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Interaktion und Transparenz im Kontext computergestützter kooperativer Verwaltungsumgebungen

Peters, Ralph (1999):
Interaktion und Transparenz im Kontext computergestützter kooperativer Verwaltungsumgebungen.
Darmstadt, TU, Diss., 1999, [Ph.D. Thesis]

Abstract

Das Umfeld dieser Arbeit wird durch die Anforderungen, die sich aus den neuen Formen der Arbeitsorganisation innerhalb der Verwaltungen ergeben, und den innovativen Möglichkeiten der modernen Computertechnik charakterisiert. Viele Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung werden heute bereits mit Hilfe des Computers und Standard-Applikationen bearbeitet. Die Verwirklichung des kooperativen computerunterstützten Verwaltungsbüros setzt aber eine wesentlich weitergehende technische Hilfe voraus. Unterschiedliche Technologiebereiche wie Telekooperation oder Workflow haben sich als dazu geeignet erwiesen. Das in der Arbeit vorgestellte Referenzmodell verbindet die verschiedenen kooperativen Technologien mit einer komfortabel und benutzeradäquaten Nutzung. Problematisch bei der Einführung von CSCW-Systemen (computer supported cooperative work) ist die zunehmende Komplexität der Systeme gepaart mit einem potentiell als Computer- und Telekommunikations-Laien einzustufenden Anwender. In einer kooperativen Umgebung ergibt sich die Notwendigkeit das mentale Modell des einzelnen Benutzers auf den Gruppenraum zu vergrößern. Transparenz macht dabei das Handeln einzelner Nutzer für andere Kooperationspartner sichtbar. Dies bezieht sich sowohl auf den Zustand des Systems selbst, als auch auf den Zustand einer kooperativ (synchron wie auch asynchron) zu erledigenden Aufgabe. Transparenz kann als eine Vereinigung verschiedener Informationen aus unterschiedlichen Quellen angesehen werden. Visualisiert macht sie dem Anwender einen bestimmten nutzungsbezogenen Sachverhalt deutlich. Die Quellen sind Software für Telekonferenzen, Verwaltung von Akten, Umläufen und Unterlagen, Terminplanung und Ressourcenverwaltung, oder allgemein gesprochen, CSCW-Komponenten. Transparenz macht den Nutzen einer Funktion nachvollziehbar und verdeutlicht dem Anwender die Vorgänge. Das Ziel dieser Arbeit war die Definition eines Referenzmodells für eine integrierte Umgebung zur Unterstützung der Belange einer Verwaltung, die durch nutzungsbezogene Transparenz eine software-ergonomische Bedienung und Nutzung erlaubt. Die Umgebung unterstützt durch den Einsatz von CSCW-Techniken sowohl gruppenweite Aktionen als auch die einzelne Person in ihrer Arbeit. Grundlage für das Referenzmodell ist der Einsatz von Software Agenten als integrativer Bestandteil. Durch ein gefiltertes Weiterreichen der Informationseinheiten (Transparenzdatensätze) und zusätzlich automatisierte Kontrollaktionen wird ein Mehrwert geschaffen. Weiterhin erfüllen die Software-Agenten ergonomische Anforderungen. Agenten nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren auf Veränderungen in ihr. Sie sind damit in der Lage, sich an den Nutzer anzupassen und ihn individuell zu unterstützen. Durch Interaktion mit anderen Agenten und Menschen werden gruppentransparente Aktionen realisiert. Die Autonomie und Glaubwürdigkeit der Agenten stellt dabei sicher, daß Überwachung nicht stattfindet. Der Agentenverbund ist nach den Prinzipien eines halb-föderativen Systems aufgebaut. Um den Agenten autonome Entscheidungen zu erlauben wird die Mathematik der Fuzzy-Logik verwendet.

