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Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr

Schmitt, Michél :
Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr.
TU Darmstadt
[Bachelorarbeit], (2013)

Kurzbeschreibung (Abstract)

Im Personenbeförderungsgesetz von 1934 wurde festgelegt, dass Buslinien im Fernverkehr in Deutschland in den meisten Fällen verboten sind. Hintergrund für dieses Verbot ist der Schutz der Deutschen Bahn vor Konkurrenz. Nach langer Diskussion wurde beschlossen das Verbot zum ersten Januar 2013 aufzuheben. Unter Berücksichtigung einiger Einschränkungen, wie etwa das Garantieren von Barrierefreiheit oder dem Einhalten von mindestens 50 Kilometern Fahrtstrecke zwischen den einzelnen Haltestellen, können Busunternehmen nun in Konkurrenz zur Deutschen Bahn treten. Sowohl bezüglich der technischen Ausstattung, als auch der IT-Systeme ergeben sich bei Fernlinienbussen zusätzliche Anforderungen gegenüber der im Busnahverkehr eingesetzten Busse. Ziel dieser Arbeit ist es die spezifischen Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr durch einen Vergleich mit dem straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr zu erarbeiten. Dazu werden zunächst die von IT-Systemen zu unterstützenden Funktionen aufgezeigt und erläutert. Die Funktionen lassen sich in verschiedene Bereiche zusammenfassen. Planung, Disposition, Betriebslenkung, Ticketing, Fahrgastinformationen, Abrechnung und Zusatzleistungen sind die übergeordneten Funktionsblöcke. Jeder Bereich lässt sich dann in verschiedene Einzelfunktionen aufteilen. Neben bereits vorhandenen Funktionen werden auch solche, die für die Zukunft denkbar wären aber noch nicht existieren, aufgeführt. In einem weiteren Schritt werden die Abhängigkeiten der verschiedenen Funktionen dargestellt, da es für die Systeme wichtig ist, wie die einzelnen Teilbereiche miteinander verknüpft sein müssen. Beispielsweise sind Planung und Disposition direkt voneinander abhängig: Die Fahrzeug- und Personaldisposition kann erst nach abgeschlossener Fahrplanentwicklung beziehungsweise Umlauf- und Dienstplanung erfolgen. Die einzelnen Abhängigkeiten werden dazu in einem eigenständig erarbeitenden Diagramm dargestellt. Im Personenbeförderungsgesetz von 1934 wurde festgelegt, dass Buslinien im Fernverkehr in Deutschland in den meisten Fällen verboten sind. Hintergrund für dieses Verbot ist der Schutz der Deutschen Bahn vor Konkurrenz. Nach langer Diskussion wurde beschlossen das Verbot zum ersten Januar 2013 aufzuheben. Unter Berücksichtigung einiger Einschränkungen, wie etwa das Garantieren von Barrierefreiheit oder dem Einhalten von mindestens 50 Kilometern Fahrtstrecke zwischen den einzelnen Haltestellen, können Busunternehmen nun in Konkurrenz zur Deutschen Bahn treten. Sowohl bezüglich der technischen Ausstattung, als auch der IT-Systeme ergeben sich bei Fernlinienbussen zusätzliche Anforderungen gegenüber der im Busnahverkehr eingesetzten Busse. Ziel dieser Arbeit ist es die spezifischen Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr durch einen Vergleich mit dem straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr zu erarbeiten. Dazu werden zunächst die von IT-Systemen zu unterstützenden Funktionen aufgezeigt und erläutert. Die Funktionen lassen sich in verschiedene Bereiche zusammenfassen. Planung, Disposition, Betriebslenkung, Ticketing, Fahrgastinformationen, Abrechnung und Zusatzleistungen sind die übergeordneten Funktionsblöcke. Jeder Bereich lässt sich dann in verschiedene Einzelfunktionen aufteilen. Neben bereits vorhandenen Funktionen werden auch solche, die für die Zukunft denkbar wären aber noch nicht existieren, aufgeführt. In einem weiteren Schritt werden die Abhängigkeiten der verschiedenen Funktionen dargestellt, da es für die Systeme wichtig ist, wie die einzelnen Teilbereiche miteinander verknüpft sein müssen. Beispielsweise sind Planung und Disposition direkt voneinander abhängig: Die Fahrzeug- und Personaldisposition kann erst nach abgeschlossener Fahrplanentwicklung beziehungsweise Umlauf- und Dienstplanung erfolgen. Die einzelnen Abhängigkeiten werden dazu in einem eigenständig erarbeitenden Diagramm dargestellt. Anschließend werden