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Integration von Mobilitätsangeboten

Reiser, Andreas :
Integration von Mobilitätsangeboten.
TU Darmstadt
[Bachelorarbeit], (2013)

Kurzbeschreibung (Abstract)

Der Markt der Mobilitätsangebote ist in den vergangen Jahren durch eine starke Dynamik in Verbindung mit starkem Wachstum gekennzeichnet. Gerade im Bereich der öffentlichen Mobilitätsangebote wurden neben den konventionell angebotenen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi) etliche neue Kon-zepte wie das Car-Sharing, Fahrradverleihsysteme, die gezielte Vermittlung von Mitfahrangeboten sowie die Einführung eines Linienfernbusmarktes verwirklicht. Trotz dieser Entwicklungen ist das Mobilitäts-verhalten der Verkehrsteilnehmer in Deutschland noch immer durch eine Dominanz des Privat-PKW ge-kennzeichnet. Dies bringt allerdings einige Probleme mit sich: Die steigende Inanspruchnahme der Ver-kehrsinfrastruktur durch individuelle Verkehrsmittel (sowohl ruhender als auch fließender Verkehr), die Vernachlässigung der gesellschaftlichen und politischen Verpflichtung ökologisch-nachhaltigen Handelns und ansteigende Rohölpreise bei immer knapperen Ressourcen sind einige Beispiele. Parallel zu diesen durch den Individualverkehr verursachten Problemen sieht sich auch der öffentliche Verkehr vor Herausforderungen gestellt. So sind sowohl der demographische Wandel in der Gesellschaft als auch die Abwanderung aus dem ländlichen Raum Entwicklungen, die ein Umdenken erfordern, damit der öffentliche Verkehr weiterhin seine Funktion der Daseinsvorsorge erfüllen kann. Daneben steht die Verknappung fossiler Energien, welche im Zusammenhang mit der Energiewende eine Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung von Elektromobilität, gerade auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs, er-fordert. Im Zentrum dieser Überlegungen steht das Konzept der „multimodalen Mobilität“, das durch regelmäßige Nutzung aller Arten von Verkehrsmitteln innerhalb eines Zeitraumes oder gar eines Weges gekennzeich-net ist. Dieses Konzept erfordert die Integration verschiedener, vor Allem aber innovativer Mobilitätsan-gebote in das bestehende System des öffentlichen Verkehrs, welcher das Zentrum des Konzeptes bildet. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Arbeit das Ziel verfolgt, Potenziale für eine verbesserte Integration von Mobilitätsangeboten zu identifizieren. Dazu werden zunächst die bestehenden Verknüp-fungen von Mobilitätsangeboten in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. Diese Untersu-chung erfolgt systematisch nach verschiedenen Ebenen der Integration von Mobilitätsangeboten, die wie folgt klassifiziert werden können: Infrastruktur, Betrieb, Tarife, Ticketing sowie Informations- und Bu-chungssysteme. Des Weiteren werden die Verknüpfungen nach organisatorisch-institutionellen Gesichts-punkten untersucht. Zur veranschaulichenden Darstellung der bestehenden Angebotsverknüpfungen wer-den verschiedene Matrizen erarbeitet, die als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen. Die ermittelten Verknüpfungen werden in einem nächsten Schritt einer Bewertung unterzogen. Anhand ausgewählter, gewichteter Kriterien werden dabei sowohl Anforderungen aus Perspektive des Betreibers als auch des Nutzers berücksichtigt. Diese Bewertung dient im Folgenden der Ermittlung von Verbesse-rungspotenzialen auf den jeweiligen Ebenen. Ziel dieses Schrittes ist es, die Bereiche mit besonders gro-ßem Potenzial zu identifizieren und mögliche Entwicklungsansätze darzustellen. Des Weiteren werden aufgrund der Zusammenarbeit mit der DB Regio AG im Bereich des Fernbusverkehrs sowohl spezifische Verbesserungspotenziale als auch mögliche Ansätze einer Integration für bislang noch unverknüpfte An-gebote ermittelt und, sofern möglich, bewertet. Im Ergebnis zeigt sich, dass viele Mobilitätsangebote bereits durch Verknüpfungen auf verschiedenen Ebenen gekennzeichnet sind, wobei die Intensität der Verknüpfung stark variiert. Besonders der Bereich des Fernbusverkehrs sowie die Bedarfsangebote im Nahverkehr sind jedoch durch eine Vielzahl von Ver-knüpfungen geprägt, in denen bislang noch keine Maßnahmen zur Integration von Mobilitätsangeboten umgesetzt worden sind. Die Bewertung der bestehenden