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Wie verändern Ganzheitliche Produktionssysteme das Verarbeitende Gewerbe? Zur betrieblichen Wirkung eines Reorganisationsprogrammes zwischen organisatorischer Innovation, Macht und Fassade

Diekmann, Janis (2017):
Wie verändern Ganzheitliche Produktionssysteme das Verarbeitende Gewerbe? Zur betrieblichen Wirkung eines Reorganisationsprogrammes zwischen organisatorischer Innovation, Macht und Fassade.
Darmstadt, Technische Universität,
[Ph.D. Thesis]

Abstract

Mit der Einführung des Daimler-Chrysler-Produktionssystems 1999 begann im Verarbeitenden Gewerbe eine Diskussion um "`Ganzheitliche Produktionssysteme"' (GPS), die als Reorganisationsprogramm die bestehenden Lean-Ansätze bündeln und weiterentwickeln sollten. Diese Arbeit unternimmt es, das Reorganisationsprogramm GPS zu erfassen und in seiner betrieblichen Wirkung empirisch zu untersuchen. Dazu werden die Untersuchungsdimensionen organisatorische Innovation, Macht und Fassade simultan analysiert. Aus der Kombination von zwei quantitativen und zwei qualitativen Teilerhebungen ergibt sich erstmalig ein vollständiges Bild von GPS im Verarbeitenden Gewerbe. Unter Rückgriff auf repräsentative Daten wird ein Kern von 7,5% der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sichtbar, die das Reorganisationsprogramm umfassend anwenden und dadurch auch eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit erreichen. Dem stehen 22% der Betriebe gegenüber, die GPS symbolisch nach außen repräsentieren, aber nach innen nicht umsetzen. Dieses Ergebnis wird mit zwei Intensivfallstudien sowie Experteninterviews weiter ausgeleuchtet. GPS wird dabei in seinen betrieblichen Aneignungsprozessen analysiert. Mit einer Befragung von über 700 Betriebsräten wird zudem sichtbar, dass die GPS-Einführung zu einer mikropolitischen Bühne wird, in der die Akteurskonstellation Einfluss auf die Art der Umsetzung und damit auch auf die Folgen für die Beschäftigten hat. Ein Ausblick auf die Weiterentwicklung von GPS, insbesondere im Hinblick auf die Industrie 4.0, beschließt die Arbeit.

Item Type: Ph.D. Thesis
Erschienen: 2017
Creators: Diekmann, Janis
Title: Wie verändern Ganzheitliche Produktionssysteme das Verarbeitende Gewerbe? Zur betrieblichen Wirkung eines Reorganisationsprogrammes zwischen organisatorischer Innovation, Macht und Fassade
Language: German
Abstract:

Mit der Einführung des Daimler-Chrysler-Produktionssystems 1999 begann im Verarbeitenden Gewerbe eine Diskussion um "`Ganzheitliche Produktionssysteme"' (GPS), die als Reorganisationsprogramm die bestehenden Lean-Ansätze bündeln und weiterentwickeln sollten. Diese Arbeit unternimmt es, das Reorganisationsprogramm GPS zu erfassen und in seiner betrieblichen Wirkung empirisch zu untersuchen. Dazu werden die Untersuchungsdimensionen organisatorische Innovation, Macht und Fassade simultan analysiert. Aus der Kombination von zwei quantitativen und zwei qualitativen Teilerhebungen ergibt sich erstmalig ein vollständiges Bild von GPS im Verarbeitenden Gewerbe. Unter Rückgriff auf repräsentative Daten wird ein Kern von 7,5% der Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sichtbar, die das Reorganisationsprogramm umfassend anwenden und dadurch auch eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit erreichen. Dem stehen 22% der Betriebe gegenüber, die GPS symbolisch nach außen repräsentieren, aber nach innen nicht umsetzen. Dieses Ergebnis wird mit zwei Intensivfallstudien sowie Experteninterviews weiter ausgeleuchtet. GPS wird dabei in seinen betrieblichen Aneignungsprozessen analysiert. Mit einer Befragung von über 700 Betriebsräten wird zudem sichtbar, dass die GPS-Einführung zu einer mikropolitischen Bühne wird, in der die Akteurskonstellation Einfluss auf die Art der Umsetzung und damit auch auf die Folgen für die Beschäftigten hat. Ein Ausblick auf die Weiterentwicklung von GPS, insbesondere im Hinblick auf die Industrie 4.0, beschließt die Arbeit.

Place of Publication: Darmstadt
Divisions: 02 Department of History and Social Science > Institut für Soziologie
02 Department of History and Social Science
Date Deposited: 01 Oct 2017 19:55
Official URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6444
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-64440
Referees: Schmiede, Prof. Dr. Rudi ; Boes, Prof. Dr. Andreas
Refereed / Verteidigung / mdl. Prüfung: 14 September 2017
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language

When Daimler-Chrysler introduced its production system in 1999, it triggered a discussion about company-specific lean production systems (German: Ganzheitliche Produktionssysteme, GPS for short; literal translation: holistic production systems). As reorganization programs, they are designed to combine existing lean approaches and to develop them further. This thesis conducts empirical research on the operational impact of a GPS reorganization program. To this end, the analytical criteria of organizational innovation, influence and facade are being examined simultaneously. Combining two quantitative and two qualitative surveys, for the first time we gain a complete picture of GPS in the context of the manufacturing sector. Using representative data, it becomes apparent that there is a core of 7,5% of manufacturing sites who use the reorganization program to a large extent and thereby improve their competitiveness. This stands in contrast with another 22% of manufacturing sites, where GPS is represented externally, but not implemented internally. This finding is explored further by using intensive case studies and expert interviews. By doing so, GPS is analyzed in terms of its operational appropriation processes. Additionally, a survey of more than 700 shop stewards shows that the introduction of GPS turns into a micropolitical stage. There, the constellation of players influences how GPS is implemented and thus how it impacts employees. The conclusion of the thesis gives an outlook on the further development of GPS, with particular focus on industry 4.0.

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