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Wirtschaftselite in der Gestaltung organisationaler Transformationen am Beispiel von Topmanagern in Kroatien, Serbien und Slowenien

Schoch, Angela Sandra (2011):
Wirtschaftselite in der Gestaltung organisationaler Transformationen am Beispiel von Topmanagern in Kroatien, Serbien und Slowenien.
Darmstadt, TU Darmstadt, [Online-Edition: urn:nbn:de:tuda-tuprints-26673],
[Ph.D. Thesis]

Abstract

Seit den 90er Jahren wurde die osteuropäische und südosteuropäische Wirtschaftselite in den Transformationsstaaten im Zuge der Privatisierungen vor große und neue Herausforderungen in ihrem Topmanagementhandeln gestellt. Für die postjugoslawische Wirtschaftselite der größten Unternehmen in den ehemaligen drei jugoslawischen Republiken Kroatien, Serbien und Slowenien, die organisationale Transformationen von Großunternehmen zu verantworten hatten, stellte sich gerade der organisationale Umbruch von Großunternehmen besonders schwierig dar. Die Gründe hierfür liegen im Unternehmensumfeld, auf der Ebene der Unternehmen und bei den Handelnden selbst. Insbesondere die kriegerischen Auseinandersetzungen in den 90er Jahren, der teils mangelnde Wille führender politischer Akteure zur Umgestaltung ihrer neuen Länder in pluralistische Demokratien sowie systemimmanente Besonderheiten, die gerade im jugoslawischen staatssozialistischen System einzigartig implementiert waren, erscheinen als wichtige Gründe im Unternehmensumfeld. Auf organisationaler Ebene werden insbesondere personalpolitische Aspekte näher beleuchtet. Mit Blick auf die handelnden Akteure selbst wird ihre Herkunft und Sozialisation im Staatssozialismus entsprechend analysiert. Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Analyse wird zunächst auf Rahmenbedingungen gesetzt, welche das Handeln der Wirtschaftselite eingrenzen und dann auf die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten organisationaler Transformationen gelegt. Diese empirische Forschungsarbeit (persönliche Interviews mit erfolgreichen Unternehmern und Topmanagern der größten postjugoslawischen Unternehmen) bewegt sich aufgrund ihres wissenschaftlich und geografisch wenig beforschten Forschungsgegenstandes in einem interdisziplinären theoretischen Bezugsrahmen, der sich aus elitetheoretischen Ansätzen der Soziologie, einem akteursorientierten Denkansatz aus der Topmanagementforschung (Upper Echelon Perspective) sowie aus aktuellen Erkenntnissen der Change-Managementlehre und –forschung zusammensetzt. Analysen aus Sicht der Handelnden im Topmanagement, also eine akteursorientierte Betrachtung, waren und sind noch bis dato in der Managementforschung und in den Sozialwissenschaften eher Ausnahmen. Diese Arbeit liefert einen Beitrag, um diese Lücke zu schmälern.

Item Type: Ph.D. Thesis
Erschienen: 2011
Creators: Schoch, Angela Sandra
Title: Wirtschaftselite in der Gestaltung organisationaler Transformationen am Beispiel von Topmanagern in Kroatien, Serbien und Slowenien
Language: German
Abstract:

Seit den 90er Jahren wurde die osteuropäische und südosteuropäische Wirtschaftselite in den Transformationsstaaten im Zuge der Privatisierungen vor große und neue Herausforderungen in ihrem Topmanagementhandeln gestellt. Für die postjugoslawische Wirtschaftselite der größten Unternehmen in den ehemaligen drei jugoslawischen Republiken Kroatien, Serbien und Slowenien, die organisationale Transformationen von Großunternehmen zu verantworten hatten, stellte sich gerade der organisationale Umbruch von Großunternehmen besonders schwierig dar. Die Gründe hierfür liegen im Unternehmensumfeld, auf der Ebene der Unternehmen und bei den Handelnden selbst. Insbesondere die kriegerischen Auseinandersetzungen in den 90er Jahren, der teils mangelnde Wille führender politischer Akteure zur Umgestaltung ihrer neuen Länder in pluralistische Demokratien sowie systemimmanente Besonderheiten, die gerade im jugoslawischen staatssozialistischen System einzigartig implementiert waren, erscheinen als wichtige Gründe im Unternehmensumfeld. Auf organisationaler Ebene werden insbesondere personalpolitische Aspekte näher beleuchtet. Mit Blick auf die handelnden Akteure selbst wird ihre Herkunft und Sozialisation im Staatssozialismus entsprechend analysiert. Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Analyse wird zunächst auf Rahmenbedingungen gesetzt, welche das Handeln der Wirtschaftselite eingrenzen und dann auf die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten organisationaler Transformationen gelegt. Diese empirische Forschungsarbeit (persönliche Interviews mit erfolgreichen Unternehmern und Topmanagern der größten postjugoslawischen Unternehmen) bewegt sich aufgrund ihres wissenschaftlich und geografisch wenig beforschten Forschungsgegenstandes in einem interdisziplinären theoretischen Bezugsrahmen, der sich aus elitetheoretischen Ansätzen der Soziologie, einem akteursorientierten Denkansatz aus der Topmanagementforschung (Upper Echelon Perspective) sowie aus aktuellen Erkenntnissen der Change-Managementlehre und –forschung zusammensetzt. Analysen aus Sicht der Handelnden im Topmanagement, also eine akteursorientierte Betrachtung, waren und sind noch bis dato in der Managementforschung und in den Sozialwissenschaften eher Ausnahmen. Diese Arbeit liefert einen Beitrag, um diese Lücke zu schmälern.

Place of Publication: Darmstadt
Collation: VIII, 354 S.
Divisions: 01 Department of Law and Economics
02 Department of History and Social Science
Date Deposited: 21 Jul 2011 08:28
Official URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-26673
License: Creative Commons: Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0
Referees: Hartmann, Prof. Dr. Michael and Stock-Homburg, Prof. Dr. Ruth
Refereed / Verteidigung / mdl. Prüfung: 4 May 2011
Alternative Abstract:
Alternative abstract Language
Since the 90’s the economic elite in the eastern and south-eastern european transformation states were facing tremendous challenges in change management behaviour in the course of privatization. The organisational transformation of large enterprises in particular constituted an enormous challenge for the post-jugoslavian economic elite that took responsibility for these turnarounds. The root causes therefore are manifold and can be found in the environment of the enterprises, on organisational level and to a large extend also on the individual level - the top managers themselves. With respect to the individuals – the acting top managers - the social origin and the socialization in the state socialism will be analysed. At first the main focus of the scientific analysis will be directed towards the determining factors that curtail the acting of the respective economic elite in the former jugoslavian republics Croatia, Serbia and Slovenia. In a next step the individual scope of design will be illustrated. The empirical research study at hand (personal interviews have been conducted with successful entrepreneurs and top managers of the largest post-jugoslavian enterprises) covers an interdisciplinary theoretical framework of reference that is constituted of theoretical rudiments of elite sociology, an acting driven approach stemming from top management research and current findings of change management research. Analyses from the point of view of the “upper echelon perspective” represent exceptions in social science and management research. This dissertation furnishes a contribution to filling this gap.English
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