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Echtzeitpartizipation - Potenziale von sozialen Anwendungen der Kommunikationstechnologien für die Motivation Jugendlicher und junger Erwachsener zur Beteiligung an Partizipationsprozessen in der Stadtentwicklung in Deutschland

Hekmati, Björn :
Echtzeitpartizipation - Potenziale von sozialen Anwendungen der Kommunikationstechnologien für die Motivation Jugendlicher und junger Erwachsener zur Beteiligung an Partizipationsprozessen in der Stadtentwicklung in Deutschland.
[Online-Edition: urn:nbn:de:tuda-tuprints-30323]
TU Darmstadt
[Dissertation], (2011)

Offizielle URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-30323

Kurzbeschreibung (Abstract)

Teilhabe und Interesse am demokratischen Geschehen nehmen in der Bundesrepublik seit Jahrzehnten kontinuierlich ab; besonders davon betroffen sind junge Menschen und bildungsferne Schichten. Der offenkundigste Indikator dafür ist die sinkende Wahlbeteiligung Die Legitimation von Repräsentanten der Macht in unserem Staat verliert damit nicht nur an Wählerquantität, sondern auch an Wählerdiversität, und damit an Relevanz und Perspektive – die Zahlen sind alarmierend. Eine Beteiligung an der Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes im Rahmen der Bürgerbeteiligung ist eine Errungenschaft unserer Demokratie jenseits des Wahlrechts, und sie kann ebenfalls als Indikator gelten. Auch das Interesse hieran ist je nach Altersgruppe und sozialem Status unterschiedlich stark ausgeprägt. Dabei nun analog von der mangelnden Legitimation der gebauten Umwelt zu sprechen, deren Gestalt nur noch von wenigen bestimmt wird, wäre vielleicht etwas unsauber – eine Planung wird ja nicht gewählt wie ein Politiker. Dennoch kann vielerorts von einer sinkenden Identifikation mit dem eigenen Wohnort die Rede sein. Damit einher geht nachlassendes Interesse für das planerische, politische und soziale Geschehen im Wohnumfeld. Die Arbeit ‘Echtzeitpartizipation‘ unterbreitet einen Vorschlag, wie das Motivationspotenzial der sozialen Netzwerke und der Computerspiele für ausgewählte Aspekte der aktuellen Bürgerbeteiligungsform (im Sinne ihres Paradigmas der solidarischen Stadt) nutzbar gemacht werden könnte. Dieser Entwurf eines Verfahrens für Jugendliche und junge Erwachsene versteht sich jenseits der Beteiligungsfrage als ein Beitrag zur Lösung der virulenten Problematik schwindender demokratischer Kultur der jungen Generationen, er ist als visionäre Maximalforderung zu lesen.

Typ des Eintrags: Dissertation
Erschienen: 2012
Autor(en): Hekmati, Björn
Titel: Echtzeitpartizipation - Potenziale von sozialen Anwendungen der Kommunikationstechnologien für die Motivation Jugendlicher und junger Erwachsener zur Beteiligung an Partizipationsprozessen in der Stadtentwicklung in Deutschland
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Teilhabe und Interesse am demokratischen Geschehen nehmen in der Bundesrepublik seit Jahrzehnten kontinuierlich ab; besonders davon betroffen sind junge Menschen und bildungsferne Schichten. Der offenkundigste Indikator dafür ist die sinkende Wahlbeteiligung Die Legitimation von Repräsentanten der Macht in unserem Staat verliert damit nicht nur an Wählerquantität, sondern auch an Wählerdiversität, und damit an Relevanz und Perspektive – die Zahlen sind alarmierend. Eine Beteiligung an der Gestaltung des eigenen Wohnumfeldes im Rahmen der Bürgerbeteiligung ist eine Errungenschaft unserer Demokratie jenseits des Wahlrechts, und sie kann ebenfalls als Indikator gelten. Auch das Interesse hieran ist je nach Altersgruppe und sozialem Status unterschiedlich stark ausgeprägt. Dabei nun analog von der mangelnden Legitimation der gebauten Umwelt zu sprechen, deren Gestalt nur noch von wenigen bestimmt wird, wäre vielleicht etwas unsauber – eine Planung wird ja nicht gewählt wie ein Politiker. Dennoch kann vielerorts von einer sinkenden Identifikation mit dem eigenen Wohnort die Rede sein. Damit einher geht nachlassendes Interesse für das planerische, politische und soziale Geschehen im Wohnumfeld. Die Arbeit ‘Echtzeitpartizipation‘ unterbreitet einen Vorschlag, wie das Motivationspotenzial der sozialen Netzwerke und der Computerspiele für ausgewählte Aspekte der aktuellen Bürgerbeteiligungsform (im Sinne ihres Paradigmas der solidarischen Stadt) nutzbar gemacht werden könnte. Dieser Entwurf eines Verfahrens für Jugendliche und junge Erwachsene versteht sich jenseits der Beteiligungsfrage als ein Beitrag zur Lösung der virulenten Problematik schwindender demokratischer Kultur der jungen Generationen, er ist als visionäre Maximalforderung zu lesen.

Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Architektur
Fachbereich Architektur > Fachgruppe E: Stadtplanung
Hinterlegungsdatum: 02 Aug 2012 06:54
Offizielle URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-30323
Gutachter / Prüfer: Rudolph-Cleff, Prof. Dr.- Annette ; Langbein, Prof. Oliver
Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 20 Dezember 2011
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
Participation and interest in democratic occurrences and processes have decreased continuously over the past decades in Germany, especially among young people and those from a non-academic or underprivileged background. A low turnout of voters is a clear indicator of that development. As a result, the legitimation of the representatives of governmental power loses its base in terms of numbers of voters and in terms of diversity of their voters. To play an active role in the creation and development of their neighbourhoods by using the tool of public participation is an achievement of our democracy beyond the right to vote. Inclining interest in public participation can be seen as an indicator for a dwindling identification with the own neighbourhood. It varies according to age and social status and discloses the low interest of some groups in political, social, and urban planning processes in their direct environment. The dissertation „Real-time Participation“ suggests to use the motivational potential of social networks and computer games in public participation. This blueprint of a method to activate especially young people is meant to help to find a solution to the problem of dwindling democratic culture among the young generation. It has to be read as a visionary postulation.Englisch
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