systematische Unterschiede in den Funktionen zum Busnahverkehr ermittelt und daraus resultierende Anforderungen an IT-Systeme analysiert. Ein Hauptgrund für die Unterschiede sind die viel größeren Strecken, die im Fernbusverkehr zurückgelegt werden. Im Busnahverkehr bezieht sich die Planung und der Betrieb auf ein relativ kleines Netz, wie etwa ein Stadtgebiet. Dagegen sind die Fernbusse quer durch Deutschland unterwegs. Grundlegende Unterschiede im Ticketing sind etwa: Im Fernbusverkehr gibt es mehr Ticketverkaufsmöglichkeiten, als nur der Kauf im Bus. Das hinter dem Ticketing stehende IT-System muss in der Lage sein die verschiedenen Verkaufskanäle zu verknüpfen. Es können nur soviele Tickets verkauft werden, wie Sitzplätze vorhanden sind. Bei der Ticketbuchung sind auch Zusatzoptionen, wie die Fahrradmitnahme oder Sperrgepäckmitnahme zu berücksichtigen. Tickets können in verschiedenen Variationen, wie in elektronischer Form oder zum Selbstausdrucken verkauft werden und müssen entsprechend vom Busfahrer überprüfbar sein. Die Fahrgastinformation ist im Fernbusverkehr weitreichender, da Fahrgäste oftmals per SMS oder E-Mail bezüglich Verspätungen ihrer Fahrt informiert werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit über eine Kundenhotline oder Homepage des jeweiligen Busunternehmens zu erfahren, ob ein Bus pünktlich ist. Für die Zukunft wäre es sinnvoll eine Applikation zu entwickeln, die Informationen zu Fahrplanänderungen oder Verspätungen der Fahrten aller Fernbusanbieter übersichtlich darstellen kann. Des Weiteren sollte darüber nachgedacht werden den Fahrgästen im Bus selbst vor jedem Halt Informationen bezüglich Anschlussfahrten des öffentlichen Personenverkehrs oder der örtlichen Gegebenheiten um die Haltestelle anzubieten. Bei der Fahrplangestaltung muss im Fernverkehr ganz Deutschland als Netz betrachtet werden und nicht nur ein regionales Gebiet, wie im Busnahverkehr. Außerdem gilt es Bedarfshaltestellen zu integrieren. Bezüglich der Disposition lässt sich anmerken, dass die Personaldisposition aufgrund der großen Entfernungen wesentlich komplexer ist. Es gilt zu unterscheiden ob für eine bestimmte Fahrt ein oder zwei Fahrer benötigt werden, ob der Einsatz eines Fahrerpendlers sinnvoll ist, oder der/die Fahrer am Zielort übernachten sollen und am nächsten Tag eine gegenläufige Route fahren. Des Weiteren sind Tankstopps zwingend zu berücksichtigen. Aufgrund der großen Entfernungen kann es nämlich durchaus notwendig sein während einer Linienfahrt tanken zu müssen. Außerdem gibt es im Fernbusverkehr Unterschiede bezüglich Komfort und Ausstattung der Fahrzeuge gegenüber den im Nahverkehr eingesetzten Fahrzeugen. So werden beispielsweise W-LAN und Strom angeboten, es besteht die Möglichkeit Getränke und Snacks zu erwerben, es befindet sich eine Toilette im Fahrzeug und die Beinfreiheit ist größer als im Nahverkehr. Für die Zukunft denkbar sind Funktionen, wie einen Taxi-Anschlussservice oder Vielfahrerangebote. Des Weiteren ist im Fernverkehr der Einsatz von GSM/GPRS-fähigen Geräten unbedingt notwendig. Sowohl zur Ortung, um in der Leitstelle mögliche Verspätungen festzustellen, als auch zur Kommunikation zwischen Leitstelle und Fahrer ist dies wichtig. Des Weiteren wird geprüft, ob vorhandene Systeme aus dem Busnahverkehr diese Anforderungen abdecken und in welchen Bereichen spezifische Systeme zu entwickeln sind. Zum Abgleich der benötigten Systeme und bereits Vorhandener werden die Produkte des Unternehmens IVU bezüglich dem Busnahverkehr herangezogen, da damit alle zur Zeit auf dem Markt befindlichen Produkte abgedeckt sind. Bei dem Vergleich wird deutlich, dass die grundlegenden Funktionen mit bereits vorhandenen Systemen bewältigt werden können. Für die Betriebslenkung und Abrechnung reichen die IT-Systeme aus dem Busnahverkehr vollkommen aus. Auch bei der Planung und Disposition sind die Grundfunktionen bereits gegeben. Allerdings müssten hier noch einige Feinheiten, wie etwa das Eingliedern von Bedarfshalten, Planen von Tankstopps auf der Strecke oder die Entscheidung über die Anzahl der Fahrer eingearbeitet werden. Vor Allem in den Bereichen Ticketing, Fahrgastinformation und Zusatzleistungen sind neue Systeme zu