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PISA-Ergebnisse, sozioökonomischer Status der Eltern und Sprache im Elternhaus: Eine international vergleichende Studie vor dem Hintergrund unterschiedlicher Einwanderungsgesetze

Entorf, Horst :
PISA-Ergebnisse, sozioökonomischer Status der Eltern und Sprache im Elternhaus: Eine international vergleichende Studie vor dem Hintergrund unterschiedlicher Einwanderungsgesetze.
[Online-Edition: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/4778]
In: Darmstadt Discussion Papers in Economics , 148 . Darmstadt
[Report] , (2005)

Official URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/4778

Abstract

Der Artikel beschreibt die Bedeutung nationaler Einwanderungskriterien für die Zusammensetzung nationaler Stichproben am PISA-2000-Test und analysiert das entsprechende Zustandekommen der internationalen PISA-Ergebnisse. Die Rollen der für das Leseergebnis von Migranten zentralen Schülereigenschaften wie „sozioökonomischer Hintergrund der Eltern”, „gesprochene Sprache im Elternhaus” und „ausländischer Geburtsort“ werden anhand individueller PISA-Punkte von Schülern in klassischen Einwanderungsländern (Australien, Kanada, Neuseeland und USA) und europäischen Ländern mit überwiegender Arbeitsmigration (wie z.B. Frankreich und Deutschland) evaluiert. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass zum einen der sozioökonomische Status der Eltern eine entscheidende Rolle spielt, wobei in Deutschland sowohl für Migrantenkinder als für Kinder von Einheimischen im internationalen Vergleich die soziale Durchlässigkeit besonders gering ist. Das größte Potential zur Verbesserung der PISA-Ergebnisse dürfte jedoch bei der Sprachförderung im Elternhaus liegen. Zum Beispiel lässt sich für Deutschland innerhalb der Problemgruppe der Schüler mit vollem Migrationshintergrund ein Vorsprung von mehr als 60 Pisa-Punkten bei denjenigen Schülern ermitteln, bei denen im Elternhaus die Landessprache gesprochen wird (verglichen mit jenen Schülern, bei denen eine andere Sprache gesprochen wird).

Item Type: Report
Erschienen: 2005
Creators: Entorf, Horst
Title: PISA-Ergebnisse, sozioökonomischer Status der Eltern und Sprache im Elternhaus: Eine international vergleichende Studie vor dem Hintergrund unterschiedlicher Einwanderungsgesetze
Language: German
Abstract:

Der Artikel beschreibt die Bedeutung nationaler Einwanderungskriterien für die Zusammensetzung nationaler Stichproben am PISA-2000-Test und analysiert das entsprechende Zustandekommen der internationalen PISA-Ergebnisse. Die Rollen der für das Leseergebnis von Migranten zentralen Schülereigenschaften wie „sozioökonomischer Hintergrund der Eltern”, „gesprochene Sprache im Elternhaus” und „ausländischer Geburtsort“ werden anhand individueller PISA-Punkte von Schülern in klassischen Einwanderungsländern (Australien, Kanada, Neuseeland und USA) und europäischen Ländern mit überwiegender Arbeitsmigration (wie z.B. Frankreich und Deutschland) evaluiert. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass zum einen der sozioökonomische Status der Eltern eine entscheidende Rolle spielt, wobei in Deutschland sowohl für Migrantenkinder als für Kinder von Einheimischen im internationalen Vergleich die soziale Durchlässigkeit besonders gering ist. Das größte Potential zur Verbesserung der PISA-Ergebnisse dürfte jedoch bei der Sprachförderung im Elternhaus liegen. Zum Beispiel lässt sich für Deutschland innerhalb der Problemgruppe der Schüler mit vollem Migrationshintergrund ein Vorsprung von mehr als 60 Pisa-Punkten bei denjenigen Schülern ermitteln, bei denen im Elternhaus die Landessprache gesprochen wird (verglichen mit jenen Schülern, bei denen eine andere Sprache gesprochen wird).

Series Name: Darmstadt Discussion Papers in Economics
Volume: 148
Place of Publication: Darmstadt
Divisions: 01 Law and Economics
01 Law and Economics > Volkswirtschaftliche Fachgebiete
Date Deposited: 31 Jan 2016 20:57
Official URL: http://tuprints.ulb.tu-darmstadt.de/4778
URN: urn:nbn:de:tuda-tuprints-47786
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