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Analyse der Wirksamkeit von Umweltzonen hinsichtlich Feinstaub- und Stickstoffoxidkonzentrationen

Boltze, Manfred and Jiang, Wei and Groer, Stefan and Scheuvens, Dirk (2014):
Analyse der Wirksamkeit von Umweltzonen hinsichtlich Feinstaub- und Stickstoffoxidkonzentrationen.
In: Straßenverkehrstechnik, (4), Bonn-Bad Godesberg : Kirschbaum-Verlag, pp. 219-228, ISSN 0039-2219, [Online-Edition: http://www.verkehr.tu-darmstadt.de/media/verkehr/fgvv/prof_b...],
[Article]

Abstract

In vielen deutschen Staedten wurden seit dem Jahr 2008 Umweltzonen als Massnahme des Verkehrsmanagements zur Verbesserung der Luftqualitaet und zum Schutz der Gesundheit der Bevoelkerung eingefuehrt. Der Beitrag analysiert die Effektivitaet von Umweltzonen anhand von statistischen Untersuchungen von Daten zur Schadstoffkonzentration von Luftmessstationen in Deutschland aus den Jahren 2002 bis 2012. Die Ergebnisse zeigen, dass die PM10-Konzentration an Stationen in Umweltzonen um durchschnittlich circa 2 Microgramm pro Kubikmeter staerker zurueckgegangen ist als an vergleichbaren Stationen ausserhalb von Umweltzonen. Die Anzahl an Tagen mit Grenzwertueberschreitungen ging gegenueber vergleichbaren Stationen ausserhalb von Umweltzonen um im Mittel neun zusaetzliche Tage zurueck. Leicht positive Effekte der Umweltzonen auf einem niedrigeren Signifikanzniveau konnten ebenfalls fuer die Stickoxidkonzentrationen beobachtet werden. Aussagen zur Wirkung auf die PM2,5-Konzentration konnten wegen Mangel an Daten nicht getroffen werden. Es kann festgestellt werden, dass die Einfuehrung von Umweltzonen sich positiv auf die Luftqualitaet ausgewirkt hat, insbesondere durch die Veraenderungen in der Fahrzeugflotte gilt dies auch fuer Bereiche ohne Umweltzone. Das Verbesserungspotenzial fuer weitere Umweltzonen ohne Weiterentwicklung dieser Massnahme erscheint jedoch gering.

Item Type: Article
Erschienen: 2014
Creators: Boltze, Manfred and Jiang, Wei and Groer, Stefan and Scheuvens, Dirk
Title: Analyse der Wirksamkeit von Umweltzonen hinsichtlich Feinstaub- und Stickstoffoxidkonzentrationen
Language: German
Abstract:

In vielen deutschen Staedten wurden seit dem Jahr 2008 Umweltzonen als Massnahme des Verkehrsmanagements zur Verbesserung der Luftqualitaet und zum Schutz der Gesundheit der Bevoelkerung eingefuehrt. Der Beitrag analysiert die Effektivitaet von Umweltzonen anhand von statistischen Untersuchungen von Daten zur Schadstoffkonzentration von Luftmessstationen in Deutschland aus den Jahren 2002 bis 2012. Die Ergebnisse zeigen, dass die PM10-Konzentration an Stationen in Umweltzonen um durchschnittlich circa 2 Microgramm pro Kubikmeter staerker zurueckgegangen ist als an vergleichbaren Stationen ausserhalb von Umweltzonen. Die Anzahl an Tagen mit Grenzwertueberschreitungen ging gegenueber vergleichbaren Stationen ausserhalb von Umweltzonen um im Mittel neun zusaetzliche Tage zurueck. Leicht positive Effekte der Umweltzonen auf einem niedrigeren Signifikanzniveau konnten ebenfalls fuer die Stickoxidkonzentrationen beobachtet werden. Aussagen zur Wirkung auf die PM2,5-Konzentration konnten wegen Mangel an Daten nicht getroffen werden. Es kann festgestellt werden, dass die Einfuehrung von Umweltzonen sich positiv auf die Luftqualitaet ausgewirkt hat, insbesondere durch die Veraenderungen in der Fahrzeugflotte gilt dies auch fuer Bereiche ohne Umweltzone. Das Verbesserungspotenzial fuer weitere Umweltzonen ohne Weiterentwicklung dieser Massnahme erscheint jedoch gering.

Journal or Publication Title: Straßenverkehrstechnik
Number: 4
Publisher: Bonn-Bad Godesberg : Kirschbaum-Verlag
Divisions: 13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences > Institutes of Transportation > Institute for Transport Planning and Traffic Engineering
13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences > Institutes of Transportation
13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences
Date Deposited: 15 Feb 2016 14:13
Official URL: http://www.verkehr.tu-darmstadt.de/media/verkehr/fgvv/prof_b...
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language
Since 2008 the low emission zone (LEZ) has been introduced in many German cities as a traffic management measure to improve air quality as well as to protect human health. In order to assess the effectiveness of LEZ, both descriptive and statistical analyses have been done based on concentrations of air pollutants from relevant monitoring stations in Germany from year 2002 to 2012. While a significant general improvement occurred in that period, the results are indicating that PM10 concentrations at stations within the LEZ have been reduced in average by about 2 microgram/m3 in addition due to the introduction of the LEZ, as well as the annual number of days exceeding the daily threshold, which were reduced by 9 days in addition. Slight positive effects of LEZ on NO, NO2 and NOx), concentrations with low significance could also be observed. However, the effect of LEZ on PM2.5 concentration cannot be analyzed due to the lack of data. In general, the introduction of LEZ has brought positive effects on reducing the concentrations of air pollution; especially through changes within the vehicle fleet this affected also areas without LEZ. But the potential of further reduction by additional LEZ in Germany without further development of this measure seems to be small.English
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