entwickeln beziehungsweise vorhandene Systeme entsprechend zu erweitern. Wichtig ist insbesondere, dass das für das Ticketing zuständige System die verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten miteinander verknüpft, eine dynamische Preissteuerung ermöglicht und Sitzplatzreservierungen oder die Buchung einer Fahrradmitnahme unterstützt. Für die Fahrgastinformation ist das vorhandene System aus dem Nahverkehr weiterzuentwickeln, dass durch einen Abgleich der tatsächlichen Fahrposition(Ortung) mit der planmäßigen Position mögliche Verspätungen festgestellt und die Fahrgäste über eine SMS, E-Mail, der Homepage oder einer Applikation informiert werden können. Dazu wäre auch eine Applikation speziell für den Fernbusverkehr zu entwickeln. Da die Zusatzleistungen, wie das Anbieten eines Media-Centers, der Taxiservice-Ausstieg oder Sitzplatzreservierungen aus dem Nahverkehr nicht vorhanden sind, sind hier grundlegend neue IT-Systeme zu entwickeln. Darauf aufbauend wird Bedarf und der zu erwartende Nutzen an den spezifischen IT-Systemen abgeschätzt. Hierbei zeigt sich, dass besonders bei der Planung/Disposition und dem Ticketing Neuentwicklungen beziehungsweise die Erweiterung vorhandener Systeme unverzichtbar sind. Auch die Entwicklung von Systemen für die Fahrgastinformation und mancher Zusatzoptionen sind durchaus sinnvoll, da sie den Reisenden deutliche Vorteile bringen würde und damit für die entsprechenden Busunternehmen im Konkurrenzkampf mit der Deutschen Bahn nur von Vorteil sein können. Michél Schmitt, März 2014

Typ des Eintrags: Bachelorarbeit
Erschienen: 2013
Autor(en): Schmitt, Michél
Titel: Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Im Personenbeförderungsgesetz von 1934 wurde festgelegt, dass Buslinien im Fernverkehr in Deutschland in den meisten Fällen verboten sind. Hintergrund für dieses Verbot ist der Schutz der Deutschen Bahn vor Konkurrenz. Nach langer Diskussion wurde beschlossen das Verbot zum ersten Januar 2013 aufzuheben. Unter Berücksichtigung einiger Einschränkungen, wie etwa das Garantieren von Barrierefreiheit oder dem Einhalten von mindestens 50 Kilometern Fahrtstrecke zwischen den einzelnen Haltestellen, können Busunternehmen nun in Konkurrenz zur Deutschen Bahn treten. Sowohl bezüglich der technischen Ausstattung, als auch der IT-Systeme ergeben sich bei Fernlinienbussen zusätzliche Anforderungen gegenüber der im Busnahverkehr eingesetzten Busse. Ziel dieser Arbeit ist es die spezifischen Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr durch einen Vergleich mit dem straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr zu erarbeiten. Dazu werden zunächst die von IT-Systemen zu unterstützenden Funktionen aufgezeigt und erläutert. Die Funktionen lassen sich in verschiedene Bereiche zusammenfassen. Planung, Disposition, Betriebslenkung, Ticketing, Fahrgastinformationen, Abrechnung und Zusatzleistungen sind die übergeordneten Funktionsblöcke. Jeder Bereich lässt sich dann in verschiedene Einzelfunktionen aufteilen. Neben bereits vorhandenen Funktionen werden auch solche, die für die Zukunft denkbar wären aber noch nicht existieren, aufgeführt. In einem weiteren Schritt werden die Abhängigkeiten der verschiedenen Funktionen dargestellt, da es für die Systeme wichtig ist, wie die einzelnen Teilbereiche miteinander verknüpft sein müssen. Beispielsweise sind Planung und Disposition direkt voneinander abhängig: Die Fahrzeug- und Personaldisposition kann erst nach abgeschlossener Fahrplanentwicklung beziehungsweise Umlauf- und Dienstplanung erfolgen. Die einzelnen Abhängigkeiten werden dazu in einem eigenständig erarbeitenden Diagramm dargestellt. Im Personenbeförderungsgesetz von 1934 wurde festgelegt, dass Buslinien im Fernverkehr in Deutschland in den meisten Fällen verboten sind. Hintergrund für dieses Verbot ist der Schutz der Deutschen Bahn vor Konkurrenz. Nach langer Diskussion wurde beschlossen das Verbot zum ersten Januar 2013 aufzuheben. Unter Berücksichtigung einiger Einschränkungen, wie etwa das Garantieren von Barrierefreiheit oder dem Einhalten von mindestens 50 Kilometern Fahrtstrecke zwischen den einzelnen Haltestellen, können Busunternehmen nun in Konkurrenz zur Deutschen Bahn