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Internationaler Vergleich des Qualitätsmanagements für Lichtsignalanalagen

Walter, Andreas :
Internationaler Vergleich des Qualitätsmanagements für Lichtsignalanalagen.
TU Darmstadt
[Masterarbeit], (2015)

Kurzbeschreibung (Abstract)

Qualitätsmanagement für Lichtsignalanalgen ist ein relativ neuer Bereich, der in der Praxis noch nicht weit verbreitet ist. In den Richtlinien für Lichtsignalanalagen RiLSA ist dieser Ansatz erst seit der Version aus dem Jahr 2010 vorhanden. Dennoch ist das Qualitätsmanagement eine bereits gut bekannte und in vielen Unternehmen angewandte Methode. Dazu haben in hohem Maße die Normen der DIN EN ISO 9000ff.-Reihe beigetragen, die sich mit dem Qualitätsmanagement befassen. Die Grundzüge dieser Normen sind in der dieser Arbeit dargestellt. Sie haben einen allgemeinen Charakter und sind auf alle Branchen anwendbar, nicht nur auf das Verkehrsmanagement und Lichtsignalanalgen.

Eine wichtige Rolle für das Qualitätsmanagement, u.a. für Lichtsignalanalagen, spielt auch das Performance Measurement, das im Rahmen dieser Arbeit ebenfalls beschrieben wird, denn in der Regel können nur diejenigen Sachverhalte vom Qualitätsmanagement erfasst werden, die durch Kennzahlen abgebildet werden können.

Um Lichtsignalanlagen als Themengebiet für das Qualitätsmanagements abzugrenzen und Besonderheiten aufzuzeigen, wird im nächsten Schritt der Inhalt der einschlägigen deutschen Richtlinien beleuchtet. Zu diesen Normen gehören die RiLSA, 2010, HBS, 2001 sowie die Hinweise zum Qualitätsmanagement für Lichtsignalanalagen HQML, 2014. Zentrale Aufgabe beim Qualitätsmanagement für Lichtsignalanlagen ist es dabei die Prozesse zu identifizieren, die für die verschiedenen Lebensphasen von Lichtsignalanalagen von Bedeutung sind und auf diese Phasen die PDCA-Methode anzuwenden. Diese Methode und der daraus resultierende ständige Verbesserungsprozess machen das Wesen des Qualitätsmanagements aus.

Der größte Teil der Arbeit ist der Darstellung des Standes des Qualitätsmanagements für Lichtsignalanalagen in den Ländern USA, Japan und Russland und dem Vergleich dieser Länder und Deutschlands bezüglich ausgewählter Kriterien gewidmet. Es gibt auch einen kurzen Überblick über die Länder Schweiz, Österreich, Großbritannien und Frankreich. Dabei wurde festgestellt, dass in den USA das (Qualitäts-)management für Lichtsignalanlagen am umfassendsten dokumentiert ist und mit dem HCM, 2010 eine ausführliche Norm zur Messung der Qualität des Verkehrsablaufs vorhanden ist. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Quellen mit interessanten und vielversprechenden Ansätzen zum Qualitätsmanagement.

In Japan ist Qualitätsmanagement und Performance Measurement ebenfalls im Verkehrswesen vorhanden, allerdings mit geringer Akzentuierung von Lichtsignalanlagen. Was Russland betrifft, so ließen sich sowohl in den Normen als auch in der Praxis in russischen Städten kaum Hinweise auf systematisches Qualitätsmanagement finden. Meist handelt es sich, wie allerdings auch in den meisten Fällen in den anderen Ländern um Einzelmaßnahmen, die durch Störungen des Verkehrsablaufs hervorgerufen werden.

Im letzten Teil der Arbeit werden Schlussfolgerungen und Empfehlungen für Deutschland dargestellt. Unter anderem wird vorgeschlagen in den RiLSA, 2010 einen stärkeren Fokus auf die PDCA-Methode zu legen. Weiterhin wird empfohlen, dass berücksichtigt wird, dass Qualitätsmanagement ein langsamer Prozess mit schrittweisen Verbesserungen ist und in unterschiedlichen Behörden, u.a. auf verschiedenen Hierarchieebenen, unterschiedlich konzipiert werden kann.

