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Entwicklung einer auf Kennzahlen gestützten risikoorientierten Bewertungsmethode zur Rehabilitationsplanung des Verteilungssystems der FWF

Matthé, Maurice Julian :
Entwicklung einer auf Kennzahlen gestützten risikoorientierten Bewertungsmethode zur Rehabilitationsplanung des Verteilungssystems der FWF.
[Online-Edition: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6102]
Technische Universität , Darmstadt
[Masterarbeit], (2017)

Offizielle URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6102

Kurzbeschreibung (Abstract)

Zur Sicherstellung der hochwertigen und störungsfreien Trinkwasserversorgung auch für zukünftige Generationen sind Wasserversorgungsunternehmen dazu aufgefordert, den technisch guten Zustand der Versorgungssysteme aufrecht zu erhalten. Um dieser Aufgabe und den zunehmend komplexer werdenden Anforderungen in der Wasserwirtschaft gerecht zu werden, erstellt die Fernwasserversorgung Franken (FWF) die „FWF-Studie 2040“ zur Instandhaltungs- und Investitionsplanung der nächsten 20 Jahre. In diesem Rahmen soll ebenso der zukünftige Rehabilitationsbedarf im über 1.000 Kilometer langen Rohrleitungssystem ermittelt und in eine optimierte Planung eingegliedert werden. In Anlehnung an diesen Teil der Studie ist es das Ziel dieser Masterarbeit, eine Bewertungsmethode zur Ermittlung und Priorisierung des Rehabilitationsbedarfs zu entwickeln. Für die Bewertung des aktuellen Zustands und dessen örtliche Differenzierung, wird ein unternehmensinterner Kennzahlenvergleich der neun Versorgungsbereiche mit ausgewählten Kennzahlen und Strukturmerkmalen durchgeführt. Der zweite Teil zur Beurteilung des technischen Zustands erfolgt über eine GIS-gestützte Risikobewertung des Rohrleitungssystems. Hierzu werden Bewertungskriterien zur Eintrittswahrscheinlichkeit von Rohrleitungsschäden sowie dem damit verbundenen Schadensausmaß ausgewählt, definiert und angewandt. Der auf diesen zwei Ebenen angelegte Bewertungsansatz ermöglicht die Berücksichtigung unternehmensinterner und -externer Einfluss- und Planungsfaktoren. Zukünftige Entwicklungen werden außerdem in Form einer Wasserbedarfsprognose berücksichtigt, die ebenfalls einen Teil dieser Arbeit darstellt. Über die Auswertung des Kennzahlenvergleichs, der Wassermengenbilanz sowie der Wasserbedarfsprognose werden Wirkungsmechanismen sichtbar gemacht und Versorgungsbereiche identifiziert, in denen ein erhöhter Rehabilitationsbedarf zu erwarten ist. Mit Hilfe der GIS-gestützten Risikobewertung erfolgt eine Konkretisierung des Rehabilitationsbedarfs auf Ebene der Leitungsabschnitte. Abschließend werden die Ergebnisse durch einen Abgleich verifiziert. Die aggregierten Ergebnisse aus der Risikobewertung werden in Kombination mit den Kennzahlenergebnissen auf Ebene der Versorgungsbereiche zur Festlegung einer priorisierten, mittelfristigen Erneuerungsplanung der Rohrleitungen herangezogen. Auf Basis der Ergebnisse und der unternehmensspezifischen, strategischen Reha-Rate wird der Rehabilitationsbedarf je Versorgungsbereich quantifiziert. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die oben beschriebene Methode eine zusätzliche Dimension der Bewertung für die Rehabilitationsplanung ermöglicht. Die Ergebnisse können somit als Grundlage für die weitere Planung in die FWF-Studie 2040 integriert werden.

