontext. Hinsichtlich der vorherrschenden Textgattungen und Repräsentationsformate sind gewisse Unterschiede erkennbar. So dominieren in beruflichen Handlungskontexten Textformen bspw. Instruktionstexte mit formalen Handlungsanweisungen oder konzeptionell mündlich verfasste Anweisungen und Hinweise von Kollegen oder Vorgesetzten. Ferner sind Rechtstexte oder auch non-lineare oder depiktionale Textformen gebräuchlich wie Hypertexte, Tabellen, Formulare, Listen etc. Gegenstand der Untersuchung. Insbesondere auch Hybridformen werden hinsichtlich ihrer Verbreitung und ihrer spezifischen Verarbeitungsmodi betrachtet. Weiterhin kann angenommen werden, dass im Beruf vorrangig im Handlungskontext einer beruflichen Situation, d.h. zur Bewältigung einer konkreten Aufgabe, gelesen wird. In der vorliegenden Arbeit wird diese These einerseits durch eine curriculare Analyse und durch die Analyse typischer beruflicher Lesesituationen bekräftigt. Es wird ferner herausgearbeitet, auf welcher theoretischen Basis die Verarbeitungsprozesse und insbesondere die Integration multipler multimodaler Repräsentation modelliert werden können. Die darauf bezogene Entwicklung eines Testinstruments für Auszubildende unterschiedlicher Berufsfelder (gewerblich-technisch, medizinisch pflegend und kaufmännisch-verwaltend) wird skizziert und global analysiert. Zuvor werden alternative Testinstrumente und -verfahren im Hinblick auf ihre Passung bezüglich der herausgearbeiteten theoretischen Anforderungen untersucht. Die Konstruktion eines Testinstruments wird erläutert und anschließend werden die Ergebnisse einer größeren quantitativ-empirischen Studie an berufsbildenden Schulen in Hessen, Niedersachsen und Thüringen bezüglich des Testverfahrens und der Items dargestellt. Sodann wird das Instrument einer ersten Evaluation unterzogen und die Ergebnisse berichtet.

Typ des Eintrags: Dissertation
Erschienen: 2016
Autor(en): Balkenhol, Aileen Deborah
Titel: Lesen im beruflichen Handlungskontext : Anforderungen, Prozesse und Diagnostik
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Lesen ist eine der zentralen Kulturfähigkeiten, die ein Mensch braucht, um in der sogenannten Informationsgesellschaft erfolgreich zu sein. Im Alltag und im Beruf ist Lesen unabdingbar, insbesondere in einer technologisch fortschrittlichen Nation wie Deutschland. Dennoch wird von Betrieben regelmäßig konstatiert und auch in Untersuchungen ermittelt, dass die Lesefähigkeiten vieler Schülerinnen und Schülern kaum den Anforderungen der Berufswelt gerecht werden. Kernziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Analyse eines diagnostischen Verfahrens zur Erfassung der Lesekompetenz von Auszubildenden. Dabei werden die spezifischen Anforderungsstrukturen beim Lesen in beruflichen Handlungskontexten in den Blick genommen. Dies erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Leseanlässe und der Repräsentationsformate. Analysen des aktuellen Forschungsstandes zu Leseanforderungen und zur Relevanz von Lesekompetenz im Arbeitskontext ergeben, dass Leseverstehen eine unverzichtbare Kompetenz ist, um in der Mehrheit der Berufe erfolgreich zu sein. Es werden Recherchen im deutschsprachigen wie im anglo-amerikanischen Sprachraum ausführlich erörtert. Lesen im beruflichen Handlungskontext wird kontrastiert zum Lesen im Lernkontext. Hinsichtlich der vorherrschenden Textgattungen und Repräsentationsformate sind gewisse Unterschiede erkennbar. So dominieren in beruflichen Handlungskontexten Textformen bspw. Instruktionstexte mit formalen Handlungsanweisungen oder konzeptionell mündlich verfasste Anweisungen und Hinweise von Kollegen oder Vorgesetzten. Ferner sind Rechtstexte oder auch non-lineare oder depiktionale Textformen gebräuchlich wie Hypertexte, Tabellen, Formulare, Listen etc. Gegenstand der Untersuchung. Insbesondere auch Hybridformen werden hinsichtlich ihrer Verbreitung und ihrer spezifischen Verarbeitungsmodi betrachtet. Weiterhin kann angenommen werden, dass im Beruf vorrangig im Handlungskontext einer beruflichen Situation, d.h. zur Bewältigung einer konkreten Aufgabe, gelesen wird. In der vorliegenden Arbeit wird diese These einerseits durch eine curriculare Analyse und durch die Analyse typischer beruflicher Lesesituationen bekräftigt. Es wird ferner herausgearbeitet, auf welcher theoretischen Basis