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Unfallgeschehen und Unfallursachen bei älteren Verkehrsteilnehmern

Robitzsch, Max (2004)
Unfallgeschehen und Unfallursachen bei älteren Verkehrsteilnehmern.
Technische Universität Darmstadt
Studienarbeit, Bibliographie

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich als Literaturrecherche mit dem Unfallgeschehen von Senioren und den für sie typischen Unfällen.

Dabei stellte sich heraus, dass Senioren als Autofahrer, trotz ihrer absolut gesehen niedrigen Unfallzahlen, bezogen auf ihre Fahrleistung überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt sind. Oft tragen sie dabei auch die Hauptschuld. Ihr Fahrrisiko liegt zwar unter dem Risiko von Fahranfängern, besonders im sehr hohen Alter steigt es jedoch substantiell über das des Durchschnitts.

Als Radfahrer und Fußgänger sind Senioren besonders gefährdet, hier ist ein noch viel deutlicherer Anstieg der Unfall- und insbesondere der Todesfallzahlen mit dem Alter zu beobachten. Grund für die hohe Anzahl von Todesfällen ist dabei primär die größere Gebrechlichkeit der Senioren. Was die Frage der Schuldzuweisung betrifft, gehen gerade bei Fußgängern die Meinungen der Fachliteratur auseinander.

Typische Unfälle für Senioren sind solche, bei denen sie viele Informationen schnell verarbeiten müssen, so etwa in Vorfahrtssituationen. Hierbei kommt es oft zu Fehlern und Auslassungen im notwendigen Handeln. Untypisch sind für sie dafür solche Unfälle, welche meist durch Leichtsinn oder generell unverantwortliches Fahrverhalten verursacht werden, so zum Beispiel Unfälle beim Überholen.

Die durch das Alter eingeschränkten Fähigkeiten können jedoch durch die größere Verantwortlichkeit der Senioren nicht vollständig ausgeglichen werden, was im Extremfall zur Fahruntauglichkeit führt (siehe dazu auch die Gruppenseminararbeit, welche sich umfangreich mit diesem Thema beschäftigt).

Um die Verkehrsumwelt für Senioren sicherer zu machen, schlägt die Fachliteratur neben Tests der Fahrfähigkeit eine Reihe von Maßnahmen vor, die sich grundsätzlich aber für alle Altergruppen positiv auswirken dürften. Oft genannte infrastrukturelle Vorschläge sind hierbei eine Reduzierung der Geschwindigkeiten, die Vereinfachung von Kreuzungssituationen oder mehr Fußgängerquerungshilfen.

Typ des Eintrags: Studienarbeit
Erschienen: 2004
Autor(en): Robitzsch, Max
Art des Eintrags: Bibliographie
Titel: Unfallgeschehen und Unfallursachen bei älteren Verkehrsteilnehmern
Sprache: Deutsch
Referenten: Boltze, Prof. Dr. Manfred
Publikationsjahr: 2004
URL / URN: https://www.verkehr.tu-darmstadt.de/media/verkehr/fgvv/beruf...
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich als Literaturrecherche mit dem Unfallgeschehen von Senioren und den für sie typischen Unfällen.

Dabei stellte sich heraus, dass Senioren als Autofahrer, trotz ihrer absolut gesehen niedrigen Unfallzahlen, bezogen auf ihre Fahrleistung überdurchschnittlich oft in Unfälle verwickelt sind. Oft tragen sie dabei auch die Hauptschuld. Ihr Fahrrisiko liegt zwar unter dem Risiko von Fahranfängern, besonders im sehr hohen Alter steigt es jedoch substantiell über das des Durchschnitts.

Als Radfahrer und Fußgänger sind Senioren besonders gefährdet, hier ist ein noch viel deutlicherer Anstieg der Unfall- und insbesondere der Todesfallzahlen mit dem Alter zu beobachten. Grund für die hohe Anzahl von Todesfällen ist dabei primär die größere Gebrechlichkeit der Senioren. Was die Frage der Schuldzuweisung betrifft, gehen gerade bei Fußgängern die Meinungen der Fachliteratur auseinander.

Typische Unfälle für Senioren sind solche, bei denen sie viele Informationen schnell verarbeiten müssen, so etwa in Vorfahrtssituationen. Hierbei kommt es oft zu Fehlern und Auslassungen im notwendigen Handeln. Untypisch sind für sie dafür solche Unfälle, welche meist durch Leichtsinn oder generell unverantwortliches Fahrverhalten verursacht werden, so zum Beispiel Unfälle beim Überholen.

Die durch das Alter eingeschränkten Fähigkeiten können jedoch durch die größere Verantwortlichkeit der Senioren nicht vollständig ausgeglichen werden, was im Extremfall zur Fahruntauglichkeit führt (siehe dazu auch die Gruppenseminararbeit, welche sich umfangreich mit diesem Thema beschäftigt).

Um die Verkehrsumwelt für Senioren sicherer zu machen, schlägt die Fachliteratur neben Tests der Fahrfähigkeit eine Reihe von Maßnahmen vor, die sich grundsätzlich aber für alle Altergruppen positiv auswirken dürften. Oft genannte infrastrukturelle Vorschläge sind hierbei eine Reduzierung der Geschwindigkeiten, die Vereinfachung von Kreuzungssituationen oder mehr Fußgängerquerungshilfen.

Fachbereich(e)/-gebiet(e): 13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Verbund Institute für Verkehr
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Verbund Institute für Verkehr > Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
Hinterlegungsdatum: 06 Okt 2016 08:24
Letzte Änderung: 21 Jun 2018 14:30
PPN:
Referenten: Boltze, Prof. Dr. Manfred
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