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Politikwandel und seine Messung in der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung: Konzeptionelle Probleme und mögliche Alternativen

Knill, Christoph and Schulze, Kai and Tosun, Jale (2010):
Politikwandel und seine Messung in der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung: Konzeptionelle Probleme und mögliche Alternativen.
In: Politische Vierteljahresschrift, 51 (3), pp. 409-432, DOI: 10.1007/s11615-010-0022-z,
[Article]

Abstract

Politikwandel kommt in der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung eine zentrale B edeutung zu. D ennoch versäumen es zahlreiche empirische Arbeiten, das Konzept klar zu definieren und zu operationalisieren. Vor diesem Hintergrund zieht diese Abhandlung eine kritische B ilanz des Forschungsstandes zu Politikwandel in den B ereichen U mwelt- und Sozialpolitik. Wir stellen fest, dass Untersuchungen häufig Näherungswerte für die Messung von Politikwandel verwenden, obwohl diese einem präzisen Verständnis von Staatstätigkeit widersprechen. Des Weiteren findet weder die Komplexität politischer Entscheidungen noch die Möglichkeit, Politikwandel ebenfalls als Politikabbau aufzufassen, genügend Aufmerksamkeit in der empirischen Staatstätigkeitsforschung. Zumeist ist der empirische Fokus vieler Studien sehr eng und verhindert somit robuste Aussagen über Kausalbeziehungen. Als Antwort auf diese Defizite unterbreiten wir ein neues Konzept zur Messung von Politikwandel und diskutieren dessen Vor- und Nachteile gegenüber den bisherigen Ansätzen sowie die Konsequenzen für den Forschungsprozess.

Item Type: Article
Erschienen: 2010
Creators: Knill, Christoph and Schulze, Kai and Tosun, Jale
Title: Politikwandel und seine Messung in der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung: Konzeptionelle Probleme und mögliche Alternativen
Language: German
Abstract:

Politikwandel kommt in der vergleichenden Staatstätigkeitsforschung eine zentrale B edeutung zu. D ennoch versäumen es zahlreiche empirische Arbeiten, das Konzept klar zu definieren und zu operationalisieren. Vor diesem Hintergrund zieht diese Abhandlung eine kritische B ilanz des Forschungsstandes zu Politikwandel in den B ereichen U mwelt- und Sozialpolitik. Wir stellen fest, dass Untersuchungen häufig Näherungswerte für die Messung von Politikwandel verwenden, obwohl diese einem präzisen Verständnis von Staatstätigkeit widersprechen. Des Weiteren findet weder die Komplexität politischer Entscheidungen noch die Möglichkeit, Politikwandel ebenfalls als Politikabbau aufzufassen, genügend Aufmerksamkeit in der empirischen Staatstätigkeitsforschung. Zumeist ist der empirische Fokus vieler Studien sehr eng und verhindert somit robuste Aussagen über Kausalbeziehungen. Als Antwort auf diese Defizite unterbreiten wir ein neues Konzept zur Messung von Politikwandel und diskutieren dessen Vor- und Nachteile gegenüber den bisherigen Ansätzen sowie die Konsequenzen für den Forschungsprozess.

Journal or Publication Title: Politische Vierteljahresschrift
Volume: 51
Number: 3
Uncontrolled Keywords: Politikwandel, Umweltpolitik, Sozialpolitik, Regulierungsdichte, Regulierungsintensität
Divisions: 02 Department of History and Social Science
02 Department of History and Social Science > Institute of Political Science
Date Deposited: 15 Nov 2019 07:31
DOI: 10.1007/s11615-010-0022-z
Alternative keywords:
Alternative keywordsLanguage
environmental policy, measurement, policy change, policy outcomes, policy output, regulatory density, regulatory intensity, social policyEnglish
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language
Policy change is an important concept in comparative policy analysis. Despite its central significance, most empirical studies fail to provide clear-cut definitions and measurement of this concept. Against this background, this article evaluates previous scholarship on policy change in the areas of social and environmental policy. We find that most studies use proxies for measuring policy change even though they contradict the basic idea of policy-making activities. Furthermore, studies usually neither capture the complexity of policy change, nor take into the possibility of policy change through dismantling account. Additionally, the empirical focus of most analyses is too narrow, thereby impeding robust statements about causality. In response to these shortcomings, we propose a new conceptual perspective which captures policy change as a broader empirical phenomenon. We discuss its advantages as well as its disadvantages and show the implications for the research process.English
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