Verknüpfungen ergibt, dass viele Integrationsan-sätze durch eine gute oder sehr gute Umsetzung gekennzeichnet sind. Dennoch sind nahezu alle beste-henden Verknüpfungen durch Potenziale, zum Teil in sehr hoher Ausprägung, gekennzeichnet. Insbeson-dere Mobilitätskarten im Bereich des Ticketing, die Fahrradmitnahme als betriebliches Angebot, der ein-heitliche Tarif auf tariflicher Ebene sowie Auskunftssysteme auf Ebene der Informations- und Buchungs-systeme weisen hohe Potenziale in Bezug auf eine verbesserte Integration von Mobilitätsangeboten auf. Ferner ist bei den meisten sehr gut bewerteten Verknüpfungen eine räumliche Ausweitung oder einer Er-höhung des Integrationsgrades (Einbeziehen von mehr Angeboten) zu empfehlen. Mit Blick auf die orga-nisatorisch-institutionelle Verknüpfungsebene ist erkennbar, dass erhebliche Potenziale bestehen, da di-verse Verknüpfungen nur auf Basis bestehender unternehmerischer Kooperationen entwickelt und einge-führt werden können. Im Bereich des vergleichsweise neuen Marktes des Fernbus-Linienverkehrs fällt auf, dass auch hier viele Potenziale für die Umsetzung neuartiger Ansätze zur Integration von Mobilitätsangeboten vorhanden sind. Diese unterscheiden sich z. T. nur wenig von den verbesserten Integrationsansätzen generell, jedoch sind einige spezifische Verknüpfungen mit Potenzial ermittelt worden, die den Bereich des Fernbusver-kehrs sinnvoll mit anderen Mobilitätsangeboten verknüpfen. Bei der Beantwortung der Forschungsfragen fällt auf, dass im Bereich der barrierefreien Mobilität bereits viele Maßnahmen umgesetzt wurden, besonders mit Blick auf Informationssysteme allerdings noch Po-tenziale einer Verbesserung bestehen. Angesichts dieser Tatsache ist den durch den demographischen Wandel verursachten Herausforderungen durch potenzielle Ansätze künftig wirksam entgegenzuwirken. In Bezug auf die Integration der Elektromobilität besteht eine Vielzahl von Ansätzen, insbesondere im Be-reich des MIV und NMIV (z. B. Ladestationen für Elektroautos oder Pedelecs an Park- bzw. Abstellplät-zen). Aber auch öffentliche Fahrradverleihsysteme und das Car-Sharing bieten vielfältige Möglichkeiten einer Integration, bei denen die Nachteile der Elektromobilität (hoher Anschaffungspreis, kurze Reichwei-te) zu großen Teilen kompensiert werden können. Wichtig in Bezug auf die Sharing-Systeme ist vor allem die Integration auf tariflicher Basis. Für das Problem der abwandernden Bevölkerung im ländlichen Raum sind nur wenige Ansätze vorhanden, insbesondere in Verbindung mit Bedarfsangeboten stehende Integra-tionsansätze (z. B. als Informationssystem nutzbare Telefonzellen) sowie die Ergänzung durch Mitfahran-gebote im ländlichen Raum in Form einer tariflichen Integration zeigen jedoch, dass durchaus Potenziale bestehen. Bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Integration im ländlichen Raum sind je-weils die situativen Rahmenbedingungen (Bevölkerungsstruktur, potenzielle Nachfrage u. Ä.) zu berück-sichtigen. Durch die verbesserte Integration von Mobilitätsangeboten besteht die Möglichkeit, dem Nutzer ein kom-plettes, ebenen- und verkehrsmittelübergreifendes Konzept multimodaler Mobilität anzubieten, in dem der private PKW nicht mehr im Zentrum steht. Als Folge bestehen Potenziale einer Senkung des Privat-PKW Besitzes und somit auch einer Lösung über oben genannte damit einhergehende Probleme, wie z. B. die steigende Inanspruchnahme der Verkehrsinfrastruktur durch individuelle Verkehrsmittel. Mit Ausblick auf künftige Entwicklungen ist anzumerken, dass eine Integration von Mobilitätsangeboten nur dann wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn in der Gesellschaft ein Umdenken, weg vom eigenen PKW, hin zur Multimodalität, erfolgt. In diesem Zusammenhang bilden vor Allem junge Menschen die Zielgruppe, da ihr Mobilitätsverhalten oft nicht durch festgelegte Muster, insbesondere nicht durch den Privat-PKW, gekennzeichnet ist. Des Weiteren bilden politische Grundsatzentscheidungen über die Förderung multi-modaler Mobilitätsangebote die Basis künftiger Entwicklungen. Durch politische Festsetzungen, wie z. B. der steuerlichen Absetzbarkeit von Privat-PKW-Fahrten oder die Finanzierung der Integration neuartiger Mobilitätsangebote durch Fördergelder (z. B. die anfänglich kostenlose Nutzung von Fahrradverleihsys-temen) wird die Attraktivität einer Nutzung von Mobilitätsangeboten und somit das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer maßgeblich beeinflusst. Andreas Reiser September 2013

