TU Darmstadt / ULB / TUbiblio

Messung und Bewertung der Leistung von Forschung und Entwicklung im Innovationsprozeß

Werner, Björn M. (2002):
Messung und Bewertung der Leistung von Forschung und Entwicklung im Innovationsprozeß.
Darmstadt, Technische Universität, TU Darmstadt,
[Ph.D. Thesis]

Abstract

Ein gewachsenes Renditebewußtsein in den Unternehmen führt zu Effizienz- und Effektivitätsbetrachtungen in allen Abschnitten des Wertschöpfungsprozesses, somit auch zur Analyse der Leistung der Forschung und Entwicklung im Innovationsprozess. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Dokumentation des aktuellen Wissenstandes und - darauf aufbauend - die Erstellung und Überprüfung eines praxisnahen Konzepts zur Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozess von Unternehmen. Eine Literatur-Metastudie untersucht die Verbreitung von Ansätzen zur Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozess in der Unternehmenspraxis. Die meisten vorhandenen Ansätze beschreiben die Messung der Forschungs- und Entwicklungsleistung in Einzelfällen oder Fallstudien. Mit Hilfe einer zweidimensionalen Klassifikation werden Cluster von Meßansätzen gebildet, die alle ähnliche Eigenschaften und Einsatzgebiete im Innovationsprozess haben. Nach der ersten Dimension unterscheidet man Ansätze, die quantitative oder qualitative Daten liefern. Die zweite Dimension zeigt an, ob entweder Input-, Prozeß- oder Output-Daten erfaßt werden. Im nächsten Schritt werden die praktischen Erfahrungen mit den Meß- und Bewertungsansätzen untersucht. Nur ein geringer Teil der Unternehmen führt eine systematische und regelmäßige Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozeß durch. Diese Unternehmen stammen aus forschungs- und entwicklungsintensiven Branchen und verwenden einfach zu erhebende quantitative Meßansätze. US-Unternehmen sind in der Messung der F&E-Leistung bereits fortgeschrittener als vergleichbare Unternehmen in Deutschland. Aus den gewonnenen praktischen Erkenntnissen und der Systematisierung wird ein Konzept entwickelt, das den Ansprüchen an Praxisnähe, an unternehmensübergreifende Einsetzbarkeit und an eine objektivierbare Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozeß gerecht wird. Das Konzept beruht auf zwei unterschiedlichen Sichtweisen bei der Messung. Zum einen erfolgt eine funktionsorientierte Messung, die die Prozeßqualität nur mit Hilfe von In- und Outputgrößen abschätzt. Zum anderen wird eine prozeßorientierte Sichtweise verwendet, die sich auf die Abschätzung von prozeßorienterten Erfolgsfaktoren und die Messung von Projektsteuerungsparametern bezieht. Durch die gleichzeitige Anwendung dieser Meßverfahren ist es möglich, die Nachteile einzelner Meßmethoden zu kompensieren. Mit Hilfe einer Fallstudie soll schließlich die Praxistauglichkeit des theoretisch ausgearbeiteten Konzepts überprüft werden. Es zeigt sich, daß das Konzept unternehmensübergreifend anwendbar ist und differenzierte Aussagen zur Leistung der Forschung und Entwicklung im Innovationsprozeß eines Unternehmens zuläßt.

Item Type: Ph.D. Thesis
Erschienen: 2002
Creators: Werner, Björn M.
Title: Messung und Bewertung der Leistung von Forschung und Entwicklung im Innovationsprozeß
Language: German
Abstract:

