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Hinweise für die Entwicklung von Verfahren zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertung von Straßenbaumaßnahmen

Dieleman, Owen (2016)
Hinweise für die Entwicklung von Verfahren zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertung von Straßenbaumaßnahmen.
Technische Universität Darmstadt
Dissertation, Erstveröffentlichung

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die begrenzten finanziellen Mittel für die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen erfordern Entscheidungen über die Finanzierbarkeit von realisierungswürdigen Vorhaben. Diese Entscheidungsfindung wird in der Regel auf Grundlage von geordneten Dringlichkeits-bewertungsverfahren vollzogen, die aber meist getrennt nach Maßnahmenarten erfolgen. Eine wesentliche Voraussetzung für die nutzenoptimierte Allokation der begrenzten Finanzmittel ist aber ein maßnahmenartübergreifender Bewertungsansatz. Dieser erfordert die vergleichende Bewertung einer großen Anzahl von Maßnahmen mit unterschiedlichen Wirkungsweisen und Wirkungsintensitäten sowie heterogenen und zum Teil unsicheren Datengrundlagen. Eine direkte Übertragung von etablierten Verfahren zur Dringlichkeitsbewertung auf maßnahmenart¬übergreifende Betrachtungen ist aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nicht möglich. Auch fehlen anerkannte Vorgaben für die Entwicklung von geeigneten Verfahren.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erarbeitung von allgemeingültigen, praxisorientierten Hinweisen für die Entwicklung von Verfahren zur Dringlichkeitsbewertung, die eine maßnahmenartübergreifende Bewertung von Maßnahmen zur Erhaltung, Modernisierung und kapazitativen Erweiterung der Straßeninfrastruktur unter Budgetrestriktionen ermöglichen. Die Arbeit soll damit zu einer nachhaltigeren Verwendung von begrenzten Finanzmitteln bei Erhaltung und Ausbau von Straßennetzen beitragen.

Zunächst wird der Kontext analysiert, in dem solche Verfahren entwickelt und eingesetzt werden. Anschließend werden grundlegende Anforderungen an eine geordnete Entscheidungsfindung dargestellt. Nach der Analyse von anerkannten und erprobten Bewertungsverfahren werden ungeklärte und typische Aufgabenstellungen für die Entwicklung von Verfahren zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertungen von Straßenbaumaßnahmen identifiziert. Schließlich werden auf diesen Grundlagen praxisorientierte Hinweise für die Verfahrens¬entwicklung formuliert. Dazu werden Verfahrensziele und -anforderungen abgeleitet und ausgewählte Ansätze für die Verfahrensentwicklung auf allgemeingültiger Ebene ausgearbeitet und operationalisiert. Hierbei gehen Erfahrungen ein, die bei der Entwicklung und mehrmaligen Anwendung eines Verfahrens zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertung in der Praxis gesammelt wurden.

Als Ergebnis wird eine Grundkonzeption für ein Verfahren dargestellt, das die Sicherstellung der Verfahrensziele und -anforderungen unterstützt. Dazu werden Hinweise für die Entwicklung des Ziel- und Wirkungssystems, die Umsetzung der Zielgewichtung, die Festlegung des Betrachtungszeitraums und die Operationalisierung von Bewertungskriterien formuliert. Ansätze zur effizienten und robusten Strukturierung des Verfahrens und Hinweise für die Entwicklung von geeigneten Datenverarbeitungssystemen, Organisations- und Dokumentationsstrukturen werden dargestellt.

Die erarbeiteten Hinweise sind eine Ergänzung zu den bereits im Regelwerk verankerten Hinweisen zur Gestaltung von Entscheidungsverfahren und berücksichtigen zahlreiche zusätzliche Anforderungen. Nicht alle Aspekte der Verfahrensentwicklung konnten jedoch im Rahmen der vorliegenden Arbeit erschöpfend behandelt werden. Die verbleibenden weiteren Aufgaben zur Absicherung und Konkretisierung der gewonnenen Ergebnisse werden im Schlusskapitel der Arbeit dargestellt.