treten. Sowohl bezüglich der technischen Ausstattung, als auch der IT-Systeme ergeben sich bei Fernlinienbussen zusätzliche Anforderungen gegenüber der im Busnahverkehr eingesetzten Busse. Ziel dieser Arbeit ist es die spezifischen Anforderungen an IT-Systeme für den Fernbusverkehr durch einen Vergleich mit dem straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehr zu erarbeiten. Dazu werden zunächst die von IT-Systemen zu unterstützenden Funktionen aufgezeigt und erläutert. Die Funktionen lassen sich in verschiedene Bereiche zusammenfassen. Planung, Disposition, Betriebslenkung, Ticketing, Fahrgastinformationen, Abrechnung und Zusatzleistungen sind die übergeordneten Funktionsblöcke. Jeder Bereich lässt sich dann in verschiedene Einzelfunktionen aufteilen. Neben bereits vorhandenen Funktionen werden auch solche, die für die Zukunft denkbar wären aber noch nicht existieren, aufgeführt. In einem weiteren Schritt werden die Abhängigkeiten der verschiedenen Funktionen dargestellt, da es für die Systeme wichtig ist, wie die einzelnen Teilbereiche miteinander verknüpft sein müssen. Beispielsweise sind Planung und Disposition direkt voneinander abhängig: Die Fahrzeug- und Personaldisposition kann erst nach abgeschlossener Fahrplanentwicklung beziehungsweise Umlauf- und Dienstplanung erfolgen. Die einzelnen Abhängigkeiten werden dazu in einem eigenständig erarbeitenden Diagramm dargestellt. Anschließend werden systematische Unterschiede in den Funktionen zum Busnahverkehr ermittelt und daraus resultierende Anforderungen an IT-Systeme analysiert. Ein Hauptgrund für die Unterschiede sind die viel größeren Strecken, die im Fernbusverkehr zurückgelegt werden. Im Busnahverkehr bezieht sich die Planung und der Betrieb auf ein relativ kleines Netz, wie etwa ein Stadtgebiet. Dagegen sind die Fernbusse quer durch Deutschland unterwegs. Grundlegende Unterschiede im Ticketing sind etwa: Im Fernbusverkehr gibt es mehr Ticketverkaufsmöglichkeiten, als nur der Kauf im Bus. Das hinter dem Ticketing stehende IT-System muss in der Lage sein die verschiedenen Verkaufskanäle zu verknüpfen. Es können nur soviele Tickets verkauft werden, wie Sitzplätze vorhanden sind. Bei der Ticketbuchung sind auch Zusatzoptionen, wie die Fahrradmitnahme oder Sperrgepäckmitnahme zu berücksichtigen. Tickets können in verschiedenen Variationen, wie in elektronischer Form oder zum Selbstausdrucken verkauft werden und müssen entsprechend vom Busfahrer überprüfbar sein. Die Fahrgastinformation ist im Fernbusverkehr weitreichender, da Fahrgäste oftmals per SMS oder E-Mail bezüglich Verspätungen ihrer Fahrt informiert werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit über eine Kundenhotline oder Homepage des jeweiligen Busunternehmens zu erfahren, ob ein Bus pünktlich ist. Für die Zukunft wäre es sinnvoll eine Applikation zu entwickeln, die Informationen zu Fahrplanänderungen oder Verspätungen der Fahrten aller Fernbusanbieter übersichtlich darstellen kann. Des Weiteren sollte darüber nachgedacht werden den Fahrgästen im Bus selbst vor jedem Halt Informationen bezüglich Anschlussfahrten des öffentlichen Personenverkehrs oder der örtlichen Gegebenheiten um die Haltestelle anzubieten. Bei der Fahrplangestaltung muss im Fernverkehr ganz Deutschland als Netz betrachtet werden und nicht nur ein regionales Gebiet, wie im Busnahverkehr. Außerdem gilt es Bedarfshaltestellen zu integrieren. Bezüglich der Disposition lässt sich anmerken, dass die Personaldisposition aufgrund der großen Entfernungen wesentlich komplexer ist. Es gilt zu unterscheiden ob für eine bestimmte Fahrt ein oder zwei Fahrer benötigt werden, ob der Einsatz eines Fahrerpendlers sinnvoll ist, oder der/die Fahrer am Zielort übernachten sollen und am nächsten Tag eine gegenläufige Route fahren. Des Weiteren sind Tankstopps zwingend zu berücksichtigen. Aufgrund der großen Entfernungen kann es nämlich durchaus notwendig sein während einer Linienfahrt tanken zu müssen. Außerdem gibt es im Fernbusverkehr Unterschiede bezüglich Komfort und Ausstattung der Fahrzeuge gegenüber den im Nahverkehr eingesetzten Fahrzeugen. So werden beispielsweise W-LAN und Strom angeboten, es besteht die Möglichkeit Getränke und Snacks zu erwerben, es