Ein gewachsenes Renditebewußtsein in den Unternehmen führt zu Effizienz- und Effektivitätsbetrachtungen in allen Abschnitten des Wertschöpfungsprozesses, somit auch zur Analyse der Leistung der Forschung und Entwicklung im Innovationsprozess. Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Dokumentation des aktuellen Wissenstandes und - darauf aufbauend - die Erstellung und Überprüfung eines praxisnahen Konzepts zur Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozess von Unternehmen. Eine Literatur-Metastudie untersucht die Verbreitung von Ansätzen zur Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozess in der Unternehmenspraxis. Die meisten vorhandenen Ansätze beschreiben die Messung der Forschungs- und Entwicklungsleistung in Einzelfällen oder Fallstudien. Mit Hilfe einer zweidimensionalen Klassifikation werden Cluster von Meßansätzen gebildet, die alle ähnliche Eigenschaften und Einsatzgebiete im Innovationsprozess haben. Nach der ersten Dimension unterscheidet man Ansätze, die quantitative oder qualitative Daten liefern. Die zweite Dimension zeigt an, ob entweder Input-, Prozeß- oder Output-Daten erfaßt werden. Im nächsten Schritt werden die praktischen Erfahrungen mit den Meß- und Bewertungsansätzen untersucht. Nur ein geringer Teil der Unternehmen führt eine systematische und regelmäßige Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozeß durch. Diese Unternehmen stammen aus forschungs- und entwicklungsintensiven Branchen und verwenden einfach zu erhebende quantitative Meßansätze. US-Unternehmen sind in der Messung der F&E-Leistung bereits fortgeschrittener als vergleichbare Unternehmen in Deutschland. Aus den gewonnenen praktischen Erkenntnissen und der Systematisierung wird ein Konzept entwickelt, das den Ansprüchen an Praxisnähe, an unternehmensübergreifende Einsetzbarkeit und an eine objektivierbare Messung und Bewertung der Leistung im Innovationsprozeß gerecht wird. Das Konzept beruht auf zwei unterschiedlichen Sichtweisen bei der Messung. Zum einen erfolgt eine funktionsorientierte Messung, die die Prozeßqualität nur mit Hilfe von In- und Outputgrößen abschätzt. Zum anderen wird eine prozeßorientierte Sichtweise verwendet, die sich auf die Abschätzung von prozeßorienterten Erfolgsfaktoren und die Messung von Projektsteuerungsparametern bezieht. Durch die gleichzeitige Anwendung dieser Meßverfahren ist es möglich, die Nachteile einzelner Meßmethoden zu kompensieren. Mit Hilfe einer Fallstudie soll schließlich die Praxistauglichkeit des theoretisch ausgearbeiteten Konzepts überprüft werden. Es zeigt sich, daß das Konzept unternehmensübergreifend anwendbar ist und differenzierte Aussagen zur Leistung der Forschung und Entwicklung im Innovationsprozeß eines Unternehmens zuläßt.

Place of Publication: Darmstadt
Publisher: Technische Universität
Uncontrolled Keywords: F&E, F&E-Leistung
Divisions: 01 Department of Law and Economics
Date Deposited: 17 Oct 2008 09:21
Official URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-2007
License: only the rights of use according to UrhG
Referees: Geschka, Prof. Dr. Horst ; Specht, Prof. Dr. Günter
Refereed / Verteidigung / mdl. Prüfung: 5 April 2001
Alternative keywords:
Alternative keywordsLanguage
R&D, R&D effectiveness, R&D Performance, R&D-Management, Innovation, Measuring, Evaluation, Performance, Controlling, Research, Development, management ratio, performance measurement system, efficiency, research and developmentEnglish
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language

In today’s shareholder-value-driven economy a growing interest is seen in measuring, comparing and benchmarking the performance of companies throughout the value chain. It is of special interest to measure the R&D performance, since an effective R&D is an important source of future profits. The goal of this study is to report on the state-of-the-art in measuring R&D performance, as well as to develop a new tool for measuring the performance in R&D, that overcomes lacks and limitations of existing tools. The literature on R&D performance measurement reveals that many and varied measurement techniques have been developed in response to the unique needs of specific organizations. To systematize these techniques for more general use, they were analysed and classified into quantitative and qualitative approaches and characterized as having either a subjective or objective judgment base. The various advantages, disadvantages, benefits and shortcomings of each class of techniques were enumerated and their preferred fields of application were specified. Comparative interviews were conducted in German and U.S. firms to determine which classes of these techniques were in use, how they were used and the user's perceived satisfactions with them. Major differences were found between German and U.S. practices in measuring R&D effectiveness, and in the perceptions of the usefulness of the techniques reported in the literature. U.S. firms generally use quantitative financial-based techniques to assess the performance of their R&D projects, while German firms favour the use of qualitative judgmental methods. By combining the results of the literature search with the know-how gathered in the interview study a new tool for measuring R&D performance was developed. The tool utilizes a two-dimensional approach on measuring the performance: first by viewing the R&D-process as a black box and thus measuring the performance only by quantifying inputs and outputs of the process. In the second dimension the focus is on in-process measurements, assessing the process quality. By combining both dimensions it is possible to avoid lacks and downsides of existing R&D performance measurement tools. In a case study it was also proven, that this newly developed tool can be used in practice and is easy to custom-tailor for measuring and evaluating R&D performance within specific companies.

English
Export:
Suche nach Titel in: TUfind oder in Google
Send an inquiry Send an inquiry

Options (only for editors)
Show editorial Details Show editorial Details