Typ des Eintrags: Dissertation
Erschienen: 2016
Autor(en): Dieleman, Owen
Art des Eintrags: Erstveröffentlichung
Titel: Hinweise für die Entwicklung von Verfahren zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertung von Straßenbaumaßnahmen
Sprache: Deutsch
Referenten: Boltze, Prof. Manfred ; Bald, Prof. J. Stefan
Publikationsjahr: 2016
Ort: Darmstadt
(Heft-)Nummer: V34
Reihe: Schriftenreihe des Instituts für Verkehr
Datum der mündlichen Prüfung: 20 Mai 2016
URL / URN: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/5570/25/Diss_Entwicklung...
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die begrenzten finanziellen Mittel für die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen erfordern Entscheidungen über die Finanzierbarkeit von realisierungswürdigen Vorhaben. Diese Entscheidungsfindung wird in der Regel auf Grundlage von geordneten Dringlichkeits-bewertungsverfahren vollzogen, die aber meist getrennt nach Maßnahmenarten erfolgen. Eine wesentliche Voraussetzung für die nutzenoptimierte Allokation der begrenzten Finanzmittel ist aber ein maßnahmenartübergreifender Bewertungsansatz. Dieser erfordert die vergleichende Bewertung einer großen Anzahl von Maßnahmen mit unterschiedlichen Wirkungsweisen und Wirkungsintensitäten sowie heterogenen und zum Teil unsicheren Datengrundlagen. Eine direkte Übertragung von etablierten Verfahren zur Dringlichkeitsbewertung auf maßnahmenart¬übergreifende Betrachtungen ist aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nicht möglich. Auch fehlen anerkannte Vorgaben für die Entwicklung von geeigneten Verfahren.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Erarbeitung von allgemeingültigen, praxisorientierten Hinweisen für die Entwicklung von Verfahren zur Dringlichkeitsbewertung, die eine maßnahmenartübergreifende Bewertung von Maßnahmen zur Erhaltung, Modernisierung und kapazitativen Erweiterung der Straßeninfrastruktur unter Budgetrestriktionen ermöglichen. Die Arbeit soll damit zu einer nachhaltigeren Verwendung von begrenzten Finanzmitteln bei Erhaltung und Ausbau von Straßennetzen beitragen.

Zunächst wird der Kontext analysiert, in dem solche Verfahren entwickelt und eingesetzt werden. Anschließend werden grundlegende Anforderungen an eine geordnete Entscheidungsfindung dargestellt. Nach der Analyse von anerkannten und erprobten Bewertungsverfahren werden ungeklärte und typische Aufgabenstellungen für die Entwicklung von Verfahren zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertungen von Straßenbaumaßnahmen identifiziert. Schließlich werden auf diesen Grundlagen praxisorientierte Hinweise für die Verfahrens¬entwicklung formuliert. Dazu werden Verfahrensziele und -anforderungen abgeleitet und ausgewählte Ansätze für die Verfahrensentwicklung auf allgemeingültiger Ebene ausgearbeitet und operationalisiert. Hierbei gehen Erfahrungen ein, die bei der Entwicklung und mehrmaligen Anwendung eines Verfahrens zur maßnahmenartübergreifenden Dringlichkeitsbewertung in der Praxis gesammelt wurden.

Als Ergebnis wird eine Grundkonzeption für ein Verfahren dargestellt, das die Sicherstellung der Verfahrensziele und -anforderungen unterstützt. Dazu werden Hinweise für die Entwicklung des Ziel- und Wirkungssystems, die Umsetzung der Zielgewichtung, die Festlegung des Betrachtungszeitraums und die Operationalisierung von Bewertungskriterien formuliert. Ansätze zur effizienten und robusten Strukturierung des Verfahrens und Hinweise für die Entwicklung von geeigneten Datenverarbeitungssystemen, Organisations- und Dokumentationsstrukturen werden dargestellt.