die Verarbeitungsprozesse und insbesondere die Integration multipler multimodaler Repräsentation modelliert werden können. Die darauf bezogene Entwicklung eines Testinstruments für Auszubildende unterschiedlicher Berufsfelder (gewerblich-technisch, medizinisch pflegend und kaufmännisch-verwaltend) wird skizziert und global analysiert. Zuvor werden alternative Testinstrumente und -verfahren im Hinblick auf ihre Passung bezüglich der herausgearbeiteten theoretischen Anforderungen untersucht. Die Konstruktion eines Testinstruments wird erläutert und anschließend werden die Ergebnisse einer größeren quantitativ-empirischen Studie an berufsbildenden Schulen in Hessen, Niedersachsen und Thüringen bezüglich des Testverfahrens und der Items dargestellt. Sodann wird das Instrument einer ersten Evaluation unterzogen und die Ergebnisse berichtet.

Ort: Darmstadt
Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Humanwissenschaften
Fachbereich Humanwissenschaften > Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik
Hinterlegungsdatum: 17 Jan 2016 20:55
Offizielle URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/5209
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-52095
Gutachter / Prüfer: Ziegler, Prof. Birgit ; Seeber, Prof. Susan
Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 8 Mai 2015
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
Reading is one of the central cultural skills that a person needs to be successful in the so-called information society. In everyday life and at work reading is essential, especially in a technologically advanced country like Germany. Nevertheless, companies and educational researchers notice that the reading skills of pupils have been identified in studies to be inadequate, even though these are regarded as crucial and indispensable basic feature of apprenticeship entry maturity. This study primarily pursues the aim to investigate the professional read requests and their differing requirement structures for reading-to-learn, i.e., read with the primary aim of acquiring knowledge. Particularly representation formats of the presented information are considered to support the derived from the analysis hypothesis that the cognitive processing processes run on a different basis. The Analyses present the current state of research to read requests and show the relevance of literacy. Reading comprehension is an essential competence to be successful in the majority of occupations. As part of this analysis, searches are discussed in detail in the German as in the Anglo-American language area. Here reading to do /reading at work will be examined with a view to dealing with other literary genres and mainly other representation formats as reading to learn. These include at the sides of descriptive textforms e.g. instruction texts with formal procedural instructions or conceptually oral but medial written instructions and guidance from colleagues or superiors. Further legal texts or even non-linear/depiktionale textforms such as hypertext, tables, forms, lists, etc. are subject of the investigation. In particular, hybrid forms are considered in terms of their distribution and their specific processing modes. Due to the work results, reading at work can be assumed as priority in the context of activity of a professional situation, i.e. to cope with a specific task. This hypothesis is supported by further investigations, a curriculum analysis in the present study and by the analysis of typical occupational reading situations. In this case, it is worked out on what theoretical basis the manufacturing processes and in particular, the integration of multiple multimodal representation can be modeled. Furthermore, the development of a measuring instrument for students of vocational schools is outlined and analyzed globally. For this first alternative test are instruments and test procedures examined in terms of their fit relating to the previously worked out theoretical requirements. The design of the test instrument is explained and then the results of a larger quantitative empirical study at vocational schools in Hessen, Lower Saxony and Thuringia with regard to the test method and the Items are shown. Then the instrument is subjected to a first evaluation.Englisch
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