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Laufzeitbasierte Indoor-Navigation für die Wartung von Brandschutzeinrichtungen

Kreger, Michael :
Laufzeitbasierte Indoor-Navigation für die Wartung von Brandschutzeinrichtungen.
TU Darmstadt
[Diplom- oder Magisterarbeit], (2011)

Kurzbeschreibung (Abstract)

Technische Anlagen müssen in regelmäßigen Abständen gewartet und inspiziert werden, um ihre bestimmungsmäßige Funktion aufrecht zu halten. Besonders Fehlfunktionen im Ernstfall bei Anlagen, deren Aufgabe es ist, Personen und Sachwerte zu schützen oder vor Gefahren zu warnen, ziehen unangenehme Folgen nach sich. Zum einen kann es sein, dass zivilrechtliche Prozesse auf den Betreiber zukommen und zum anderen erbringen Versicherungen im Schadensfall eventuell keine Leistung. Hierzu gehören z.B. Anlagen des Brandschutzes in Gebäuden, die in dieser Ausarbeitung betrachtet werden. Im Gegensatz zu technischen Geräten, die ständig aktiv sind und deren Fehlfunktionen man direkt bei Ausfall erkennt, muss man sich bei Brandschutzeinrichtungen darauf verlassen, dass sie bei einem eventuellen Brandfall funktionieren. Um dies sicherzustellen, werden Geräte des anlagentechnischen Brandschutzes in vorgegebenem Umfang und fest vorgeschriebenen Intervallen einer kompletten oder teilhaften Funktionsprüfung unterzogen. Die Betreiber einer solchen Anlage haben dafür Sorge zu tragen, dass die teilweise gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen umgesetzt werden und beauftragen zur Risikoabwälzung und Kosteneinsparung entsprechende Fachfirmen. Die Mitarbeiter einer Instandhaltungsfirma für Brandschutzanlagen haben allerdings in komplexen Gebäudestrukturen oftmals das Problem, dass sie sich nicht ausreichend in der fremden Umgebung orientieren können. Dies führt dazu, dass Anlagenteile nicht gefunden und keine Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bei einer Fehlfunktion im Ernstfall liegt die Beweispflicht allerdings beim Betreiber der Anlage. Er muss nachweisen, dass die letzte Prüfung des betreffenden Anlagenteils ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Ihm obliegt eine Kontrollpflicht für die Maßnahmen, die er in Auftrag gegeben hat und ist so bei Fehlfunktionen im Brandfall und nicht durchgeführter Instandhaltung in jedem Falle regresspflichtig.

In der vorliegenden Ausarbeitung wurden zunächst die wichtigsten und aktuellen (2011) Gesetzte und Normen zusammengetragen. Mit Hilfe dieser Informationen wurde ein Konzept für eine Software erstellt, die sowohl Betreiber als auch Instandhalter von Anlagen des Brandschutzes bei der Ausübung ihrer Verpflichtungen unterstützt. Bestandteil der Software ist eine umfangreiche Dokumentation der ausgeführten Instandhaltungsmaßnahmen. Sie unterstützt den Betreiber bei seiner Kontrollpflicht, indem er in einer Tabelle nicht durchgeführte Wartungsarbeiten und fehlerhafte Brandschutzobjekte erkennen kann. Ein weiterer Bestandteil der Applikation ist das Führen eines Servicetechnikers auf einer vorgegebenen Route durch ein Gebäude. Hierbei werden nach und nach alle zu wartenden Brandschutzobjekte angelaufen, die zunächst verifiziert und danach die Zustände dokumentiert werden müssen.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde neben der Umsetzung der konzeptionierten Software auch ein weiteres Ortungssystem auf dessen Gebrauchstauglichkeit für die Lokalisierung von Personen in Gebäuden geprüft. Die Ausarbeitung leistet somit einen Beitrag zu einer Indoor-Navigations-Integrationsplattform (INI) [RÜPPEL u. STÜBBE 2007], die am Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen (IIB) an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) entwickelt wird. Mit Hilfe der Plattform können Gebäudeinformationen aus einer Datenbank dazu verwendet werden Grundrisse zu generieren, die für spezielle Anwendungsfälle optimiert dargestellt werden können. Bestandteil der Forschung am IIB ist ein ganzheitliches Indoor-Navigationssystem für Einsatzkräfte der Feuerwehr im Ernstfall und Servicemitarbeiter, die für die Instandhaltung von Objekten des anlagentechnischen Brandschutzes zuständig sind.

