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Parkraummanagement bei Großveranstaltungen

Ditterich, Andreas (1998):
Parkraummanagement bei Großveranstaltungen.
TU Darmstadt, [Online-Edition: https://www.verkehr.tu-darmstadt.de/media/verkehr/fgvv/beruf...],
[Seminar paper (Midterm)]

Abstract

Die unterschiedlichen Arten von Großveranstaltungen (Messen, Sportveranstaltungen, Jahrmärkte und Feste) an den verschiedensten Orten (innerstädt., außerhalb) verlangen dafür individuelle Lösungen im Bereich des ruhenden Verkehrs.

Die effiziente Nutzung vorhandenen Parkraums und die Möglichkeiten, zeitlich begrenzt zur Verfügung stehende Parkflächen (Gewerbegebiete, Firmenparkplätze) mit einzubeziehen, mindert die Kosten für aufwendige Neuanlagen.

Für die Bewältigung der Parkraumproblematik bei Großveranstaltungen sind verschiedene Verfahren im Einsatz. Die straßenverkehrlichen Anbindungen sind im Bereich von ausgedehnten Messe- und Austellungsgeländen für größere Fahrzeugströme dimensioniert. Übergeordnete Straßen verbinden sich hier zu einem Ringsystem um die Parkflächen. Daraufhin führen diverse Parkleitsysteme (dynamische oder statische Systeme) die Besucher mit ihren Pkw zu mehreren Parkzonen.

Die in unmittlebarer Nähe nur begrenzt zur Verfügung stehenden Parkflächen erfordern in vielen Fällen zusätzliche Maßnahmen. Gerade bei innerstädtischen Ereignissen sind die von auswärts kommenden Besucherströme anderweitig zu bedienen. Hierfür bietet sich ein P+R - Konzept, speziell für die anstehende Großveranstaltung konzipiert, an. Dazu gehört ein weiträumiges Abfangen der Fahrzeugströme mit Weiterleitung auf Parkflächen im außerstädtischem Bereich. Eine anschließende Bedienung dieser Parkflächen durch den öffentlichen Personennahverkehr ergibt eine attraktive und gute Abfertigungsmöglichkeit großer Besuchermassen. Der Schutz von Anwohnern vor Parksuch und - durchgangsverkehr im Bereich von Großveranstaltungen ist mit Sonderparkrechten zu unterstützen.

Das kommunale System von Parkdauer und - gebührenstaffelung ist für Großveranstaltungen nur unzureichend umzusetzen. Im allgemeinen sind mit diesen Strategien langfristige Zielsetzungen erreichbar und für die kurze Dauer vieler Großveranstaltungen ohne Einfluss. Eine Zunahme des Parksuchverkehrs (nach billigeren Stellplätzen) kann zudem die Folge von hohen Parkgebühren sein.

Zukünftige Informationssysteme werden in ihren Leistungen dem Parksuchenden eine umfassendere Hilfe anbieten, die Alternativen für eine Zielerreichung aufzeigen.

Item Type: Seminar paper (Midterm)
Erschienen: 1998
Creators: Ditterich, Andreas
Title: Parkraummanagement bei Großveranstaltungen
Language: German
Abstract:

Die unterschiedlichen Arten von Großveranstaltungen (Messen, Sportveranstaltungen, Jahrmärkte und Feste) an den verschiedensten Orten (innerstädt., außerhalb) verlangen dafür individuelle Lösungen im Bereich des ruhenden Verkehrs.

Die effiziente Nutzung vorhandenen Parkraums und die Möglichkeiten, zeitlich begrenzt zur Verfügung stehende Parkflächen (Gewerbegebiete, Firmenparkplätze) mit einzubeziehen, mindert die Kosten für aufwendige Neuanlagen.

Für die Bewältigung der Parkraumproblematik bei Großveranstaltungen sind verschiedene Verfahren im Einsatz. Die straßenverkehrlichen Anbindungen sind im Bereich von ausgedehnten Messe- und Austellungsgeländen für größere Fahrzeugströme dimensioniert. Übergeordnete Straßen verbinden sich hier zu einem Ringsystem um die Parkflächen. Daraufhin führen diverse Parkleitsysteme (dynamische oder statische Systeme) die Besucher mit ihren Pkw zu mehreren Parkzonen.

Die in unmittlebarer Nähe nur begrenzt zur Verfügung stehenden Parkflächen erfordern in vielen Fällen zusätzliche Maßnahmen. Gerade bei innerstädtischen Ereignissen sind die von auswärts kommenden Besucherströme anderweitig zu bedienen. Hierfür bietet sich ein P+R - Konzept, speziell für die anstehende Großveranstaltung konzipiert, an. Dazu gehört ein weiträumiges Abfangen der Fahrzeugströme mit Weiterleitung auf Parkflächen im außerstädtischem Bereich. Eine anschließende Bedienung dieser Parkflächen durch den öffentlichen Personennahverkehr ergibt eine attraktive und gute Abfertigungsmöglichkeit großer Besuchermassen. Der Schutz von Anwohnern vor Parksuch und - durchgangsverkehr im Bereich von Großveranstaltungen ist mit Sonderparkrechten zu unterstützen.

Das kommunale System von Parkdauer und - gebührenstaffelung ist für Großveranstaltungen nur unzureichend umzusetzen. Im allgemeinen sind mit diesen Strategien langfristige Zielsetzungen erreichbar und für die kurze Dauer vieler Großveranstaltungen ohne Einfluss. Eine Zunahme des Parksuchverkehrs (nach billigeren Stellplätzen) kann zudem die Folge von hohen Parkgebühren sein.

Zukünftige Informationssysteme werden in ihren Leistungen dem Parksuchenden eine umfassendere Hilfe anbieten, die Alternativen für eine Zielerreichung aufzeigen.

Divisions: 13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences
13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences > Institutes of Transportation
13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences > Institutes of Transportation > Institute for Transport Planning and Traffic Engineering
Date Deposited: 06 Oct 2016 12:38
Official URL: https://www.verkehr.tu-darmstadt.de/media/verkehr/fgvv/beruf...
Referees: Boltze, Prof. Dr. Manfred
Export:
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