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Definition charakteristischer Prozesseigenschaften für Baustellentätigkeiten mit Gefährdungspotential für die Nutzung mit semantischen Technologien

Scheich, Patrick :
Definition charakteristischer Prozesseigenschaften für Baustellentätigkeiten mit Gefährdungspotential für die Nutzung mit semantischen Technologien.
TU Darmstadt
[Bachelorarbeit], (2014)

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die Anzahl und Schwere von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen ist in den letzten Jahren auf Grund von umfassenden Unfallpräventionsmaßnahmen der Unfallversicherungen (DGUV) und der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG-Bau) zwar stark zurückgegangen, jedoch besteht in der Bauwirtschaft im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen ein deutlich erhöhtes Gefährdungspotential. Ziel des durch die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderten Forschungsprojektes iSAM (integratives Safety-Awareness-Modell zur Vermeidung von Unfällen auf Baustellen) ist die Erforschung eines integrativen Models zur Reduzierung der Unfälle auf Baustellen. Das Safety-Awareness-Modell soll eine ganzheitliche Überwachung sicherheitsrelevanter Prozesse abbilden und ein Frühwarnsystem für mögliches Unfallpotential darstellen. Im Rahmen dieser Thesis werden unter anderem die bestehenden gesetzlichen Regelungen und Vorschriften der BG-Bau analysiert und kategorisiert sowie die Begriffe des Bauprozesses und der Gefährdung definiert. Die einzelnen Bauprozesse werden mit charakteristischen Eigenschaften in Form von spezifischen Tätigkeiten, Arbeitsmaterialien, Zeitaufwand, Personalaufwendung und Werkzeugeinsatz beschrieben. Aus diesen Eigenschaften kann auf bestimmte Gefährdungen geschlossen werden. Mit Hilfe der analysierten Gesetzestexte und Vorschriften lässt sich der Oberbegriff der Gefährdung je nach Art und Wirkungsweise exakt kategorisieren. Da sich diese sehr komplexen Zusammenhänge jedoch nur sehr schwierig mit dem Schema einer SQL-Datenbank abbilden lassen sowie eine Änderung oder Erweiterung des Modells viel Aufwand erfordern würde, wurde die Abbildung mittels eines semantischen Netzes realisiert. Ziel ist es, anhand von vorhandenen Informationen auf eine Gefährdung der am Bau Beteiligten zu schließen. Exemplarisch wurden hierzu Ausschreibungspositionen der „STLB-Bau Dynamische Baudaten“ analysiert und in das semantische Netz eingearbeitet. Durch eine Verknüpfung dieser mit definierten Tätigkeiten und der Option des Werkzeugeinsatzes kann auf beispielhaft ausgearbeitete Gefährdungen geschlossen werden. Dies wurde sowohl für die Errichtung eines Kalksandstein-Mauerwerkes nach STLB-Bau, als auch für einzelne definierte übergewerkliche Tätigkeiten realisiert. Zur Veranschaulichung des erarbeiteten Models steht sowohl das semantische Netz in Form eines RDF-Models (Resource Description Framework), als auch eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung.

Typ des Eintrags: Bachelorarbeit
Erschienen: 2014
Autor(en): Scheich, Patrick
Titel: Definition charakteristischer Prozesseigenschaften für Baustellentätigkeiten mit Gefährdungspotential für die Nutzung mit semantischen Technologien
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die Anzahl und Schwere von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen ist in den letzten Jahren auf Grund von umfassenden Unfallpräventionsmaßnahmen der Unfallversicherungen (DGUV) und der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG-Bau) zwar stark zurückgegangen, jedoch besteht in der Bauwirtschaft im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen ein deutlich erhöhtes Gefährdungspotential. Ziel des durch die DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft) geförderten Forschungsprojektes iSAM (integratives Safety-Awareness-Modell zur Vermeidung von Unfällen auf Baustellen) ist die Erforschung eines integrativen Models zur Reduzierung der Unfälle auf Baustellen. Das Safety-Awareness-Modell soll eine ganzheitliche Überwachung sicherheitsrelevanter Prozesse abbilden und ein Frühwarnsystem für mögliches Unfallpotential darstellen. Im Rahmen dieser Thesis werden unter anderem die bestehenden gesetzlichen Regelungen und Vorschriften der BG-Bau analysiert und kategorisiert sowie die Begriffe des Bauprozesses und der Gefährdung definiert. Die einzelnen Bauprozesse werden mit charakteristischen Eigenschaften in Form von spezifischen Tätigkeiten, Arbeitsmaterialien, Zeitaufwand, Personalaufwendung und Werkzeugeinsatz beschrieben. Aus diesen Eigenschaften kann auf bestimmte Gefährdungen geschlossen werden. Mit Hilfe der analysierten Gesetzestexte und Vorschriften lässt sich der Oberbegriff der Gefährdung je nach Art und Wirkungsweise exakt kategorisieren. Da sich diese sehr komplexen Zusammenhänge jedoch nur sehr schwierig mit dem Schema einer SQL-Datenbank abbilden lassen sowie eine Änderung oder Erweiterung des Modells viel Aufwand erfordern würde, wurde die Abbildung mittels eines semantischen Netzes realisiert. Ziel ist es, anhand von vorhandenen Informationen auf eine Gefährdung der am Bau Beteiligten zu schließen. Exemplarisch wurden hierzu Ausschreibungspositionen der „STLB-Bau Dynamische Baudaten“ analysiert und in das semantische Netz eingearbeitet. Durch eine Verknüpfung dieser mit definierten Tätigkeiten und der Option des Werkzeugeinsatzes kann auf beispielhaft ausgearbeitete Gefährdungen geschlossen werden. Dies wurde sowohl für die Errichtung eines Kalksandstein-Mauerwerkes nach STLB-Bau, als auch für einzelne definierte übergewerkliche Tätigkeiten realisiert. Zur Veranschaulichung des erarbeiteten Models steht sowohl das semantische Netz in Form eines RDF-Models (Resource Description Framework), als auch eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung.

Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering > Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen
Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Civil and Environmental Engineering
Hinterlegungsdatum: 05 Jan 2015 14:49
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Betreuer: Michael Kreger

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