Es wurde außerdem festgestellt, dass in allen untersuchten Ländern die zentrale Kenngröße für die Qualität des Betriebs von Lichtsignalanalagen bzw. des Verkehrssystems allgemein die mittleren Wartezeiten sind. Diese Kennzahl, die die Qualität des Verkehrsablaufs misst, hat auch deshalb eine hohe Bedeutung, da sie auch als ein Indikator für andere Qualitätsas- pekte, z.B. Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit, angesehen werden kann. Schließlich ist wichtig, dass die Qualitätspolitik und –ziele für Lichtsignalanalagen meist nicht ohne Berücksichtigung des restlichen Verkehrssystems formuliert werden können.

Typ des Eintrags: Masterarbeit
Erschienen: 2015
Autor(en): Walter, Andreas
Titel: Internationaler Vergleich des Qualitätsmanagements für Lichtsignalanalagen
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Qualitätsmanagement für Lichtsignalanalgen ist ein relativ neuer Bereich, der in der Praxis noch nicht weit verbreitet ist. In den Richtlinien für Lichtsignalanalagen RiLSA ist dieser Ansatz erst seit der Version aus dem Jahr 2010 vorhanden. Dennoch ist das Qualitätsmanagement eine bereits gut bekannte und in vielen Unternehmen angewandte Methode. Dazu haben in hohem Maße die Normen der DIN EN ISO 9000ff.-Reihe beigetragen, die sich mit dem Qualitätsmanagement befassen. Die Grundzüge dieser Normen sind in der dieser Arbeit dargestellt. Sie haben einen allgemeinen Charakter und sind auf alle Branchen anwendbar, nicht nur auf das Verkehrsmanagement und Lichtsignalanalgen.

Eine wichtige Rolle für das Qualitätsmanagement, u.a. für Lichtsignalanalagen, spielt auch das Performance Measurement, das im Rahmen dieser Arbeit ebenfalls beschrieben wird, denn in der Regel können nur diejenigen Sachverhalte vom Qualitätsmanagement erfasst werden, die durch Kennzahlen abgebildet werden können.

Um Lichtsignalanlagen als Themengebiet für das Qualitätsmanagements abzugrenzen und Besonderheiten aufzuzeigen, wird im nächsten Schritt der Inhalt der einschlägigen deutschen Richtlinien beleuchtet. Zu diesen Normen gehören die RiLSA, 2010, HBS, 2001 sowie die Hinweise zum Qualitätsmanagement für Lichtsignalanalagen HQML, 2014. Zentrale Aufgabe beim Qualitätsmanagement für Lichtsignalanlagen ist es dabei die Prozesse zu identifizieren, die für die verschiedenen Lebensphasen von Lichtsignalanalagen von Bedeutung sind und auf diese Phasen die PDCA-Methode anzuwenden. Diese Methode und der daraus resultierende ständige Verbesserungsprozess machen das Wesen des Qualitätsmanagements aus.

Der größte Teil der Arbeit ist der Darstellung des Standes des Qualitätsmanagements für Lichtsignalanalagen in den Ländern USA, Japan und Russland und dem Vergleich dieser Länder und Deutschlands bezüglich ausgewählter Kriterien gewidmet. Es gibt auch einen kurzen Überblick über die Länder Schweiz, Österreich, Großbritannien und Frankreich. Dabei wurde festgestellt, dass in den USA das (Qualitäts-)management für Lichtsignalanlagen am umfassendsten dokumentiert ist und mit dem HCM, 2010 eine ausführliche Norm zur Messung der Qualität des Verkehrsablaufs vorhanden ist. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Quellen mit interessanten und vielversprechenden Ansätzen zum Qualitätsmanagement.

In Japan ist Qualitätsmanagement und Performance Measurement ebenfalls im Verkehrswesen vorhanden, allerdings mit geringer Akzentuierung von Lichtsignalanlagen. Was Russland betrifft, so ließen sich sowohl in den Normen als auch in der Praxis in russischen Städten kaum Hinweise auf systematisches Qualitätsmanagement finden. Meist handelt es sich, wie allerdings auch in den meisten Fällen in den anderen Ländern um Einzelmaßnahmen, die durch Störungen des Verkehrsablaufs hervorgerufen werden.