befindet sich eine Toilette im Fahrzeug und die Beinfreiheit ist größer als im Nahverkehr. Für die Zukunft denkbar sind Funktionen, wie einen Taxi-Anschlussservice oder Vielfahrerangebote. Des Weiteren ist im Fernverkehr der Einsatz von GSM/GPRS-fähigen Geräten unbedingt notwendig. Sowohl zur Ortung, um in der Leitstelle mögliche Verspätungen festzustellen, als auch zur Kommunikation zwischen Leitstelle und Fahrer ist dies wichtig. Des Weiteren wird geprüft, ob vorhandene Systeme aus dem Busnahverkehr diese Anforderungen abdecken und in welchen Bereichen spezifische Systeme zu entwickeln sind. Zum Abgleich der benötigten Systeme und bereits Vorhandener werden die Produkte des Unternehmens IVU bezüglich dem Busnahverkehr herangezogen, da damit alle zur Zeit auf dem Markt befindlichen Produkte abgedeckt sind. Bei dem Vergleich wird deutlich, dass die grundlegenden Funktionen mit bereits vorhandenen Systemen bewältigt werden können. Für die Betriebslenkung und Abrechnung reichen die IT-Systeme aus dem Busnahverkehr vollkommen aus. Auch bei der Planung und Disposition sind die Grundfunktionen bereits gegeben. Allerdings müssten hier noch einige Feinheiten, wie etwa das Eingliedern von Bedarfshalten, Planen von Tankstopps auf der Strecke oder die Entscheidung über die Anzahl der Fahrer eingearbeitet werden. Vor Allem in den Bereichen Ticketing, Fahrgastinformation und Zusatzleistungen sind neue Systeme zu entwickeln beziehungsweise vorhandene Systeme entsprechend zu erweitern. Wichtig ist insbesondere, dass das für das Ticketing zuständige System die verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten miteinander verknüpft, eine dynamische Preissteuerung ermöglicht und Sitzplatzreservierungen oder die Buchung einer Fahrradmitnahme unterstützt. Für die Fahrgastinformation ist das vorhandene System aus dem Nahverkehr weiterzuentwickeln, dass durch einen Abgleich der tatsächlichen Fahrposition(Ortung) mit der planmäßigen Position mögliche Verspätungen festgestellt und die Fahrgäste über eine SMS, E-Mail, der Homepage oder einer Applikation informiert werden können. Dazu wäre auch eine Applikation speziell für den Fernbusverkehr zu entwickeln. Da die Zusatzleistungen, wie das Anbieten eines Media-Centers, der Taxiservice-Ausstieg oder Sitzplatzreservierungen aus dem Nahverkehr nicht vorhanden sind, sind hier grundlegend neue IT-Systeme zu entwickeln. Darauf aufbauend wird Bedarf und der zu erwartende Nutzen an den spezifischen IT-Systemen abgeschätzt. Hierbei zeigt sich, dass besonders bei der Planung/Disposition und dem Ticketing Neuentwicklungen beziehungsweise die Erweiterung vorhandener Systeme unverzichtbar sind. Auch die Entwicklung von Systemen für die Fahrgastinformation und mancher Zusatzoptionen sind durchaus sinnvoll, da sie den Reisenden deutliche Vorteile bringen würde und damit für die entsprechenden Busunternehmen im Konkurrenzkampf mit der Deutschen Bahn nur von Vorteil sein können. Michél Schmitt, März 2014

Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Verkehr > Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Verkehr
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering
Hinterlegungsdatum: 04 Apr 2016 12:15
Gutachter / Prüfer: Boltze, Prof. Dr. Manfred ; Groer, M. Sc. Stefan
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
With the “Passenger Transportation Act” in 1934, it was prohibited for bus companies to offer long distance transportation services inside Germany. The reason for this proscription was the protection of the German railways from competition. However, on January 1st 2013, after a series of discussions, it has been decided to abolish the regulations and hence to make it possible for bus companies to compete with German railways provided that some requirements are met. Therefore, long distance bus companies need to ensure coach accessibility and guarantee for a distance of at least 50 kilometers in between every single stop. Apart from the mentioned preconditions, long distance transportation services require further developments regarding both the technical equipment and the IT-systems - compared to the short distance services. It is the aim of the following paper to consecutively