Typ des Eintrags: Diplom- oder Magisterarbeit
Erschienen: 2011
Autor(en): Kreger, Michael
Titel: Laufzeitbasierte Indoor-Navigation für die Wartung von Brandschutzeinrichtungen
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Technische Anlagen müssen in regelmäßigen Abständen gewartet und inspiziert werden, um ihre bestimmungsmäßige Funktion aufrecht zu halten. Besonders Fehlfunktionen im Ernstfall bei Anlagen, deren Aufgabe es ist, Personen und Sachwerte zu schützen oder vor Gefahren zu warnen, ziehen unangenehme Folgen nach sich. Zum einen kann es sein, dass zivilrechtliche Prozesse auf den Betreiber zukommen und zum anderen erbringen Versicherungen im Schadensfall eventuell keine Leistung. Hierzu gehören z.B. Anlagen des Brandschutzes in Gebäuden, die in dieser Ausarbeitung betrachtet werden. Im Gegensatz zu technischen Geräten, die ständig aktiv sind und deren Fehlfunktionen man direkt bei Ausfall erkennt, muss man sich bei Brandschutzeinrichtungen darauf verlassen, dass sie bei einem eventuellen Brandfall funktionieren. Um dies sicherzustellen, werden Geräte des anlagentechnischen Brandschutzes in vorgegebenem Umfang und fest vorgeschriebenen Intervallen einer kompletten oder teilhaften Funktionsprüfung unterzogen. Die Betreiber einer solchen Anlage haben dafür Sorge zu tragen, dass die teilweise gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen umgesetzt werden und beauftragen zur Risikoabwälzung und Kosteneinsparung entsprechende Fachfirmen. Die Mitarbeiter einer Instandhaltungsfirma für Brandschutzanlagen haben allerdings in komplexen Gebäudestrukturen oftmals das Problem, dass sie sich nicht ausreichend in der fremden Umgebung orientieren können. Dies führt dazu, dass Anlagenteile nicht gefunden und keine Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Bei einer Fehlfunktion im Ernstfall liegt die Beweispflicht allerdings beim Betreiber der Anlage. Er muss nachweisen, dass die letzte Prüfung des betreffenden Anlagenteils ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Ihm obliegt eine Kontrollpflicht für die Maßnahmen, die er in Auftrag gegeben hat und ist so bei Fehlfunktionen im Brandfall und nicht durchgeführter Instandhaltung in jedem Falle regresspflichtig.

In der vorliegenden Ausarbeitung wurden zunächst die wichtigsten und aktuellen (2011) Gesetzte und Normen zusammengetragen. Mit Hilfe dieser Informationen wurde ein Konzept für eine Software erstellt, die sowohl Betreiber als auch Instandhalter von Anlagen des Brandschutzes bei der Ausübung ihrer Verpflichtungen unterstützt. Bestandteil der Software ist eine umfangreiche Dokumentation der ausgeführten Instandhaltungsmaßnahmen. Sie unterstützt den Betreiber bei seiner Kontrollpflicht, indem er in einer Tabelle nicht durchgeführte Wartungsarbeiten und fehlerhafte Brandschutzobjekte erkennen kann. Ein weiterer Bestandteil der Applikation ist das Führen eines Servicetechnikers auf einer vorgegebenen Route durch ein Gebäude. Hierbei werden nach und nach alle zu wartenden Brandschutzobjekte angelaufen, die zunächst verifiziert und danach die Zustände dokumentiert werden müssen.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde neben der Umsetzung der konzeptionierten Software auch ein weiteres Ortungssystem auf dessen Gebrauchstauglichkeit für die Lokalisierung von Personen in Gebäuden geprüft. Die Ausarbeitung leistet somit einen Beitrag zu einer Indoor-Navigations-Integrationsplattform (INI) [RÜPPEL u. STÜBBE 2007], die am Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen (IIB) an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) entwickelt wird. Mit Hilfe der Plattform können Gebäudeinformationen aus einer Datenbank dazu verwendet werden Grundrisse zu generieren, die für spezielle Anwendungsfälle optimiert dargestellt werden können. Bestandteil der Forschung am IIB ist ein ganzheitliches Indoor-Navigationssystem für Einsatzkräfte der Feuerwehr im Ernstfall und Servicemitarbeiter, die für die Instandhaltung von Objekten des anlagentechnischen Brandschutzes zuständig sind.

Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering
Hinterlegungsdatum: 14 Jan 2015 13:29
Zusätzliche Informationen:

Betreuer: Uwe Zwinger

Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
Technical installations have to be inspected and maintained periodically in order to assure their appropriated function. In particular functional disorders at those installations with the objective to save life and assets or warn about the danger can have a dramatically negative effect in emergency. Possible implications for the operator are a lawsuit by civil law and a rejection of insurance claims. These include amongst others technical installations for fire prevention in buildings, which are in particular discussed in this composition. In contrast to permanent active technical installations, those directly pinpoint the disorder, the technical installations for fire prevention have to be absolutely reliable in case of emergency. In order to ensure the proper functionality the installations of the plant specific fire prevention are controlled in a mandatory extent and interval. The operators of these installations have to ensure that these required actions are implemented and therefore mostly authorize an external maintenance provider to assign risks and minimize costs. The employees of these maintenance entities for fire prevention installations mostly are not sufficiently capable to find their way in foreign and complex building constructions. Consequently parts of installations are not found and the mandatory maintenance can’t be guaranteed. But in case of emergency the operator of the installation has the burden of proof. He has to evidence that the last maintenance of the affected installation was executed duly. The operator of the installation has the sole responsibility for control of the maintenance, which he outsourced. In case of disorder and a prior lacking maintenance, the operator of the installation is liable to recourse. In this present composition the core and current (2011) laws and standards are compiled. On this basis a software concept was modeled, that facilitate the mandatory duties of the operator and maintenance entities for the fire control installations. One part of the software is the comprehensive documentation of the executed maintenance operations. A list of all not executed maintenance operations and deficient installations assists the operator in the responsibility for control. Another part of the application is the guidance of a service technician on a given track within a building. Bit by bit all installations to be maintained are piloted, verified and their status is documented. In parallel to the implementation of the modeled software, a further navigation system is tested for usability to locate people in buildings. Thus this present composition makes a contribution to the indoor-navigation-integration-platform (INI) [RÜPPEL u. STÜBBE 2007], that is currently researched at the Institute of Numerical Methods and Informatics in Civil Engineering (IIB) at the Technical University of Darmstadt (TUD). The platform allows a data usage of building information from a database to generate ground plans. An optimized and use case specific view of a ground plan can be generated. One component of the research work at the IIB is the holistic indoor-navigation system for rescue squads of the fire service in emergency and the service entities that are responsible for the maintenance of the fire control installations.Englisch
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