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Zum Kontext-Interferenz-Effekt beim Fertigkeitserwerb im Bodenturnen

Ata, Sobhi :
Zum Kontext-Interferenz-Effekt beim Fertigkeitserwerb im Bodenturnen.
[Online-Edition: urn:nbn:de:tuda-tuprints-5381]
Technische Universität , Darmstadt
[Dissertation], (2005)

Offizielle URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-5381

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die sportmotorische Lernforschung hat in den letzten Jahren die Vorteile von Übungsbedingungen mit hoher Kontext-Interferenz (z.B. Realisierung verschiedener Fertigkeiten innerhalb einer Übungseinheit) unter Laborbedingungen wiederholt nachgewiesen (Wiemeyer, 1998). Ziel der vorliegenden Studie war es, den Kontext-Interferenz-Effekt unter praxisnahen Bedingungen im Bodenturnen zu überprüfen. In der Treatmentphase übten die Untersuchungsteilnehmer (N=52) drei Turnfertigkeiten (Rondat, Handstützüberschlag vorwärts, Rolle rückwärts in den Handstand) in geblockter oder randomisierter Reihenfolge, jeweils 63 Versuche pro Fertigkeit in 9 Wochen. Lern- und Transferleistungen wurden in einem frühen und späten Retentionstest sowie einem Transfertest geprüft. Die Ergebnisse zeigt einen partiellen Kontext-Interferenz-Effekt: Üben in geblockter Reihenfolge rief starke Leistungseffekte, aber schwache bzw. gar keine Lerneffekte hervor, während randomisiertes Üben geringe Leistungs-, aber starke Lerneffekte verursachte. Die relativ schwache Ausprägung des Kontext-Interferenz-Effekts könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Übungsumfang nicht ausgereicht hat, um bei hoher Kontext-Interferenz eine ausreichende Stabilisierung der Fertigkeiten zu erreichen.

Typ des Eintrags: Dissertation
Erschienen: 2005
Autor(en): Ata, Sobhi
Titel: Zum Kontext-Interferenz-Effekt beim Fertigkeitserwerb im Bodenturnen
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die sportmotorische Lernforschung hat in den letzten Jahren die Vorteile von Übungsbedingungen mit hoher Kontext-Interferenz (z.B. Realisierung verschiedener Fertigkeiten innerhalb einer Übungseinheit) unter Laborbedingungen wiederholt nachgewiesen (Wiemeyer, 1998). Ziel der vorliegenden Studie war es, den Kontext-Interferenz-Effekt unter praxisnahen Bedingungen im Bodenturnen zu überprüfen. In der Treatmentphase übten die Untersuchungsteilnehmer (N=52) drei Turnfertigkeiten (Rondat, Handstützüberschlag vorwärts, Rolle rückwärts in den Handstand) in geblockter oder randomisierter Reihenfolge, jeweils 63 Versuche pro Fertigkeit in 9 Wochen. Lern- und Transferleistungen wurden in einem frühen und späten Retentionstest sowie einem Transfertest geprüft. Die Ergebnisse zeigt einen partiellen Kontext-Interferenz-Effekt: Üben in geblockter Reihenfolge rief starke Leistungseffekte, aber schwache bzw. gar keine Lerneffekte hervor, während randomisiertes Üben geringe Leistungs-, aber starke Lerneffekte verursachte. Die relativ schwache Ausprägung des Kontext-Interferenz-Effekts könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Übungsumfang nicht ausgereicht hat, um bei hoher Kontext-Interferenz eine ausreichende Stabilisierung der Fertigkeiten zu erreichen.

Ort: Darmstadt
Verlag: Technische Universität
Freie Schlagworte: Kontext-Interferenz, Bewegungslernen, Turnen
Fachbereich(e)/-gebiet(e): Fachbereich Humanwissenschaften
Hinterlegungsdatum: 17 Okt 2008 09:21
Offizielle URL: urn:nbn:de:tuda-tuprints-5381
Gutachter / Prüfer: Singer, Prof. Dr. Roland
Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 10 Februar 2005
Schlagworte in weiteren Sprachen:
Einzelne SchlagworteSprache
Contextual Interference, Motor Learning, GymnasticsEnglisch
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
Previous research on contextual interference theory under controlled laboratory conditions has predominantly proved the advantage of random practice (high contextual interference) in contrast to blocked practice (low contextual interference) concerning defined motor skill and learning. This study was designed to examine the effect of contextual interference on learning three floor exercise skills (backroll balance, round off and handspring) in a naturalistic setting. 52 academic students were randomly assigned to a blocked or random practice group and performed a total amount of 63 trials of each skill wthin 9 weeks. Results were checked using immediate and delayed retention and transfer tests. A partial contextual interference effect was found: blocked practice proved to show strong performance but weak or no learning effects at all, while in contrast random practice caused low performance but strong effect of learning. It can be assumed that the low number of trials, the length of learning intervention and the complexity of the used floor exercise skills precluded stronger and more robust contextual interference effects.Englisch
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