compile these specific IT-system requirements in Coach Transport as well as to compare them to ones in local passenger traffic afterwards. First and foremost, the functions, which are supported by IT-systems are illustrated and explained. It is possible to divide the functions in three different segments. The superior function blocks can be regarded as planning, disposition, operations management, ticketing, passenger information, final payment, and additional contributions. Every block can be further divided in different single functions. In addition to the already existing functions there are some more, which are imaginable to be realized or of increasing importance in the future. Simultaneously, the dependencies of the different single functions on each other are explained, as it is important for the functionality of IT-systems to reconsider in what way to link the partitions. Planning and disposition, for instance, are highly dependent on each other. Therefore it is impossible to execute vehicle disposition and personnel allocation until bus schedule development or crew scheduling respectively has been With the “Passenger Transportation Act” in 1934, it was prohibited for bus companies to offer long distance transportation services inside Germany. The reason for this proscription was the protection of the German railways from competition. However, on January 1st 2013, after a series of discussions, it has been decided to abolish the regulations and hence to make it possible for bus companies to compete with German railways provided that some requirements are met. Therefore, long distance bus companies need to ensure coach accessibility and guarantee for a distance of at least 50 kilometers in between every single stop. Apart from the mentioned preconditions, long distance transportation services require further developments regarding both the technical equipment and the IT-systems - compared to the short distance services. It is the aim of the following paper to consecutively compile these specific IT-system requirements in Coach Transport as well as to compare them to ones in local passenger traffic afterwards. First and foremost, the functions, which are supported by IT-systems are illustrated and explained. It is possible to divide the functions in three different segments. The superior function blocks can be regarded as planning, disposition, operations management, ticketing, passenger information, final payment, and additional contributions. Every block can be further divided in different single functions. In addition to the already existing functions there are some more, which are imaginable to be realized or of increasing importance in the future. Simultaneously, the dependencies of the different single functions on each other are explained, as it is important for the functionality of IT-systems to reconsider in what way to link the partitions. Planning and disposition, for instance, are highly dependent on each other. Therefore it is impossible to execute vehicle disposition and personnel allocation until bus schedule development or crew scheduling respectively has been completed. For a better understanding, the single dependencies are illustrated in an autonomously developed diagram. Afterwards, the necessary functions for local traffic transportation are opposed to the ones essential for Coach Transport and the systematic differences are demonstrated. Subsequently, the resulting IT-system requirements are studied. The most serious reason for the differences is the remarkably extended distances in Coach Transport. Planning and operations management are related to a relatively small area, such as a city, in local traffic. In contrast to that, intercity coaches are on the roads across the whole country. Regarding to ticketing, basic differences are the extended sales possibilities in Coach Transport. Therefore, the IT-system has to associate the different sales possibilities. For every ticket available a reserved seat must exist. Furthermore, additional options such as taking a bicycle or bulky luggage have to be considered in ticketing. Tickets can be sold in different variations, in electronic or printed versions. Additionally, it