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Soziale Netzwerke und Karrieren. Zum Einfluss von Beziehungen und Netzwerkstrukturen auf den beruflichen Erfolg von Frauen und Männern.

Gondani, Bahareh :
Soziale Netzwerke und Karrieren. Zum Einfluss von Beziehungen und Netzwerkstrukturen auf den beruflichen Erfolg von Frauen und Männern.
[Online-Edition: urn:nbn:de:tuda-tuprints-22174]
TU Darmstadt
[Masterarbeit], (2010)

Offizielle URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-22174

Kurzbeschreibung (Abstract)

Eine der Bereiche in der modernen, westlichen Gesellschaft, in der trotz aller Gleichheitsrhetorik eine frappierende Geschlechterungleichheit vorherrscht, ist die Erwerbsarbeit. Trotz aller Bemühungen die Geschlechterdifferenzen auf dem Arbeitsmarkt zu reduzieren, sinkt der Frauenanteil mit jeder höheren Karrierestufe. In den Führungsetagen von Wirtschaft und öffentlichen Dienst sind Frauen stark unterrepräsentiert. Eine Vielzahl von Studien hat in den letzten Jahrzehnten die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen zu erklären versucht. Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeitsmarkt- und Karriereforschung weisen immer wieder darauf hin, dass soziale Beziehungen und Netzwerke am Arbeitsplatz zu der Geschlechterungleichheit in Karriere und Beruf beitragen. Eine Methode und theoretische Perspektive, die für die Analyse sozialer Relationen entwickelt worden ist, ist die soziale Netzwerkanalyse. Sie hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil des methodischen Instrumentariums der sozialwissenschaftlichen Forschung entwickelt. In der deutschen Arbeitsmarkt- und Karriereforschung sind die vorwiegend aus der englischsprachigen Sozialforschung stammenden Netzwerkstudien bislang unbeachtet geblieben. Die vorliegende Arbeit stellt eine kritische Bestandsaufnahme einschlägiger netzwerkanalytischer Studien zu gender & work dar. Die Autorin stellt die wichtigsten netzwerkanalytischen Studien vor und diskutiert sie in Hinblick auf ihren wissenschaftlichen Ertrag. Sie hinterfragt die theoretischen Annahmen des Netzwerkkonzeptes und überprüft, ob die durchgeführte Netzwerkstudien die großen Erwartungen erfüllen, die an sie gerichtet werden. Die Autorin kann zeigen, dass die Netzwerkforschung bislang die Frage nicht klären konnte, warum sich die beruflichen Netzwerke von Frauen und Männern unterscheiden und welche Konsequenzen diese Unterschiede für die berufliche Karriere haben. Dieses Erklärungsdefizit kann zum einen auf eine Vernachlässigung theoretischer Fragen und zum anderen auf eine Perspektive auf die soziale Welt, die sich zu stark auf Strukturen konzentriert und die Akteure und ihre soziale Praxis aus dem Blick verliert, zurückgeführt werden.

Typ des Eintrags: Masterarbeit
Erschienen: 2010
Autor(en): Gondani, Bahareh
Titel: Soziale Netzwerke und Karrieren. Zum Einfluss von Beziehungen und Netzwerkstrukturen auf den beruflichen Erfolg von Frauen und Männern.
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Eine der Bereiche in der modernen, westlichen Gesellschaft, in der trotz aller Gleichheitsrhetorik eine frappierende Geschlechterungleichheit vorherrscht, ist die Erwerbsarbeit. Trotz aller Bemühungen die Geschlechterdifferenzen auf dem Arbeitsmarkt zu reduzieren, sinkt der Frauenanteil mit jeder höheren Karrierestufe. In den Führungsetagen von Wirtschaft und öffentlichen Dienst sind Frauen stark unterrepräsentiert. Eine Vielzahl von Studien hat in den letzten Jahrzehnten die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen zu erklären versucht. Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeitsmarkt- und Karriereforschung weisen immer wieder darauf hin, dass soziale Beziehungen und Netzwerke am Arbeitsplatz zu der Geschlechterungleichheit in Karriere und Beruf beitragen. Eine Methode und theoretische Perspektive, die für die Analyse sozialer Relationen entwickelt worden ist, ist die soziale Netzwerkanalyse. Sie hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil des methodischen Instrumentariums der sozialwissenschaftlichen Forschung entwickelt. In der deutschen Arbeitsmarkt- und Karriereforschung sind die vorwiegend aus der englischsprachigen Sozialforschung stammenden Netzwerkstudien bislang unbeachtet geblieben. Die vorliegende Arbeit stellt eine kritische Bestandsaufnahme einschlägiger netzwerkanalytischer Studien zu gender & work dar. Die Autorin stellt die wichtigsten netzwerkanalytischen Studien vor und diskutiert sie in Hinblick auf ihren wissenschaftlichen Ertrag. Sie hinterfragt die theoretischen Annahmen des Netzwerkkonzeptes und überprüft, ob die durchgeführte Netzwerkstudien die großen Erwartungen erfüllen, die an sie gerichtet werden. Die Autorin kann zeigen, dass die Netzwerkforschung bislang die Frage nicht klären konnte, warum sich die beruflichen Netzwerke von Frauen und Männern unterscheiden und welche Konsequenzen diese Unterschiede für die berufliche Karriere haben. Dieses Erklärungsdefizit kann zum einen auf eine Vernachlässigung theoretischer Fragen und zum anderen auf eine Perspektive auf die soziale Welt, die sich zu stark auf Strukturen konzentriert und die Akteure und ihre soziale Praxis aus dem Blick verliert, zurückgeführt werden.

Freie Schlagworte: Soziale Netzwerke; Netzwerkanalyse; Social Network Analysis; Social Networks; soziale Beziehungen; Netzwerkstrukturen; Theorie; Methode; Soziologie; Sozialwissenschaften; Frauen; Männer; Geschlecht; Gender; Beruf; Arbeit; Karriere; Beruflicher Erfolg; Strukturalismus; Homophilie; soziale Praxis;
Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften > Soziologie
Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften
Hinterlegungsdatum: 12 Jul 2010 10:43
Offizielle URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-22174
Gutachter / Prüfer: Krais, Prof. Dr. Beate ; Haffner, Prof. Dr. Yvonne
Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 8 März 2008
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