Item Type: Ph.D. Thesis
Erschienen: 1999
Creators: Peters, Ralph
Title: Interaktion und Transparenz im Kontext computergestützter kooperativer Verwaltungsumgebungen
Language: German
Abstract:

Das Umfeld dieser Arbeit wird durch die Anforderungen, die sich aus den neuen Formen der Arbeitsorganisation innerhalb der Verwaltungen ergeben, und den innovativen Möglichkeiten der modernen Computertechnik charakterisiert. Viele Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung werden heute bereits mit Hilfe des Computers und Standard-Applikationen bearbeitet. Die Verwirklichung des kooperativen computerunterstützten Verwaltungsbüros setzt aber eine wesentlich weitergehende technische Hilfe voraus. Unterschiedliche Technologiebereiche wie Telekooperation oder Workflow haben sich als dazu geeignet erwiesen. Das in der Arbeit vorgestellte Referenzmodell verbindet die verschiedenen kooperativen Technologien mit einer komfortabel und benutzeradäquaten Nutzung. Problematisch bei der Einführung von CSCW-Systemen (computer supported cooperative work) ist die zunehmende Komplexität der Systeme gepaart mit einem potentiell als Computer- und Telekommunikations-Laien einzustufenden Anwender. In einer kooperativen Umgebung ergibt sich die Notwendigkeit das mentale Modell des einzelnen Benutzers auf den Gruppenraum zu vergrößern. Transparenz macht dabei das Handeln einzelner Nutzer für andere Kooperationspartner sichtbar. Dies bezieht sich sowohl auf den Zustand des Systems selbst, als auch auf den Zustand einer kooperativ (synchron wie auch asynchron) zu erledigenden Aufgabe. Transparenz kann als eine Vereinigung verschiedener Informationen aus unterschiedlichen Quellen angesehen werden. Visualisiert macht sie dem Anwender einen bestimmten nutzungsbezogenen Sachverhalt deutlich. Die Quellen sind Software für Telekonferenzen, Verwaltung von Akten, Umläufen und Unterlagen, Terminplanung und Ressourcenverwaltung, oder allgemein gesprochen, CSCW-Komponenten. Transparenz macht den Nutzen einer Funktion nachvollziehbar und verdeutlicht dem Anwender die Vorgänge. Das Ziel dieser Arbeit war die Definition eines Referenzmodells für eine integrierte Umgebung zur Unterstützung der Belange einer Verwaltung, die durch nutzungsbezogene Transparenz eine software-ergonomische Bedienung und Nutzung erlaubt. Die Umgebung unterstützt durch den Einsatz von CSCW-Techniken sowohl gruppenweite Aktionen als auch die einzelne Person in ihrer Arbeit. Grundlage für das Referenzmodell ist der Einsatz von Software Agenten als integrativer Bestandteil. Durch ein gefiltertes Weiterreichen der Informationseinheiten (Transparenzdatensätze) und zusätzlich automatisierte Kontrollaktionen wird ein Mehrwert geschaffen. Weiterhin erfüllen die Software-Agenten ergonomische Anforderungen. Agenten nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren auf Veränderungen in ihr. Sie sind damit in der Lage, sich an den Nutzer anzupassen und ihn individuell zu unterstützen. Durch Interaktion mit anderen Agenten und Menschen werden gruppentransparente Aktionen realisiert. Die Autonomie und Glaubwürdigkeit der Agenten stellt dabei sicher, daß Überwachung nicht stattfindet. Der Agentenverbund ist nach den Prinzipien eines halb-föderativen Systems aufgebaut. Um den Agenten autonome Entscheidungen zu erlauben wird die Mathematik der Fuzzy-Logik verwendet.

Uncontrolled Keywords: Computer supported cooperative work (CSCW), Groupware, Multi agent systems, Human-computer interaction (HCI), Tele-cooperative environments
Divisions: 20 Department of Computer Science
20 Department of Computer Science > Interactive Graphics Systems
Date Deposited: 16 Apr 2018 09:06
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