Typ des Eintrags: Masterarbeit
Erschienen: 2017
Autor(en): Matthé, Maurice Julian
Titel: Entwicklung einer auf Kennzahlen gestützten risikoorientierten Bewertungsmethode zur Rehabilitationsplanung des Verteilungssystems der FWF
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Zur Sicherstellung der hochwertigen und störungsfreien Trinkwasserversorgung auch für zukünftige Generationen sind Wasserversorgungsunternehmen dazu aufgefordert, den technisch guten Zustand der Versorgungssysteme aufrecht zu erhalten. Um dieser Aufgabe und den zunehmend komplexer werdenden Anforderungen in der Wasserwirtschaft gerecht zu werden, erstellt die Fernwasserversorgung Franken (FWF) die „FWF-Studie 2040“ zur Instandhaltungs- und Investitionsplanung der nächsten 20 Jahre. In diesem Rahmen soll ebenso der zukünftige Rehabilitationsbedarf im über 1.000 Kilometer langen Rohrleitungssystem ermittelt und in eine optimierte Planung eingegliedert werden. In Anlehnung an diesen Teil der Studie ist es das Ziel dieser Masterarbeit, eine Bewertungsmethode zur Ermittlung und Priorisierung des Rehabilitationsbedarfs zu entwickeln. Für die Bewertung des aktuellen Zustands und dessen örtliche Differenzierung, wird ein unternehmensinterner Kennzahlenvergleich der neun Versorgungsbereiche mit ausgewählten Kennzahlen und Strukturmerkmalen durchgeführt. Der zweite Teil zur Beurteilung des technischen Zustands erfolgt über eine GIS-gestützte Risikobewertung des Rohrleitungssystems. Hierzu werden Bewertungskriterien zur Eintrittswahrscheinlichkeit von Rohrleitungsschäden sowie dem damit verbundenen Schadensausmaß ausgewählt, definiert und angewandt. Der auf diesen zwei Ebenen angelegte Bewertungsansatz ermöglicht die Berücksichtigung unternehmensinterner und -externer Einfluss- und Planungsfaktoren. Zukünftige Entwicklungen werden außerdem in Form einer Wasserbedarfsprognose berücksichtigt, die ebenfalls einen Teil dieser Arbeit darstellt. Über die Auswertung des Kennzahlenvergleichs, der Wassermengenbilanz sowie der Wasserbedarfsprognose werden Wirkungsmechanismen sichtbar gemacht und Versorgungsbereiche identifiziert, in denen ein erhöhter Rehabilitationsbedarf zu erwarten ist. Mit Hilfe der GIS-gestützten Risikobewertung erfolgt eine Konkretisierung des Rehabilitationsbedarfs auf Ebene der Leitungsabschnitte. Abschließend werden die Ergebnisse durch einen Abgleich verifiziert. Die aggregierten Ergebnisse aus der Risikobewertung werden in Kombination mit den Kennzahlenergebnissen auf Ebene der Versorgungsbereiche zur Festlegung einer priorisierten, mittelfristigen Erneuerungsplanung der Rohrleitungen herangezogen. Auf Basis der Ergebnisse und der unternehmensspezifischen, strategischen Reha-Rate wird der Rehabilitationsbedarf je Versorgungsbereich quantifiziert. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die oben beschriebene Methode eine zusätzliche Dimension der Bewertung für die Rehabilitationsplanung ermöglicht. Die Ergebnisse können somit als Grundlage für die weitere Planung in die FWF-Studie 2040 integriert werden.

Ort: Darmstadt
Fachbereich(e)/-gebiet(e): 13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Institut IWAR - Wasser- und Abfalltechnik, Umwelt- und Raumplanung
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Institut IWAR - Wasser- und Abfalltechnik, Umwelt- und Raumplanung > Fachgebiet Wasserversorgung und Grundwasserschutz
Hinterlegungsdatum: 02 Apr 2017 19:55
Offizielle URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/6102
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-61028
Gutachter / Prüfer: Urban, Prof. Wilhelm
Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 16 Januar 2017
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