Typ des Eintrags: Bachelorarbeit
Erschienen: 2013
Autor(en): Reiser, Andreas
Titel: Integration von Mobilitätsangeboten
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Der Markt der Mobilitätsangebote ist in den vergangen Jahren durch eine starke Dynamik in Verbindung mit starkem Wachstum gekennzeichnet. Gerade im Bereich der öffentlichen Mobilitätsangebote wurden neben den konventionell angebotenen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Taxi) etliche neue Kon-zepte wie das Car-Sharing, Fahrradverleihsysteme, die gezielte Vermittlung von Mitfahrangeboten sowie die Einführung eines Linienfernbusmarktes verwirklicht. Trotz dieser Entwicklungen ist das Mobilitäts-verhalten der Verkehrsteilnehmer in Deutschland noch immer durch eine Dominanz des Privat-PKW ge-kennzeichnet. Dies bringt allerdings einige Probleme mit sich: Die steigende Inanspruchnahme der Ver-kehrsinfrastruktur durch individuelle Verkehrsmittel (sowohl ruhender als auch fließender Verkehr), die Vernachlässigung der gesellschaftlichen und politischen Verpflichtung ökologisch-nachhaltigen Handelns und ansteigende Rohölpreise bei immer knapperen Ressourcen sind einige Beispiele. Parallel zu diesen durch den Individualverkehr verursachten Problemen sieht sich auch der öffentliche Verkehr vor Herausforderungen gestellt. So sind sowohl der demographische Wandel in der Gesellschaft als auch die Abwanderung aus dem ländlichen Raum Entwicklungen, die ein Umdenken erfordern, damit der öffentliche Verkehr weiterhin seine Funktion der Daseinsvorsorge erfüllen kann. Daneben steht die Verknappung fossiler Energien, welche im Zusammenhang mit der Energiewende eine Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung von Elektromobilität, gerade auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs, er-fordert. Im Zentrum dieser Überlegungen steht das Konzept der „multimodalen Mobilität“, das durch regelmäßige Nutzung aller Arten von Verkehrsmitteln innerhalb eines Zeitraumes oder gar eines Weges gekennzeich-net ist. Dieses Konzept erfordert die Integration verschiedener, vor Allem aber innovativer Mobilitätsan-gebote in das bestehende System des öffentlichen Verkehrs, welcher das Zentrum des Konzeptes bildet. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Arbeit das Ziel verfolgt, Potenziale für eine verbesserte Integration von Mobilitätsangeboten zu identifizieren. Dazu werden zunächst die bestehenden Verknüp-fungen von Mobilitätsangeboten in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersucht. Diese Untersu-chung erfolgt systematisch nach verschiedenen Ebenen der Integration von Mobilitätsangeboten, die wie folgt klassifiziert werden können: Infrastruktur, Betrieb, Tarife, Ticketing sowie Informations- und Bu-chungssysteme. Des Weiteren werden die Verknüpfungen nach organisatorisch-institutionellen Gesichts-punkten untersucht. Zur veranschaulichenden Darstellung der bestehenden Angebotsverknüpfungen wer-den verschiedene Matrizen erarbeitet, die als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen. Die ermittelten Verknüpfungen werden in einem nächsten Schritt einer Bewertung unterzogen. Anhand ausgewählter, gewichteter Kriterien werden dabei sowohl Anforderungen aus Perspektive des Betreibers als auch des Nutzers berücksichtigt. Diese Bewertung dient im Folgenden der Ermittlung von Verbesse-rungspotenzialen auf den jeweiligen Ebenen. Ziel dieses Schrittes ist es, die Bereiche mit besonders gro-ßem Potenzial zu identifizieren und mögliche Entwicklungsansätze darzustellen. Des Weiteren werden aufgrund der Zusammenarbeit mit der DB Regio AG im Bereich des Fernbusverkehrs sowohl spezifische Verbesserungspotenziale als auch mögliche Ansätze einer Integration für bislang noch unverknüpfte An-gebote ermittelt und, sofern möglich, bewertet. Im Ergebnis zeigt sich, dass viele Mobilitätsangebote bereits durch Verknüpfungen auf verschiedenen Ebenen gekennzeichnet sind, wobei die Intensität der Verknüpfung stark variiert. Besonders der Bereich des Fernbusverkehrs sowie die Bedarfsangebote im Nahverkehr sind