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Stadtverkehr der Zukunft

Engel, Christoph (1999):
Stadtverkehr der Zukunft.
TU Darmstadt,
[Seminar paper (Midterm)]

Abstract

In der Seminararbeit "Stadtverkehr der Zukunft" wurde zum einen aufgrund von heute schon erkennbaren Tendenzen und zum anderen aufgrund von prognostizierten Entwicklungen ein Bild des Stadtverkehrs der Zukunft gezeichnet. Dabei handelt es sich nicht um eine Prognose für einen bestimmten Zeitpunkt, sondern vielmehr um einen Überblick, beschränkt auf die Bereiche MIV und ÖV. Die Arbeit erhebt in Anbetracht der Vielfältigkeit des Themas keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Stadt und Verkehr stehen seit jeher in einem Wechselverhältnis. Sie bedingen sich in ihrer Entwicklung gegenseitig. Deshalb ist es unerläßlich, sich im Rahmen der Thematik auch die zukünftige Entwicklung der Städte vor Augen zu führen. Dabei ist davon auszugehen, daß sich die heute schon erkennbaren Tendenzen fortsetzen werden und die Bedeutung der Innenstädte als wirtschaftliche Zentren zurückgehen wird, jedoch stärker als Wohn- und Freizeitgebiete genutzt werden. Zugleich wird die Bedeutung der im Umland gelegenen Nebenzentren weiter zunehmen. Dadurch wird sich dann die räumliche Verteilung der Verkehrsströme der veränderten Stadtstruktur anpassen und nicht mehr auf ein Zentrum ausgerichtet sein.

Auch in der Stadt der Zukunft wird das Auto eine Rolle spielen, denn einen notwendigen Autoverkehr wird es immer geben und autofreie Innenstädte werden auch künftig nicht zu realisieren sein. Verbesserungen der heute im allgemeinen als belastend eingestuften (Auto- )Verkehrssituation könnten sich durch Veränderungen in der Fahrzeugtechnik ergeben. Auch beim Parken sind in Zukunft noch Verbesserungen möglich (Leitsysteme, Parksysteme). Monetären Maßnahmen wird künftig eine größere Bedeutung beigemessen, z.B. in Form von Straßenbenutzungsgebühren. Ferner ist auch der Bereich des organisierten Mitfahrens noch ausbaufähig (Mitfahrerzentralen).

Ziel für die Zukunft ist es, dem ÖV einen höheren Stellenwert als heute einzuräumen. Dabei gilt es, die Herausforderungen, die sich aus dem städtischen Strukturwandel ergeben, zu meistern. Verbesserungen in der Konzeption des ÖV sind künftig unumgänglich, beispielsweise die Verbesserung des Services zur Vermarktung der Dienstleistung Verkehr. In der Finanzierung des ÖV muß man angesichts leerer öffentlicher Kassen in Zukunft nach anderen Wegen suchen, um die Qualität halten und erhöhen zu können.

Zukünftig werden zwar alle uns heute bekannten Verkehrsmittel in ihrer grundsätzlichen Konzeption weiter bestehen, aber es werden auch neue hinzukommen. Aber ob und inwiefern diese sich durchsetzen werden und ob die in dieser Arbeit aufgezeigten Möglichkeiten des Stadtverkehrs der Zukunft Realität werden, wird erst die Zukunft selbst zeigen.

Item Type: Seminar paper (Midterm)
Erschienen: 1999
Creators: Engel, Christoph
Title: Stadtverkehr der Zukunft
Language: German
Abstract:

In der Seminararbeit "Stadtverkehr der Zukunft" wurde zum einen aufgrund von heute schon erkennbaren Tendenzen und zum anderen aufgrund von prognostizierten Entwicklungen ein Bild des Stadtverkehrs der Zukunft gezeichnet. Dabei handelt es sich nicht um eine Prognose für einen bestimmten Zeitpunkt, sondern vielmehr um einen Überblick, beschränkt auf die Bereiche MIV und ÖV. Die Arbeit erhebt in Anbetracht der Vielfältigkeit des Themas keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Stadt und Verkehr stehen seit jeher in einem Wechselverhältnis. Sie bedingen sich in ihrer Entwicklung gegenseitig. Deshalb ist es unerläßlich, sich im Rahmen der Thematik auch die zukünftige Entwicklung der Städte vor Augen zu führen. Dabei ist davon auszugehen, daß sich die heute schon erkennbaren Tendenzen fortsetzen werden und die Bedeutung der Innenstädte als wirtschaftliche Zentren zurückgehen wird, jedoch stärker als Wohn- und Freizeitgebiete genutzt werden. Zugleich wird die Bedeutung der im Umland gelegenen Nebenzentren weiter zunehmen. Dadurch wird sich dann die räumliche Verteilung der Verkehrsströme der veränderten Stadtstruktur anpassen und nicht mehr auf ein Zentrum ausgerichtet sein.

Auch in der Stadt der Zukunft wird das Auto eine Rolle spielen, denn einen notwendigen Autoverkehr wird es immer geben und autofreie Innenstädte werden auch künftig nicht zu realisieren sein. Verbesserungen der heute im allgemeinen als belastend eingestuften (Auto- )Verkehrssituation könnten sich durch Veränderungen in der Fahrzeugtechnik ergeben. Auch beim Parken sind in Zukunft noch Verbesserungen möglich (Leitsysteme, Parksysteme). Monetären Maßnahmen wird künftig eine größere Bedeutung beigemessen, z.B. in Form von Straßenbenutzungsgebühren. Ferner ist auch der Bereich des organisierten Mitfahrens noch ausbaufähig (Mitfahrerzentralen).

Ziel für die Zukunft ist es, dem ÖV einen höheren Stellenwert als heute einzuräumen. Dabei gilt es, die Herausforderungen, die sich aus dem städtischen Strukturwandel ergeben, zu meistern. Verbesserungen in der Konzeption des ÖV sind künftig unumgänglich, beispielsweise die Verbesserung des Services zur Vermarktung der Dienstleistung Verkehr. In der Finanzierung des ÖV muß man angesichts leerer öffentlicher Kassen in Zukunft nach anderen Wegen suchen, um die Qualität halten und erhöhen zu können.

Zukünftig werden zwar alle uns heute bekannten Verkehrsmittel in ihrer grundsätzlichen Konzeption weiter bestehen, aber es werden auch neue hinzukommen. Aber ob und inwiefern diese sich durchsetzen werden und ob die in dieser Arbeit aufgezeigten Möglichkeiten des Stadtverkehrs der Zukunft Realität werden, wird erst die Zukunft selbst zeigen.

Divisions: 13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences
13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences > Institutes of Transportation
13 Department of Civil and Environmental Engineering Sciences > Institutes of Transportation > Institute for Transport Planning and Traffic Engineering
Date Deposited: 06 Oct 2016 12:24
Official URL: https://www.verkehr.tu-darmstadt.de/media/verkehr/fgvv/beruf...
Referees: Boltze, Prof. Dr. Manfred
Export:
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