Die erarbeiteten Hinweise sind eine Ergänzung zu den bereits im Regelwerk verankerten Hinweisen zur Gestaltung von Entscheidungsverfahren und berücksichtigen zahlreiche zusätzliche Anforderungen. Nicht alle Aspekte der Verfahrensentwicklung konnten jedoch im Rahmen der vorliegenden Arbeit erschöpfend behandelt werden. Die verbleibenden weiteren Aufgaben zur Absicherung und Konkretisierung der gewonnenen Ergebnisse werden im Schlusskapitel der Arbeit dargestellt.

Alternatives oder übersetztes Abstract:
Alternatives AbstractSprache

Due to limited financial resources for road construction projects, decisions have to be made on their financial feasibility. This decision making process is usually performed on the basis of priority appraisal assessment procedures, which only take into account specific types of road construction projects. However, an optimised allocation of limited financial resources requires a comprehensive valuation approach, with comparative assessment of multiple types of road construction projects. This involves an assessment of a large number of projects with a wide range of impacts, based on heterogeneous and uncertain data bases. A direct transfer of established assessment approaches is not readily possible under these conditions. Established approaches for the development of suitable assessment procedures are not available.

This paper´s objective is the development of general applicable, practical guiding principles for the development of priority appraisal assessment procedures that allow for a comprehensive evaluation and selection of measures to preserve, modernise and extend road infrastructure while considering budget constraints. The work should thus contribute to a more sustainable use of limited financial resources in conjunction with maintenance and improvement of road networks.

Initially, the framework in which these appraisal assessments are implemented is analysed and basic requirements for an orderly decision-making process are discussed. Furthermore, generally accepted assessment procedures are evaluated. Open questions and typical tasks concerning the development of procedures for a comparative priority appraisal assessment of multiple types of road construction projects then are then identified. In conclusion practical guiding principles on the development of assessment procedures are formulated. Objectives and requirements are developed. Chosen approaches for the development of assessment procedures are worked out on a generally applicable level and operationalised. Practical experience gathered during the development and practical application of a comparative priority appraisal assessment of multiple types of road construction projects has been taken into account.

As a result, a basic concept for the assessment procedure is depicted that supports the given objectives and requirements. Guiding principles on development of the set of objectives and scope of impact determination, the implementation of weight-assignment, the definition of the time frame of evaluation and the operationalisation of evaluation criteria are formulated. Approaches for an efficient and robust sequencing of the assessment process and suggestions on appropriate data processing systems, working organisation and documentation are described.

The compiled set of guiding principles is supplementary to already existing guidelines for the design of decision-making procedures. The scope of this paper allows only for an introductory elaboration of several aspects of the development process, therefore problems remain to be solved in order to hedge and complete the stated results. These are specified at the conclusion of this paper.

Englisch
Freie Schlagworte: Verkehrsplanung, Bewertungsverfahren, Dringlichkeitsbewertung, Straßenbau
Schlagworte:
Einzelne SchlagworteSprache
traffic planning, appraisel procedures, priority appraisal, road planningEnglisch
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-55705
Sachgruppe der Dewey Dezimalklassifikatin (DDC): 600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften > 620 Ingenieurwissenschaften und Maschinenbau
Fachbereich(e)/-gebiet(e): 13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Verbund Institute für Verkehr > Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Verbund Institute für Verkehr
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Hinterlegungsdatum: 07 Aug 2016 19:55
Letzte Änderung: 24 Mai 2018 11:33
PPN:
Referenten: Boltze, Prof. Manfred ; Bald, Prof. J. Stefan
Datum der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 20 Mai 2016
Schlagworte:
Einzelne SchlagworteSprache
traffic planning, appraisel procedures, priority appraisal, road planningEnglisch
Export:
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