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Analyse rollenbezogener Herausforderungen bei Einführung und Anwendung der BIM-Methodik im Hinblick auf eine wissensbasierte Unterstützung damit korrelierender Prozesse

Mattrisch, Irina :
Analyse rollenbezogener Herausforderungen bei Einführung und Anwendung der BIM-Methodik im Hinblick auf eine wissensbasierte Unterstützung damit korrelierender Prozesse.
TU Darmstadt
[Masterarbeit], (2018)

Kurzbeschreibung (Abstract)

Die Einführung der Methodik des Building Information Modeling (BIM) treibt die Digitalisierung der Baubranche in Deutschland voran. Ziel der Methodik ist es, mithilfe digitaler Arbeitsmethoden und auf der Grundlage digitaler Bauwerksmodelle Prozesse innerhalb des Lebenszyklus von Bauwerken zu unterstützen, eine kooperative, partnerschaftliche Zusammenarbeit zu ermöglichen und so Bauprojekte effizienter durchführen zu können. Die Einführung erweist sich zurzeit allerdings noch als problematisch. Die Akzeptanz ist noch gering, fehlendes Know-how, Bildung und Informationen werden oftmals als Gründe genannt, wieso nicht alle Akteure sich der Einführung von BIM anschließen. Für die Einführung steht zurzeit eine Vielzahl an Informationsquellen zur Verfügung. Doch gerade zu Beginn ist diese Vielzahl an Quellen eine echte Herausforderung. Leitfäden, Richtlinien, Erfahrungsberichte und so weiter stellen einen kaum zu bewältigenden Berg von Informationen dar. Um Akteuren aus der Baubranche rollenbezogene Herausforderungen aufzuzeigen und den Einstieg zu erleichtern, soll ein Konzept zur Repräsentation und Zusammenstellung des vor allem für die BIM-Einführung relevanten Wissens erarbeitet werden. Dabei soll der Fokus daraufgelegt werden, dass Informationen und Zusammenhänge einfach zugänglich und eingängig erfassbar sind. Um den aktuellen Stand des Wissens zu analysieren, wurde eine Befragung mit Studierenden und in der Baubranche tätigen Personen durchgeführt. Die 130 Teilnehmer dieser Umfrage verschaffen einen guten Überblick davon, mit welchem Wissen gerechnet werden kann und in wie weit das Wissen bereits an Universitäten vermittelt wird. Zudem wurden Experteninterviews mit Personen durchgeführt, welche maßgeblich bei der Einführung der BIM-Methodik in ihren Unternehmen beteiligt und verantwortlich sind. Diese konnten hilfreiche Tipps geben und Erfahrungen schildern, wie eine Einführung optimal durchgeführt werden kann, welche Fehler vermieden werden sollten und welche Maßnahmen von besonderem Erfolg gekrönt waren. Durch eine ausführliche Recherche und der Analyse bestehender Angebote konnten weitere Herausforderungen identifiziert werden. In dieser Arbeit wurde ein Konzept entwickelt, welches neben den rein inhaltlichen Anforderungen auch Aspekte des Wissensmanagements, der Wissensvermittlung und der Informationsvisualisierung einbindet. Um das Angebot möglichst vielen Nutzern verfügbar zu machen, wurde das Konzept auf eine webbasierte Anwendung angepasst. Auch hieraus ergab sich ein breites Spektrum an Anforderungen, welche wiederum im Konzept umgesetzt wurden. Die Demonstrationsanwendung zeigt die technische Umsetzung des Teilkonzepts. Besonderer Wert wurde dabei auf eine geführte Einführung und die fachrollenspezifische Informationsvermittlung gelegt. Zu diesem Zweck wurden fachrollenspezifische Aufgaben identifiziert und nach vorhandenen Empfehlungen in den Honorarordnungsbezogenen (HOAI) Kontext der Leistungsphasen gebracht.

Typ des Eintrags: Masterarbeit
Erschienen: 2018
Autor(en): Mattrisch, Irina
Titel: Analyse rollenbezogener Herausforderungen bei Einführung und Anwendung der BIM-Methodik im Hinblick auf eine wissensbasierte Unterstützung damit korrelierender Prozesse
Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung (Abstract):

