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Analyse der genderspezifischen Sprache in Stellenanzeigen am Beispiel des Tools „Scan Neutral“

Chernykh, Polina
Hrsg.: Bartsch, Sabine ; Gius, Evelyn ; Müller, Marcus ; Rapp, Andrea ; Weitin, Thomas (2024)
Analyse der genderspezifischen Sprache in Stellenanzeigen am Beispiel des Tools „Scan Neutral“.
doi: 10.26083/tuprints-00026663
Buch, Erstveröffentlichung, Verlagsversion

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die vorliegende Masterthesis befasst sich mit der genderspezifischen Sprache in Stellenanzeigen, die am Beispiel der Anwendung „Scan Neutral“ untersucht wird. Zahlreiche Studien haben bestätigt, dass ein ungünstig gewähltes, genderunsensibles Wording in den Stellenanzeigen zur Verringerung des Interesses an der ausgeschriebenen Stelle sowie zur Reduktion der Anzahl an Bewerbenden führen kann. Aus diesem Grund legen viele Unternehmen beim Akquirieren von neuen Mitarbeitenden einen besonderen Wert auf geschickt formulierte Stelleninserate.

So ist dies auch bei CGI – einem globalen Dienstleister für IT- und Geschäftsprozesse – der Fall. Um die Stellenausschreibungen für jede und jeden attraktiver und ansprechender zu gestalten und somit die Vielfalt in der IT-Branche zu stärken, wurde von einem CGI-Team am Standort München die Anwendung „Scan Neutral“ entwickelt. Das Tool überprüft Stellenanzeigen in Bezug auf den geschlechtergerechten Sprachgebrauch und schlägt anschließend gendergerechte Alternativen zu den identifizierten genderspezifischen Wörtern vor. Dabei ist es den Nutzenden überlassen, ob die Vorschläge angenommen und eingearbeitet werden. Somit stellt „Scan Neutral“ ein Tool dar, das eine Hilfestellung bei der Optimierung des Sprachgebrauchs leistet und die Arbeit an den geschlechtergerechten Formulierungen unterstützt. Die Anwendung verfolgt darüber hinaus das Ziel, das Bewusstsein für einen genderfairen Sprachgebrauch zu schaffen und zu schärfen.

Das Hauptziel der Masterthesis besteht darin, ein zuverlässiges linguistisch motiviertes Regelwerk für die deutschsprachige Version des Tools „Scan Neutral“ zu erstellen, das aus (gender)linguistischer Sicht begründet ist. Dafür wird ein theoretischer Rahmen erstellt, in dem zwei Kategorien der genderspezifischen Sprache – gegenderte sowie geschlechterstereotype Wörter – definiert sowie ihre Verwendung in Stellenanzeigen und ihre Wirkung auf das Zielpublikum analysiert werden. Auf dieser theoretischen Basis werden die linguistischen Grundlagen der deutschsprachigen Version der Anwendung überprüft. Des Weiteren werden die Funktionalitäten von „Scan Neutral“ getestet und mit denen von anderen Tools verglichen, um mögliche Schwachstellen von „Scan Neutral“ aufzudecken. Auf Basis der in der Arbeit gewonnenen Forschungsergebnisse werden notwendige Optimierungsvorschläge für „Scan Neutral“ und seine Funktionen abgeleitet und diskutiert.