jedoch durch eine Vielzahl von Ver-knüpfungen geprägt, in denen bislang noch keine Maßnahmen zur Integration von Mobilitätsangeboten umgesetzt worden sind. Die Bewertung der bestehenden Verknüpfungen ergibt, dass viele Integrationsan-sätze durch eine gute oder sehr gute Umsetzung gekennzeichnet sind. Dennoch sind nahezu alle beste-henden Verknüpfungen durch Potenziale, zum Teil in sehr hoher Ausprägung, gekennzeichnet. Insbeson-dere Mobilitätskarten im Bereich des Ticketing, die Fahrradmitnahme als betriebliches Angebot, der ein-heitliche Tarif auf tariflicher Ebene sowie Auskunftssysteme auf Ebene der Informations- und Buchungs-systeme weisen hohe Potenziale in Bezug auf eine verbesserte Integration von Mobilitätsangeboten auf. Ferner ist bei den meisten sehr gut bewerteten Verknüpfungen eine räumliche Ausweitung oder einer Er-höhung des Integrationsgrades (Einbeziehen von mehr Angeboten) zu empfehlen. Mit Blick auf die orga-nisatorisch-institutionelle Verknüpfungsebene ist erkennbar, dass erhebliche Potenziale bestehen, da di-verse Verknüpfungen nur auf Basis bestehender unternehmerischer Kooperationen entwickelt und einge-führt werden können. Im Bereich des vergleichsweise neuen Marktes des Fernbus-Linienverkehrs fällt auf, dass auch hier viele Potenziale für die Umsetzung neuartiger Ansätze zur Integration von Mobilitätsangeboten vorhanden sind. Diese unterscheiden sich z. T. nur wenig von den verbesserten Integrationsansätzen generell, jedoch sind einige spezifische Verknüpfungen mit Potenzial ermittelt worden, die den Bereich des Fernbusver-kehrs sinnvoll mit anderen Mobilitätsangeboten verknüpfen. Bei der Beantwortung der Forschungsfragen fällt auf, dass im Bereich der barrierefreien Mobilität bereits viele Maßnahmen umgesetzt wurden, besonders mit Blick auf Informationssysteme allerdings noch Po-tenziale einer Verbesserung bestehen. Angesichts dieser Tatsache ist den durch den demographischen Wandel verursachten Herausforderungen durch potenzielle Ansätze künftig wirksam entgegenzuwirken. In Bezug auf die Integration der Elektromobilität besteht eine Vielzahl von Ansätzen, insbesondere im Be-reich des MIV und NMIV (z. B. Ladestationen für Elektroautos oder Pedelecs an Park- bzw. Abstellplät-zen). Aber auch öffentliche Fahrradverleihsysteme und das Car-Sharing bieten vielfältige Möglichkeiten einer Integration, bei denen die Nachteile der Elektromobilität (hoher Anschaffungspreis, kurze Reichwei-te) zu großen Teilen kompensiert werden können. Wichtig in Bezug auf die Sharing-Systeme ist vor allem die Integration auf tariflicher Basis. Für das Problem der abwandernden Bevölkerung im ländlichen Raum sind nur wenige Ansätze vorhanden, insbesondere in Verbindung mit Bedarfsangeboten stehende Integra-tionsansätze (z. B. als Informationssystem nutzbare Telefonzellen) sowie die Ergänzung durch Mitfahran-gebote im ländlichen Raum in Form einer tariflichen Integration zeigen jedoch, dass durchaus Potenziale bestehen. Bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen der Integration im ländlichen Raum sind je-weils die situativen Rahmenbedingungen (Bevölkerungsstruktur, potenzielle Nachfrage u. Ä.) zu berück-sichtigen. Durch die verbesserte Integration von Mobilitätsangeboten besteht die Möglichkeit, dem Nutzer ein kom-plettes, ebenen- und verkehrsmittelübergreifendes Konzept multimodaler Mobilität anzubieten, in dem der private PKW nicht mehr im Zentrum steht. Als Folge bestehen Potenziale einer Senkung des Privat-PKW Besitzes und somit auch einer Lösung über oben genannte damit einhergehende Probleme, wie z. B. die steigende Inanspruchnahme der Verkehrsinfrastruktur durch individuelle Verkehrsmittel. Mit Ausblick auf künftige Entwicklungen ist anzumerken, dass eine Integration von Mobilitätsangeboten nur dann wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn in der Gesellschaft ein Umdenken, weg vom eigenen PKW, hin zur Multimodalität, erfolgt. In diesem Zusammenhang bilden vor Allem junge Menschen die Zielgruppe, da ihr Mobilitätsverhalten oft nicht durch festgelegte Muster, insbesondere nicht durch den Privat-PKW, gekennzeichnet ist. Des Weiteren bilden politische Grundsatzentscheidungen über die Förderung multi-modaler Mobilitätsangebote die Basis künftiger Entwicklungen. Durch politische Festsetzungen, wie z. B. der steuerlichen Absetzbarkeit von Privat-PKW-Fahrten oder die Finanzierung der Integration neuartiger Mobilitätsangebote durch Fördergelder (z. B. die anfänglich kostenlose Nutzung von Fahrradverleihsys-temen) wird die Attraktivität einer Nutzung von Mobilitätsangeboten und somit das Mobilitätsverhalten der Verkehrsteilnehmer maßgeblich beeinflusst. Andreas Reiser September 2013

Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Verkehr > Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Verkehr
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering
Hinterlegungsdatum: 04 Apr 2016 11:29
Gutachter / Prüfer: Boltze, Prof. Dr. Manfred ; Krüger, Dipl. Ing. Philip
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
The market of mobility supplies is characterized by a strong dynamic in connection with a huge growth during the last years. Especially in the sector of public mobility supplies, various new concepts such as car-sharing, bicycle rental systems, specific mediation of rideshare opportunities as well as the adoption of the scheduled long-distance bus market has established along with the conventional public transport (bus, train, taxi). Despite these developments the mobility behavior of the road users in Germany is still domi-nated by the private car. This fact certainly presents several problems: the increasing use of the traffic in-frastructure by individual means of transportation (stationary as well as moving traffic), the neglect of the social and political commitment of ecologically sustainable action and rising crude oil prices caused by consistently decreasing resources are some examples. In addition to these problems caused by the individual traffic, the public traffic is facing challenge as well. Not only the demographically change in our society, but also the migration from rural regions are devel-opments which require a rethinking to enable the public transport to get on with its function of the public service. Also, there is a shortage of fossil fuels which demands an implementation of measures to support electro mobility especially related to the public traffic. The focus of these suggestions is the concept of the “multimodal mobility” which is identified by constant use of all different means of transportation during a certain period of time or even within a route. This concept demands the integration of different, but mainly innovative mobility offers, which can be included into the existent system of the public traffic. Therefore, the public traffic builds the main part of this concept. Considering this situation, the dissertation on hand focuses on identifying potentials for an improved in-tegration of mobility offers. For this purpose the existing linkage of mobility supports in Germany, Austria and Switzerland are evaluated. This investigation is build up systematically into different sections of inte-gration of mobility offers which can be classified as follows: infrastructure, operation, scales, ticketing as well as information and booking systems. Furthermore, the connections are examined regarding organiza-tional-institutional aspects. To illustrate the existing connections of supplies, matrixes are used, which establish the basis for the further approach. The next step is an evaluation of the determined linkages. Using selective, assessed criteria, the require-ments from the perspective of the operator as well as the one of the user are considered. This evaluation leads to the determination of potential to improve on the respective sections. The aim of this step is to identify sections with particularly significant potential and to present possible development attempts. Due to the cooperation with the “DB Regio AG” in the section of long-distance bus services, both, specific room for improvement and possible approaches of an integration for so far unlinked offers, are determined and, if procurable, also evaluated. The result shows that lots of mobility offers are already characterized by being connected in different sec-tions, whereby the intensity of these connections varies greatly. Especially the section of long distance bus such as offers of demand in the short-distance traffic however are affected by a multitude of con-nections, in which