Die Einführung der Methodik des Building Information Modeling (BIM) treibt die Digitalisierung der Baubranche in Deutschland voran. Ziel der Methodik ist es, mithilfe digitaler Arbeitsmethoden und auf der Grundlage digitaler Bauwerksmodelle Prozesse innerhalb des Lebenszyklus von Bauwerken zu unterstützen, eine kooperative, partnerschaftliche Zusammenarbeit zu ermöglichen und so Bauprojekte effizienter durchführen zu können. Die Einführung erweist sich zurzeit allerdings noch als problematisch. Die Akzeptanz ist noch gering, fehlendes Know-how, Bildung und Informationen werden oftmals als Gründe genannt, wieso nicht alle Akteure sich der Einführung von BIM anschließen. Für die Einführung steht zurzeit eine Vielzahl an Informationsquellen zur Verfügung. Doch gerade zu Beginn ist diese Vielzahl an Quellen eine echte Herausforderung. Leitfäden, Richtlinien, Erfahrungsberichte und so weiter stellen einen kaum zu bewältigenden Berg von Informationen dar. Um Akteuren aus der Baubranche rollenbezogene Herausforderungen aufzuzeigen und den Einstieg zu erleichtern, soll ein Konzept zur Repräsentation und Zusammenstellung des vor allem für die BIM-Einführung relevanten Wissens erarbeitet werden. Dabei soll der Fokus daraufgelegt werden, dass Informationen und Zusammenhänge einfach zugänglich und eingängig erfassbar sind. Um den aktuellen Stand des Wissens zu analysieren, wurde eine Befragung mit Studierenden und in der Baubranche tätigen Personen durchgeführt. Die 130 Teilnehmer dieser Umfrage verschaffen einen guten Überblick davon, mit welchem Wissen gerechnet werden kann und in wie weit das Wissen bereits an Universitäten vermittelt wird. Zudem wurden Experteninterviews mit Personen durchgeführt, welche maßgeblich bei der Einführung der BIM-Methodik in ihren Unternehmen beteiligt und verantwortlich sind. Diese konnten hilfreiche Tipps geben und Erfahrungen schildern, wie eine Einführung optimal durchgeführt werden kann, welche Fehler vermieden werden sollten und welche Maßnahmen von besonderem Erfolg gekrönt waren. Durch eine ausführliche Recherche und der Analyse bestehender Angebote konnten weitere Herausforderungen identifiziert werden. In dieser Arbeit wurde ein Konzept entwickelt, welches neben den rein inhaltlichen Anforderungen auch Aspekte des Wissensmanagements, der Wissensvermittlung und der Informationsvisualisierung einbindet. Um das Angebot möglichst vielen Nutzern verfügbar zu machen, wurde das Konzept auf eine webbasierte Anwendung angepasst. Auch hieraus ergab sich ein breites Spektrum an Anforderungen, welche wiederum im Konzept umgesetzt wurden. Die Demonstrationsanwendung zeigt die technische Umsetzung des Teilkonzepts. Besonderer Wert wurde dabei auf eine geführte Einführung und die fachrollenspezifische Informationsvermittlung gelegt. Zu diesem Zweck wurden fachrollenspezifische Aufgaben identifiziert und nach vorhandenen Empfehlungen in den Honorarordnungsbezogenen (HOAI) Kontext der Leistungsphasen gebracht.

Freie Schlagworte: BIM, Digitalisierung, Informationsvisualisierung, Wissensmanagements
Fachbereich(e)/-gebiet(e): 13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
13 Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften > Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen
Hinterlegungsdatum: 12 Jun 2018 14:03
Zusätzliche Informationen:

Betreuerin: Laura Kristina Möller

Datum der Begutachtung bzw. der mündlichen Prüfung / Verteidigung / mdl. Prüfung: 12 März 2018
Alternatives oder übersetztes Abstract:
AbstractSprache
The introduction of the methodology of Building Information Modeling (BIM) is driving forward the digitization of the construction industry in Germany. The aim of the methodology is to use digital working methods and digital building models to support processes within the life cycle of buildings, to enable cooperative, collaborative partnerships and thus to be able to carry out construction projects more efficiently. The introduction, however, is currently proving problematic. Acceptance is still low, lack of know-how, education and information are often cited as reasons why not all actors join the introduction of BIM. There are a lot of sources of information available for the introduction at the moment. But right at the beginning, this variety of sources is a real challenge. Guides, guidelines, testimonials, and so on build up to an unmanageable mountain of information. In order to identify role-based challenges for actors from the construction industry and to facilitate entry, a concept for the representation and compilation of the knowledge that is relevant for the introduction of BIM should be developed. The focus should be placed on the fact that information and connections are easily accessible and catchy. To analyze the current state of knowledge, a survey was conducted with students and people working in the construction industry. The 130 participants in this survey provided a good overview of what knowledge can be expected and to what extent knowledge is already taught at universities. In addition, expert interviews were conducted with persons who are significantly involved in and responsible for the introduction of the BIM methodology in their companies. They were able to give helpful advices and experiences, how to carry out an introduction optimally, which mistakes should be avoided and which measures were particularly successful. Through detailed research and the analysis of existing offers further challenges could be identified. In this work, a concept has been developed which, in addition to the purely content-related requirements, also integrates aspects of knowledge management, knowledge transfer and information visualization. To make the offer available to as many users as possible, the concept was adapted to a web-based application. This also resulted in a broad spectrum of requirements, which in turn were implemented in the concept. The demonstration application shows the technical implementation of the sub-concept. Special emphasis was placed on a guided introduction and the role-specific information transfer. For this purpose, role-specific tasks were identified and brought into the fee-based (HOAI) context of the service phases according to existing recommendations.Englisch
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