Typ des Eintrags: Buch
Erschienen: 2024
Herausgeber: Bartsch, Sabine ; Gius, Evelyn ; Müller, Marcus ; Rapp, Andrea ; Weitin, Thomas
Autor(en): Chernykh, Polina
Art des Eintrags: Erstveröffentlichung
Titel: Analyse der genderspezifischen Sprache in Stellenanzeigen am Beispiel des Tools „Scan Neutral“
Sprache: Deutsch
Publikationsjahr: 16 Februar 2024
Ort: Darmstadt
Reihe: Digital Philology | Evolving Scholarship in Digital Philology
Band einer Reihe: 8
Kollation: IV, 116 Seiten
DOI: 10.26083/tuprints-00026663
URL / URN: https://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/26663
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die vorliegende Masterthesis befasst sich mit der genderspezifischen Sprache in Stellenanzeigen, die am Beispiel der Anwendung „Scan Neutral“ untersucht wird. Zahlreiche Studien haben bestätigt, dass ein ungünstig gewähltes, genderunsensibles Wording in den Stellenanzeigen zur Verringerung des Interesses an der ausgeschriebenen Stelle sowie zur Reduktion der Anzahl an Bewerbenden führen kann. Aus diesem Grund legen viele Unternehmen beim Akquirieren von neuen Mitarbeitenden einen besonderen Wert auf geschickt formulierte Stelleninserate.

So ist dies auch bei CGI – einem globalen Dienstleister für IT- und Geschäftsprozesse – der Fall. Um die Stellenausschreibungen für jede und jeden attraktiver und ansprechender zu gestalten und somit die Vielfalt in der IT-Branche zu stärken, wurde von einem CGI-Team am Standort München die Anwendung „Scan Neutral“ entwickelt. Das Tool überprüft Stellenanzeigen in Bezug auf den geschlechtergerechten Sprachgebrauch und schlägt anschließend gendergerechte Alternativen zu den identifizierten genderspezifischen Wörtern vor. Dabei ist es den Nutzenden überlassen, ob die Vorschläge angenommen und eingearbeitet werden. Somit stellt „Scan Neutral“ ein Tool dar, das eine Hilfestellung bei der Optimierung des Sprachgebrauchs leistet und die Arbeit an den geschlechtergerechten Formulierungen unterstützt. Die Anwendung verfolgt darüber hinaus das Ziel, das Bewusstsein für einen genderfairen Sprachgebrauch zu schaffen und zu schärfen.

Das Hauptziel der Masterthesis besteht darin, ein zuverlässiges linguistisch motiviertes Regelwerk für die deutschsprachige Version des Tools „Scan Neutral“ zu erstellen, das aus (gender)linguistischer Sicht begründet ist. Dafür wird ein theoretischer Rahmen erstellt, in dem zwei Kategorien der genderspezifischen Sprache – gegenderte sowie geschlechterstereotype Wörter – definiert sowie ihre Verwendung in Stellenanzeigen und ihre Wirkung auf das Zielpublikum analysiert werden. Auf dieser theoretischen Basis werden die linguistischen Grundlagen der deutschsprachigen Version der Anwendung überprüft. Des Weiteren werden die Funktionalitäten von „Scan Neutral“ getestet und mit denen von anderen Tools verglichen, um mögliche Schwachstellen von „Scan Neutral“ aufzudecken. Auf Basis der in der Arbeit gewonnenen Forschungsergebnisse werden notwendige Optimierungsvorschläge für „Scan Neutral“ und seine Funktionen abgeleitet und diskutiert.

Freie Schlagworte: digital philology, digital humanities, gender-specific language, geschlechterspezifische Sprache, job advertisements, Stellenanzeigen, corpus studies, digital linguistics, digitale Linguistik
Status: Verlagsversion
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-266638
Sachgruppe der Dewey Dezimalklassifikatin (DDC): 000 Allgemeines, Informatik, Informationswissenschaft > 000 Allgemeines, Wissenschaft
400 Sprache > 400 Sprache, Linguistik
400 Sprache > 420 Englisch
400 Sprache > 430 Deutsch
800 Literatur > 800 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
800 Literatur > 820 Englische Literatur
800 Literatur > 830 Deutsche Literatur
Fachbereich(e)/-gebiet(e): 02 Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
02 Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften > Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft
02 Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften > Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft > Germanistik - Computerphilologie und Mediävistik
Hinterlegungsdatum: 16 Feb 2024 13:04
Letzte Änderung: 21 Feb 2024 06:54
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