no measures to integrate mobility offers were implemented yet. The evaluation of the existing connections shows that many approaches to integration are characterized by a well or very well implementation. Nevertheless nearly all existing connections are characterized by potentials, partly in a very high form. Especially mobility cards in the area of ticketing, the carriage of bicycles as an operational offer, the uniform rate on a tariff section such as information systems on the section of information and booking systems show high potentials in relation to an improved integration of mobility supplies. Moreo-ver at most of the very well evaluated connections a spatial extension or an increasing degree of integra-tion (Inclusion of multiple offers) is advisable. With a view to the organizational-institutional section it is recognizable that there are considerable potentials as various connections only can be developed and in-cluded on basis of existing business cooperation. In the area of the comparative new market of scheduled long-distance busses it is striking, that even in this sector there are many potentials for the realization of new approaches to integrate mobility offers. They partly differ only a little from the improved approaches of integration in general, but some specific connections with potential were determined, which connect the area of the long-distance traffic with oth-er mobility supplies. In replying the research questions it is striking, that many measures in the area of barrier-free mobility have already been implemented, but focusing the information system there still are potentials of an im-provement. In view of this fact it is possible to counteract effectively against the challenges caused by the demographic change by means of potential approaches. In relation to the integration of electro mobility there consists a variety of approaches, especially in the area of mobile individual traffic and non-mobile individual traffic (e.g. charging stations for e-cars or pedelecs at parking space). But also public bicycle rental systems and car sharing offer diverse possibilities of an integration which can almost compensate the disadvantages of the electric mobility (high price of purchase, short range). With regard to the sharing systems particularly the integration on a tariff basis is important. There are only a few approaches present for the problem of migrating population in rural regions. Especially integration approaches in connection with offers of demand (e.g. phone boxes usable as an information system) such as the supplement by car-pooling-offers in rural areas in form of tariff integration does however show that there is potential. With the planning and implementation of measures of the integration in rural areas the situational conditions (population structure, potential demand etc.) are to be considered. Due to the improved integration of mobility offers the possibility exists to offer a complete, section and traffic spanning concept of multimodal mobility to the user in which the private car does not form the center. As a consequence there is potential of the reduction of the private car possession and therefore also a solution to the above-mentioned problems such as the increasing claiming of the traffic infrastruc-ture by individual means of transportation. With a view to the development in future it is to be said that an integration of mobility supplies only makes economic sense if the society reaches a rethinking: away from the private car, towards multimodal-ity. In this relation mainly young people form the target group, as their mobility behavior often is not in-fluenced by defined patterns and especially not by private car. Additionally political fundamental deci-sions on the promotion of multimodal mobility supplies are the basis of the development in future. Due to political fixations such as tax deductibility of private car drives or the financing of the integration of new mobility offers by aid money (e.g. the initial free use of bicycle rental systems) the attractiveness of using mobility supplies and thus the mobility behavior of the road users is significantly influenced. Andreas Reiser September 2013Englisch
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