Im letzten Teil der Arbeit werden Schlussfolgerungen und Empfehlungen für Deutschland dargestellt. Unter anderem wird vorgeschlagen in den RiLSA, 2010 einen stärkeren Fokus auf die PDCA-Methode zu legen. Weiterhin wird empfohlen, dass berücksichtigt wird, dass Qualitätsmanagement ein langsamer Prozess mit schrittweisen Verbesserungen ist und in unterschiedlichen Behörden, u.a. auf verschiedenen Hierarchieebenen, unterschiedlich konzipiert werden kann.

Es wurde außerdem festgestellt, dass in allen untersuchten Ländern die zentrale Kenngröße für die Qualität des Betriebs von Lichtsignalanalagen bzw. des Verkehrssystems allgemein die mittleren Wartezeiten sind. Diese Kennzahl, die die Qualität des Verkehrsablaufs misst, hat auch deshalb eine hohe Bedeutung, da sie auch als ein Indikator für andere Qualitätsas- pekte, z.B. Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit, angesehen werden kann. Schließlich ist wichtig, dass die Qualitätspolitik und –ziele für Lichtsignalanalagen meist nicht ohne Berücksichtigung des restlichen Verkehrssystems formuliert werden können.

Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Verkehr > Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Verkehr
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering
Hinterlegungsdatum: 19 Feb 2016 07:33
Gutachter / Prüfer: Boltze, Prof. Dr. Manfred ; Balluff, M.Sc. Jessica
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
Quality management for traffic signals is a relatively new topic that is not yet widespread in practice. In the German guidelines for traffic signals RiLSA this approach has only been introduced since the 2010-version. However, quality management is a well-known concept that is often applied in many companies. The norms of the DIN EN ISO 9000ff.-family dealing with quality management have strongly contributed to this trend. The main features of these norms are presented in this work. They are of general character and are applicable to all sectors of economy, not only traffic management and traffic signals. Performance measurement, which is also described in this Master Thesis, plays an important role for quality management for different areas of application including traffic signals. This results from the fact that normally only the issues represented by metrics can be managed efficiently. In order to identify the main characteristics of quality management for traffic signals the relevant German norms are examined in this work. The main norms are RiLSA, 2010, HBS, 2001 and the Guidelines for Quality Management for Traffic Signals HQML, 2014. The most important task of quality management for traffic signals is to determine all processes that can be of significance for all life phases of a traffic signal and to apply the PDCA-method to them. This method and the resulting continuous improvement process form the essence of quality management. The biggest part of the work consists of the presentation of the current state of quality management in the USA, Japan and Russia and the comparison of these countries and Germany regarding a set of selected criteria. Moreover there is some information provided about Austria, Switzerland, United Kingdom and France. In doing so it was found out that (quality) management for traffic signals in the USA is reported in the most comprehensive way and there is the norm HCM, 2010 which gives a detailed view on the measurement of traffic flow quality. Furthermore there is a range of other sources with interesting and promising approaches of quality management. In Japan, there is quality management and performance measurement in the transport sec- tor, too, but without clearly emphasizing traffic signals. On the subject of Russia can be said that neither in norms nor in practice in Russian towns references to systematic quality management could have been be found. In most cases (not only in Russia) management of traffic signals involves individual measures caused by disturbances of traffic flow. Conclusions and recommendations for Germany constitute the last part of the Master Thesis. One proposal is to place greater stress on the PDCA-method in the RiLSA, 2010. Moreover appropriate consideration should be given to the fact that quality management is a slow process with gradual improvements and that it might have to be organized differently in different agencies, e.g. if they are at different hierarchy levels. Additionally, it was noted that in all countries examined delay is the crucial performance measure of the quality of the operation of traffic signals or the whole transport system. This metric is also important because it can be used as an indicator for other aspects of quality such as environmental compatibility or economic efficiency. Finally, quality policy and objectives can’t be formulated without taking into account the whole transport system.Englisch
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