has to be possible for the bus driver to check the different ticket variations. Passenger information in Coach Transport is more expensive because passengers get informed about lateness by short message service or e-mail. Likewise, it is possible for customers to receive information about punctuality of the coaches by customer hotline or the specific company’s website. It would be meaningful to develop an application in order to directly inform customers about changes in the timetable or delays. In addition, passengers should be informed about connecting buses and the local conditions before reaching the appropriating stop. For the establishment of bus network systems Germany as a whole needs to be considered. Moreover, so-called “request stops” need to be integrated. Regarding to disposition it is justifiable to assert that personnel dispatching is much more complicated, due to the increasing distances. It is important to distinguish whether one or two coach drivers are necessary for a specific tour, if it is reasonable to appoint a flexible driver, or if a layover at the final destination in combination with a connection tour on the next morning should be included. Due to the long distances, stopover for gas refill could become necessary. Additionally, the vehicle’s comfort and equipment requirements differ from the ones in local short distance transportation services. Passengers are able to use wireless local area network or electricity while traveling. Moreover, they can purchase snacks and drinks, an on-board toilet is available, and the legroom is larger than in local traffic busses. For the future, it is imaginable to create functions to reward constant passengers or to offer taxi-connection services. Additionally, it is important to use GSM/GPRS devices in Coach Transport. This is important for both, to locate the vehicles in order to make it possible for headquarters to determine whether the coaches arrive on time and to enable the communication between headquarters and coach drivers. Additionally, the text will debate if existing systems from the local traffic meet the requirements and where it is necessary to develop specific systems. The products of the company IVU for local traffic are used to compare the necessary systems to the ones already existing. The comparison shows that basic functions can be managed with already existing systems. Regarding to operations management and final payment existing systems from local traffic are sufficient. Also for planning and disposition basic functions are given. However, it is necessary to add some details in order to make it possible to consider request stops, gas refill stops and to solve the problem of driver quantity. Especially in the areas of ticketing, passenger information, and additional contributions, new IT-systems need to be developed or already existing systems have to be extended. In ticketing it is particularly important to guarantee connectivity of different sales possibilities, the ability of dynamic price controls, and the support of seat reservations. Regarding to the passenger information the existing system from local traffic has to advance, that delays can be established by detection and passengers will be informed by SMS, e-mail, the internet or even a mobile application. For this purpose a specific application for Coach Transport has to be developed. New systems are necessary too in order to offer a media center, a taxi connection-service or seat reservations because these functions are not available in local traffic. Subsequently demand and utility of specific needed IT-systems are estimated. It shows that especially regarding to planning, disposition, and ticketing further developments or respectively advancements of existing systems are indispensable. Furthermore, the development of systems for passenger information and some additional functions are useful because it may derive a benefit to the passengers. Therefore, it would be advantageous for coach companies as the recently mentioned measurements are likely to increase their competitiveness against the German Railways. Michél Schmitt March, 2014Englisch
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