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Bildungsorientierte Gestaltung medialer Lernumgebungen - Eine normative Anforderungsanalyse für mediale Lernumgebungen ausgehend vom Normbereich Bildung

Leidl-Müller, Martin (2012):
Bildungsorientierte Gestaltung medialer Lernumgebungen - Eine normative Anforderungsanalyse für mediale Lernumgebungen ausgehend vom Normbereich Bildung.
Darmstadt, Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, [Online-Edition: urn:nbn:de:tuda-tuprints-30886],
[Ph.D. Thesis]

Abstract

Die Gestaltung und der Einsatz von medialen Lernumgebungen ist ein fortwährendes Thema im Forschungsfeld des technisch unterstützten Lernens. Bisher entwickelte Gestaltungskonzepte fundierten primär auf lerntheoretischen Erkenntnissen oder resultierten aus neueren technischen Möglichkeiten. Ansätze zur systematischen Entwicklung von technischen Gestaltungskriterien für mediale Lernumgebungen aus einer konsequent pädagogischen Perspektive wurden bisher nicht unternommen. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur Beantwortung der interdisziplinären Fragestellung, wie die Beschreibungslücke zwischen der normativen Kategorie des Bildungsbegriffs und der Formulierung von Spezifikationen für die technische Implementierung von Lernumgebungen auf Basis aktueller Informations- und Telekommunikationstechniken überwunden werden kann. Als Lösungsansatz wird das aus der Informatik stammende Verfahren der normativen Anforderungsanalyse (NORA) angewendet, das bereits erfolgreich in anderen Anwendungskontexten mit Normenbezug eingesetzt wurde. Hierzu wird zunächst auf Basis verschiedener Interpretationen des Bildungsbegriffs ein konsentiertes Verständnis von Bildung formuliert, welches anschließend hinsichtlich der sozialen Anforderungen und soziotechnischen Kriterien für den Gestaltungsbereich Lernumgebungen differenziert und konkretisiert wird. Ergebnis der normativen Anforderungsanalyse ist eine Konstellation von konzeptionellen Gestaltungsobjekten, die sich als Grundlage zur technischen Realisierung von medialen Lernumgebungen eignet. Die Ergebnisse der Analyse werden abschließend exemplarisch auf einen existierenden Anforderungskontext angewendet, um die praktische Anwendbarkeit des Kriteriensystems zu unter Beweis zu stellen. Weiterhin werden die Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes als Entwurfs- und Bewertungsgrundlage für mediale Lernumgebungen aufgezeigt und die Einbindung in gegenwärtige Forschungsmethoden erörtert.

Item Type: Ph.D. Thesis
Erschienen: 2012
Creators: Leidl-Müller, Martin
Title: Bildungsorientierte Gestaltung medialer Lernumgebungen - Eine normative Anforderungsanalyse für mediale Lernumgebungen ausgehend vom Normbereich Bildung
Language: German
Abstract:

Die Gestaltung und der Einsatz von medialen Lernumgebungen ist ein fortwährendes Thema im Forschungsfeld des technisch unterstützten Lernens. Bisher entwickelte Gestaltungskonzepte fundierten primär auf lerntheoretischen Erkenntnissen oder resultierten aus neueren technischen Möglichkeiten. Ansätze zur systematischen Entwicklung von technischen Gestaltungskriterien für mediale Lernumgebungen aus einer konsequent pädagogischen Perspektive wurden bisher nicht unternommen. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag zur Beantwortung der interdisziplinären Fragestellung, wie die Beschreibungslücke zwischen der normativen Kategorie des Bildungsbegriffs und der Formulierung von Spezifikationen für die technische Implementierung von Lernumgebungen auf Basis aktueller Informations- und Telekommunikationstechniken überwunden werden kann. Als Lösungsansatz wird das aus der Informatik stammende Verfahren der normativen Anforderungsanalyse (NORA) angewendet, das bereits erfolgreich in anderen Anwendungskontexten mit Normenbezug eingesetzt wurde. Hierzu wird zunächst auf Basis verschiedener Interpretationen des Bildungsbegriffs ein konsentiertes Verständnis von Bildung formuliert, welches anschließend hinsichtlich der sozialen Anforderungen und soziotechnischen Kriterien für den Gestaltungsbereich Lernumgebungen differenziert und konkretisiert wird. Ergebnis der normativen Anforderungsanalyse ist eine Konstellation von konzeptionellen Gestaltungsobjekten, die sich als Grundlage zur technischen Realisierung von medialen Lernumgebungen eignet. Die Ergebnisse der Analyse werden abschließend exemplarisch auf einen existierenden Anforderungskontext angewendet, um die praktische Anwendbarkeit des Kriteriensystems zu unter Beweis zu stellen. Weiterhin werden die Möglichkeiten und Grenzen des Ansatzes als Entwurfs- und Bewertungsgrundlage für mediale Lernumgebungen aufgezeigt und die Einbindung in gegenwärtige Forschungsmethoden erörtert.

Place of Publication: Darmstadt
Uncontrolled Keywords: Lernumgebungen Bildung E-Learning eLearning e-Learning TEL GKEL Graduiertenkolleg_E-Learning
Divisions: 20 Department of Computer Science
03 Department of Human Sciences
Date Deposited: 27 Aug 2012 14:46
Official URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-30886
Additional Information:

Diese Dissertation entand im Umfeld des interdisziplinären DFG-Graduiertenkollegs "Qualitätsverbesserung im E-Learning durch rückgekoppelte Prozesse".

License: only the rights of use according to UrhG
Referees: Sesink, Prof. Dr. Werner and Schmitz, Prof. Dr. Bernhard and Mühlhäuser, Prof. Dr. Max
Refereed / Verteidigung / mdl. Prüfung: 3 July 2012
Alternative keywords:
Alternative keywordsLanguage
learning_environments e-learning technology_enhanced_learning TELEnglish
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language
The design and application of media learning environments is a continual topic in research related to technology-enhanced learning. Previously developed design concepts were based mainly on insights of learning theories or resulted from the new opportunities offered by emerging technologies. By now, it has not been tried to systematically develop technical design criteria for media learning environments from a pedagogical point of view. This thesis contributes to answering the interdisciplinary problem of bridging the gap between the normative category of the pedagogical notion of 'Bildung' and the generation of precise specifications for the technical implementation of learning environments based on current information and communication technology. To solve this problem, the computer-scientific method 'Normative Requirements Analysis (NORA)' is applied with regard to the pedagogical key objective of 'Bildung'. Initial point for this approach is the formulation of a consensual understanding of the term 'Bildung', based on an investigation of its different interpretations in literature. As next steps, social requirements and socio-technical criteria of media learning environments are derived and particularised according to the NORA-method. The outcome of the normative requirements analysis is a set of conceptual design objects, which are able to fulfill the design objectives related to these criteria. The resulting design objects constitute a suitable basis for the technical implementation of media learning environments. Finally, the results of the analysis are applied to an existing requirements context, in order to prove the applicability of the criteria system in practice. Furthermore, the opportunities and limitations of the approach as a tool for designing and evaluating media learning environments are demonstrated, and integration into current research methods is discussed.English
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